Sieg beim Team-Wettbewerb in Tirol: Hannes Namberger eilt von Erfolg zu Erfolg

Ein starkes Team: Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer Hannes Namberger (links) und der Spanier Oriol Cardona Coll holten sich den Gesamtsieg in Tirol.
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Ein starkes Team: Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer Hannes Namberger (links) und der Spanier Oriol Cardona Coll holten sich den Gesamtsieg in Tirol.

Nach seiner starken Vorstellung und seinem Sieg beim „Mayrhofen Ultraks“ ist es für Hannes Namberger nun gleich weiter im Wettkampfprogramm gegangen.

Imst/Tirol – Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer Hannes Namberger startete beim Team-Wettbewerb „Dynafit-Trail-Run-3“ in Imst in Tirol. Das Rennen ging über drei Tage und dabei mussten an jedem Tag verschiedene Strecken bewältigt werden.

Namberger startete dabei mit Oriol Cardona Coll aus Spanien. Die beiden präsentierten sich als überaus starkes Duo – der Lohn: Sie sicherten sich den Gesamtsieg bei dieser ersten und wohl einzigen Auflage des „Dynafit-Trail-Run-3“. Das Rennen wurde aufgrund der zahlreichen anderen Absagen wegen der Coronavirus-Pandemie kurzerhand ins Leben gerufen.

Die Konkurrenz bei diesem Rennen war groß. „Unsere härtesten Gegner waren Jakob Herrmann, der beste österreichische Skibergsteiger, und der italienischer Skyrunner Daniel Antonioli“, erzählte Namberger. „Beide konnten bei Skyraces schon Weltcup-Siege erlaufen.“ Doch auch das Team Dynafit Squad mit Hannes Namberger und Oriol Cardona Coll musste sich nicht verstecken. Der Spanier ist einer der weltbesten Skyrunner auf der Marathondistanz.

Bergsprint mit 6,4 Kilometern Länge und 906 Höhenmetern

Am ersten Wettkampftag stand ein Bergsprint mit 6,4 Kilometern Länge und 906 Höhenmetern an. Der zweite Renntag sah dann einen Einzellauf mit 29,4 Kilometern und 1676 Höhenmetern vor. Diese Etappe siegte Namberger mit nur vier Sekunden Vorsprung auf Daniel Antonioli.

Spannung pur versprach der letzte Tag: Beim Skyrace im Team waren 33 Kilometer mit 2270 Höhenmetern zurückzulegen. „Hier liefen wir zu Beginn in einem sehr schweren und steilem Gelände“, berichtet Namberger. Man habe Jakob Herrmann und Daniel Antonioli auch etwas ziehen lassen müssen. Herrmann ist ein Weltklasse-Skibergsteiger und zählt zu den schnellsten Männern im Uphill. Auch Antonioli ist eine Klasse für sich. Doch Namberger und Cardona Coll kämpften sich im Downhill wieder zurück und machten Boden gut. Die beiden kamen als Zweiter mit einem Rückstand von lediglich zehn Sekunden auf Herrmann/Antonioli über die Ziellinie – und damit stand ihr Gesamtsieg beim „Dynafit-Trail-Run-3“ fest. Sie benötigten für die drei Rennen insgesamt 9:08:47 Stunden und lagen damit über acht Minuten vor dem Duo Herrmann/Antonioli (9:17:00,2 Stunden) und knapp 50 Minuten vor den beiden Deutschen Marc Dürr/Christoph Wachter (9:58:14,5 Stunden).

Für Hannes Namberger war es „dann auch mein letzter Wettkampf in dieser etwas speziellen Saison.“ Gerade die letzten zwei Wochen hatten es für den Bundespolizisten auch richtig in sich. „In neun Tagen vier Wettkämpfe zu laufen, geht nicht ohne Spur an mir vorbei“, lachte er. „Daher werde ich jetzt etwas den Trainingsumfang verringern.“ Namberger hofft: „Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass wir 2021 wieder in den Rennalltag zurückfinden können.“ sb

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