Das selbst gemachte Weihnachtsgeschenk

Daniel Herget glänzte mit Dynamik und Wurfausbeute.

Jettenbach/Töging. – Ein Erfolgserlebnis gab es zum Abschluss der Hinrunde der Bezirksklasse Südost für die Korbjäger vom Inn.

Der Tabellenzweite aus Rosenheim enttäuschte beim Gastspiel in der gut besuchten Töginger Mehrzweckhalle, das die heimische Mannschaft mit 69:46 klar für sich entschied.

Allerdings traten die Gäste von der Kreisstadt nur mit einem stark veränderten Rumpfkader gegenüber dem Hinspiel (88:62-Sieg für Rosenheim) an. Der Meister der Vorsaison, der auf sein Aufstiegsrecht verzichtet hatte, hatte das eine oder andere Mal mit Aufstellungsproblemen bei den Auswärtsspielen zu kämpfen. So standen auf dem Spielberichtsbogen gerade einmal sieben Akteure.

BSG-Coach Raoul Kastenhuber konnte dagegen bis auf die verletzten Matthias Traunthaler und Marco Orjolt, seinen gesamten Kader aufbieten, darunter Daniel Herget, der aufgrund seines Studiums nur selten im Aufgebot zu finden ist. Mit der Erinnerung an den 91:69- Heimsieg in der letzten Spielzeit gingen die Jets trotz bisher sehr durchwachsenen Leistungen mit Selbstvertrauen in das wichtige Spiel.

Was jedoch den Zuschauern in den ersten zehn Minuten der Begegnung von beiden Teams gezeigt wurde, hatte wenig mit der dynamischen und aufstrebenden Sportart Basketball zu tun. Beide Mannschaften agierten übernervös und sehr zurückhaltend.

Die Referees pfiffen einen Schrittfehler nach dem anderen. Fehlpässe zuhauf wechselten sich mit ungenauen Würfen ab. Zudem fanden auch die Freiwürfe nicht in die Reuse. Das Viertelergebnis von 9:7 für die Jets ließ ungläubige Zuschauer zurück.

Erst im zweiten Viertel kam die Begegnung etwas in Fahrt. Die Jets wurden dank Topwerfer Markus Kneidl treffsicherer, zudem konnte man in der Defense den Rosenheimer Centerspieler Hans Jürgen Mayerhofer (ganze 6 Punkte) in Schach halten. Mit Urban Neunert (14 Punkte) und Paul Schneider (15 Punkte) hatten die Gäste dennoch zwei wurfsichere Spieler in ihren Reihen.

Erfolgreiche Würfe von Sascha Dreher, Manuel Grassl und Coach Kastenhuber sorgten im weiteren Verlauf für eine 29:22-Halbzeitführung.

In der Pause, die Zuschauer wurden von der Show der Lollipops unterhalten, mahnte Aktivcoach Kastenhuber seine Mannschaft an, fokussiert und konzentriert zu bleiben. Dies wurde beherzigt. Eine kompakte Abwehrarbeit ließ nur wenige Gästewürfe zu. Nur ganze acht Punkte gelangen den Rosenheimern im dritten Viertel. Dagegen wurden die Angriffe der Jets immer zielstrebiger.

Erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe von Kneidl, Grassl und Weggartner ließen den Vorsprung immer mehr anwachsen. Auch eine Auszeit der Gäste mit anschließender Taktikveränderung brachte nicht den gewünschten Erfolg. Mit einem komfortablen Vorsprung von 18 Punkten gingen die BSG-Akteure in die letzten zehn Minuten.

Dieses Viertel sollte stark von zwei Spielern geprägt sein. Daniel Herget baute mit seiner Schnelligkeit und erfolgreichen Ablegern in den Korb den Vorsprung mehr und mehr aus und Nachwuchsspieler Julian Wohlfahrt glänzte in seiner Spielzeit mit drei erfolgreichen Zwei-Punkte-Würfen. Die im Durchschnitt wesentlich älteren Rosenheimer Spieler bauten dagegen konditionell immer mehr ab, fanden selten ein Durchkommen gegen eine stabile Defense der Jets.

So stand am Ende ein klarer 69:46-Erfolg der Korbjäger vom Inn auf der Anzeigetafel.

Die Jets spielten gegen Rosenheim mit: Thomas Achmann, Sascha Drehger (6 Punkte), Manuel Grassl (12), Daniel Herget (16), Raoul Kastenhuber (6), Markus Kneidl (18), Andre Nestler, Marco Seidenberger, Adrian Weggartner (5), Julian Wohlfarth (6). psc

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