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„Auf meinem persönlichen Olymp“

Siegsdorfer Daniel Bichlmann gewinnt das größte Radrennen Afrikas

Der Siegsdorfer Radprofi Daniel Bichlmann (Mitte) holte sich bei der Tour de Faso den Gesamtsieg.
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Der Siegsdorfer Radprofi Daniel Bichlmann (Mitte) holte sich bei der Tour de Faso den Gesamtsieg.

Der Siegsdorfer Radprofi Daniel Bichlmann feierte bei der Tour de Faso den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. „Ich war einfach komplett im Flow“, jubelte er nach seiner Rückkehr.

Siegsdorf – Es ist der größte Erfolg seiner Karriere: Der Siegsdorfer Radprofi Daniel Bichlmann hat völlig unerwartet die Tour de Faso gewonnen. Der 33-Jährige, der eigentlich das Trikot der Maloja Pushbikers trägt, ist in Westafrika als Gastfahrer für das Schweizer Team Kibag-Obor-CKT angetreten – und zeigte eine wahre Leistungsexplosion. Der Lohn: Er kam mit dem Gelben Trikot und der Trophäe nach Hause! „Ich war einfach komplett im Flow“, jubelte er nach seiner Rückkehr.

Bichlmann kann auch Tage nach seinem Erfolg beim größten Radrennen Afrikas das alles noch gar nicht richtig fassen. „Das ist vollkommen surreal“, sagte er. „Ich bin über zehn Tage völlig unerwartet ein perfektes Rennen gefahren“, freute er sich. Neben dem Gesamtsieg holte der Radprofi einen Etappensieg und zwei zweite Plätze.

Bichlmanns Chancen „bei Null gesehen“

Mit dem allen hatte Bichlmann überhaupt nicht gerechnet. Seine Chancen auf den Gesamtsieg habe er ziemlich genau bei Null gesehen, erzählte er. Doch für den ehrgeizigen Profi lief es bei der zehntägigen Rundfahrt von Beginn an wie am Schnürchen – und diese forderte die Radfahrer jede Sekunde. „Die äußeren Umstände sind schon sehr hart und man muss mental wirklich stark sein“, betonte Bichlmann.

„Burkina Faso hat mir einen sehr konkreten Eindruck davon gegeben, wie privilegiert wir Europäer sind.“ In Schwarzafrika erfreue man sich nach kurzer Zeit schon an selbstverständlichen Dingen: Trinkbares Wasser, Elektrizität, ein voller Teller, ein Bett. „Gefühlt ist dort Stress auch ein Fremdwort“, ergänzte der Siegsdorfer.

Viele prominente Teilnehmer

Seine Konkurrenz war groß „und bis in die Haarspitzen motiviert“. Viele WM- und Olympia-Teilnehmer waren am Start – doch allen fuhr Bichlmann am Ende davon. Was ihm zugute kam, war die Tatsache, „dass mich das Material nie im Stich gelassen hat – was speziell dort schon auch Glück ist“.

Nach Etappe sieben durfte sich Bichlmann nach einer „wahnsinnigen Leistung der gesamten Mannschaft“ dann erstmals das Gelbe Trikot überstreifen und er wollte es bis ins Ziel verteidigen. Und zwar nach Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso – und Bichlmann schaffte es. Für ihn ist dieser Triumph der Höhepunkt seiner langen Karriere. „Ich würde sagen, ich bin unerwartet auf meinem persönlichen Olymp geklettert.“

„Es kann nur schlechter werden“

Er liebe zwar das Reisen und neue Länder kennenzulernen, und könne sich deshalb vorstellen, auch 2022 das eine oder andere exotische Radrennen zu bestreiten, „aber der Rennkalender der Pushbikers sieht etwas anderes vor“. Und den Aufgaben dort will sich Bichlmann auch 2022 voll und ganz stellen – um seinem Rennstall auch wieder etwas zurückgeben zu können. „Ich möchte mich bei den Pushbikern und den Sponsoren bedanken, dass sie mich für die Tour de Faso freigestellt haben.“

Eine Titelverteidigung in Burkina Faso schließt er übrigens so gut wie aus. „Dort kann’s für mich jetzt nur schlechter werden“, lachte er. „Aber nach all den Jahren und den unzähligen Reisen kann ich mir kein Rennen vorstellen, das ich lieber gewonnen hätte.“ Das Gelbe Trikot und die Trophäe bekommen jedenfalls einen Ehrenplatz. „Das war eine perfekte Rundfahrt – so etwas gibt es höchstens einmal im Leben.“bst

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