Sieg nach hochklassigem Endspiel

Im Doppel zusammen erfolgreich, aber im Einzel verlor Mike Hollo (rechts) gegen den späteren deutschen Meister Felix Köhler.
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Im Doppel zusammen erfolgreich, aber im Einzel verlor Mike Hollo (rechts) gegen den späteren deutschen Meister Felix Köhler.

Rees – Als bei den deutschen Schülermeisterschaften in Rees die Siegerehrungen durchgeführt wurden, stand Naomi Pranjkovic gleich zweimal ganz oben auf dem Podest (wir berichteten).

Das Tischtennis-Eigengewächs des SV DJK Kolbermoor gewann sowohl im Einzel als auch Doppel an der Seite von Annett Kaufmann (SV Böblingen) die Goldmedaille. „Ich bin überglücklich und sprachlos“, strahlte die 14-Jährige über beide Backen.

In einem hochklassigen Endspiel setzte sich Pranjkovic gegen ihre Doppelpartnerin mit 8:11, 11:9, 11:4, 11:8, 3:11 sowie 11:4 durch. „Naomi unterliefen weniger Fehler als mir. Deshalb hat sie auch verdient gewonnen“, gab die Unterlegene ehrlich zu. Das Talent aus Kolbermoor gab auf dem Weg in das Endspiel in den sechs Begegnungen lediglich vier Sätze ab. Gegen Annett Kaufmann habe die neue deutsche Meisterin und Nachfolgerin von Leonie Berger (Borussia Düsseldorf), die altersbedingt nicht mehr startberechtigt war, „taktisch sehr gut gespielt. Es lief einfach gut.“ Im Doppel-Wettbewerb waren Pranjkovic/Kaufmann eine Klasse für sich. Die Nationalspielerinnen verloren bei ihrer Titelverteidigung nicht einen Satz. Bei der Einzel-Siegerehrung fand sich auf dem Podest noch eine zweite DJK-Spielerin wieder. Laura Kaim schied im Halbfinale gegen ihre Mannschaftskollegin nach einer 2:4-Niederlage aus und freute sich über Bronze.

Obwohl Mike Hollo an der Seite von Felix Köhler (TSG Kaiserslautern) die Goldmedaille im Doppel gewann und im Endspiel Matthias Danzer/Tom Schweiger (TV 1879 Hilpoltstein/DJK Altdorf) beim 3:0-Erfolg keine Chance ließ, hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Und das nicht ohne Grund, denn schließlich wollte der Titelverteidiger unbedingt seinen vor zwölf Monaten in Dissen gewonnenen Einzel-Triumph wiederholen. Aus diesem Vorhaben wurde allerdings nichts, denn im Halbfinale verlor Hollo gegen seinen Doppelpartner mit 14:12, 9:11, 8:11, 7:11, 11:4 sowie 9:11. „Meine Leistung war nicht schlecht, aber Felix hat sein bestes Tischtennis gezeigt“, sagte der in Kolbermoor lebende und für den TuS Fürstenfeldbruck in der Regionalliga spielende Hollo. „Ich habe mich nicht unter Druck gesetzt. Trotzdem konnte ich nicht meine Topform zeigen und bin natürlich enttäuscht.“ Köhler gewann anschließend auch das Endspiel gegen Vincent Senkbeil (TSV Wrestedt-Stederdorf) nach Abwehr von drei Matchbällen mit 4:3.

Apropos Felix Köhler: Der Hollo-Nachfolger schaltete auf dem Weg zu seinem ersten DM-Triumph mit Luis Kraus einen weiteren Spieler aus Kolbermoor aus. „Ich hätte gegen Felix zumindest einen Satz gerne gewonnen. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht“, sagte der Zwölfjährige nach der 8:11, 8:11, 9:11 und 8:11-Niederlage. Doch damit nicht genug, denn auch im Doppel-Wettbewerb scheiterte Kraus an Köhler. Im Viertelfinale feierten die deutschen Meister Hollo/Köhler gegen Kraus und Partner Lleyton Ullmann (TSV Sasel) einen 3:1-Sieg.

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