BASKETBALL

Sechziger wieder deutscher Meister

Die Basketballer des TSV 1860 Rosenheim haben ihre Mission Titelgewinn erfolgreich abgeschlossen: Nach dem letztjährigen Erfolg bei der Ü40-Meisterschaft gewannen die Sechziger am Wochenende souverän den nationalen Titel in der jüngeren Ü35-Klasse.

Wiesbaden– Mit viel Vorfreude, aber auch mit Respekt traten die Rosenheimer die Fahrt nach Hessen an, schließlich warteten in ihrer Vorrundengruppe neben dem Titelverteidiger Rist-Wedel auch die stark eingeschätzten Hagener sowie der Gastgeber aus Wiesbaden. Gegen die Hausherren startete man dann auch ins Turnier, und dass gerade das erste Spiel oft eines der schwierigsten ist, hatten die Sechziger bei ihren vergangenen Titelgewinnen feststellen müssen, wo man sich gegen vermeintlich leichtere Gegner oft äußerst schwergetan hatte. Nicht so allerdings in diesem Jahr – gegen die Hessen spielten die Rosenheimer wie aus einem Guss, überzeugten mit einer konzentrierten Verteidigung und einer phänomenalen Trefferquote in der Offensive, sodass Trainer Andi Schlüter munter durchwechseln und Kräfte für die kommenden Partien sparen konnte. Einen Wermutstropfen mussten die Innstädter allerdings hinnehmen: Flügelspieler Mario Knezevic verletzte sich gleich zu Beginn schwer am Knie und musste das Turnier mit Verdacht auf Kreuzbandriss vorzeitig beenden. Nach dem ersten Schock ein Grund mehr für sein Team, sich anständig ins Zeug zu legen. So stand am Ende ein klares 87:43 auf der Anzeigetafel.

In der zweiten Begegnung wartete mit Hagen eine routinierte Truppe, die ebenfalls einige ehemalige Bundesligaspieler in ihren Reihen hatte und zum Auftakt gleich den Titelverteidiger Rist-Wedel bezwingen konnte. Hier entwickelte sich von Beginn an ein vor allem in der Defensive intensiv geführtes Spiel, in dem die Hagener aber schnell feststellen mussten, dass es gegen die erneut geschlossen stark auftretenden Rosenheimer nichts zu holen gab: Der 60:34-Erfolg war ein erstes Ausrufezeichen in puncto Titelverteidigung.

Davor galt es aber im letzten Vorrundenspiel erst noch gegen Rist-Wedel zu bestehen, und die Hamburger zeigten deutlich, dass sie nicht gewillt waren, den Titel kampflos an die Rosenheimer abzugeben. Sie schafften es, über weite Strecken der Partie auf Schlagdistanz zu bleiben, konnten schließlich aber ebenfalls mit 45:37 in die Schranken gewiesen werden. Somit war das Finale erreicht, wo etwas überraschend Ansbach auf die Sechziger wartete.

Die Rosenheimer waren vom Qualifikationsturnier in eigener Halle vorgewarnt, als sie sich gegen die Mittelfranken lange Zeit sehr schwergetan hatten. Im Endspiel, der vierten Partie innerhalb von zwei Tagen, zeigte sich aber umso deutlicher das große Plus der Oberbayern: Während die Ansbacher praktisch nur mit sieben Spielern agierten, hatten die Rosenheimer zwölf Mann zur Verfügung und waren den Franken somit konditionell schnell überlegen, sodass Coach Schlüter beim deutlichen 75:40-Sieg allen seinen Spielern das Finalerlebnis ermöglichen konnte: „Die Mannschaft hat schon große Qualität. Mit Steffen Hamann und Jan Jagla haben wir zwei Ausnahmespieler in unseren Reihen, unter dem Korb sind wir mit vier Akteuren von deutlich über zwei Metern physisch enorm präsent und auch bei den Außenspielern kann ich munter durchwechseln, ohne dass ein Qualitätsverlust zu erkennen ist. Da macht Coachen Spaß!“

Die deutschen Meister im Sechziger-Trikot sind Andreas Aigner, Lalo Balduzzi, Faris Becirovic, Geri Conrades, Robin Giesek, Steffen Hamann, Roland Hartmann, Jan Jagla, Matthias Kemmerer, Marcus Kirster, Mario Knezevic, Christian März und Florian Willkomm. aia

Die Sechziger-Basketballersind deutscher Meister in der Ü35-Klasse. Michael Witte

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