Sechziger-Torjäger Danijel Majdancevic: „Am Ende gewinnt, wer es mehr will“

Danijel Majdancevic spielt seine 10. Saison bei 1860.

Mit sieben Treffern und zwei Torvorlagen ist Danijel Majdancevic derzeit Rosenheims bester Angreifer in der Fußball-Regionalliga Bayern. Beim Samstag-Spiel wird es – um erfolgreich sein zu können – wohl auch auf den 30-jährigen Majdancevic und seinen Torriecher ankommen.

Rosenheim – Herr Majdancevic, der Tabellenkeller liegt so eng beieinander. Welche Partie erwarten Sie in Rain?

Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe gegen einen guten, disziplinierten Gegner. Wir müssen dagegenhalten und unser eigenes Spiel durchziehen. Dieses 6-Punkte-Spiel wird am Ende wohl jene Mannschaft für sich entscheiden, die es mehr will. Und ich bin optimistisch, dass wir dieses Team sein werden.

Wie bewerten Sie die Spielzeit 2019/20 bisher?

Wir haben sicherlich viel Lehrgeld bezahlt, was bei unserer stark verjüngten Kaderstruktur sicherlich ein Stück weit normal ist. In einigen Partien haben wir dadurch jedoch den einen oder anderen Punkt liegengelassen, was ärgerlich ist und uns in der Tabelle keine Luft zum Verschnaufen lässt. Grundsätzlich müssen wir mehr im Kollektiv agieren: Geschlossen verteidigen; geschlossen angreifen. Dadurch werden auch Fehler, die bei unserer fußballerischen Spielausrichtung zwangsläufig vorkommen, nicht mehr so knallhart bestraft wie es im bisherigen Saisonverlauf der Fall war.

Mittlerweile spielen Sie die zehnte Saison an der Jahnstraße. Wie hat sicher der Spieler und Mensch Danijel Majdancevic verändert?

In erster Linie wird es wohl unserem Physio Markus Grundner auffallen, dass ich keine 19 Jahre mehr bin. Während ich früher quasi nie viel Augenmerk auf die Regeneration legen musste, bin ich mittlerweile Stammgast auf der Massagebank. Ansonsten habe ich immer noch denselben Ehrgeiz wie mit 19 – das ist für mich Mentalitätsfrage. Wenn du dich auf diesem Niveau ausruhst und zurücklehnst, ist es nicht mehr möglich mitzuhalten. Als Spieler gibt es jedoch Unterschiede: Mit Anfang 20 habe ich enorm viel Erfahrung gesammelt und mich an den erfahrenen Spielern orientiert, um mein Talent maximal zu fördern. Nun, mit 30, versuche ich diese Erfahrung weiterzugeben, um das Talent der jungen Spieler zu maximieren.

Zum Abschluss: Gibt es eine Torquote, die sie sich gesetzt haben?

Ich gehe in jede Spielzeit und nehme mir vor, zweistellig zu treffen– schließlich wird man als Stürmer häufig auch an seinen Toren gemessen. Ich muss aber deutlich sagen, dass es mir lieber ist, diese Quote nicht zu erfüllen und stattdessen als Team eine erfolgreiche Saison zu spielen. Interview: Michael Pointvogel

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