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ZWEI LÖWEN-SPIELER ZU GAST AM CHIEMSEE

Sechziger Marius Willsch: „Die Fans sind die große Stärke des Vereins“

Die Löwen-Delegation mit Teammanager Fatih Aslan, Marius Willsch und Daniel Wein (von links) fühlten sich in der Runde bei Wirt Martin Obermüller (2. von rechts) sichtlich wohl.
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Die Löwen-Delegation mit Teammanager Fatih Aslan, Marius Willsch und Daniel Wein (von links) fühlten sich in der Runde bei Wirt Martin Obermüller (2. von rechts) sichtlich wohl.
  • Thomas Neumeier
    VonThomas Neumeier
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Daniel Wein und Marius Willsch sind derzeit noch verletzt und damit beim Drittligisten TSV 1860 München nur in der Zuschauerrolle. Bei einem Sponsorenbesuch am Chiemsee standen sie nun Rede und Antwort und sprachen über ihre Verletzung, die neue Saison in der 3. Liga, die Bedeutung der Löwen-Fans und fehlende Schafkopfpartner.

Urschalling – Den Auftaktsieg verfolgten Daniel Wein und Marius Willsch nur auf der Tribüne. Die beiden Profis vom Fußball-Drittligisten TSV 1860 München fallen wegen Verletzungen noch länger aus. Dafür bleibt Zeit für die Sponsoren-Pflege. Der gebürtige Münchner Wein und der Niederbayer Willsch besuchten den Extrem-Löwen Martin Obermüller in der „Mesner-Stuben“ in Urschalling.

Dabei trafen die beiden Löwen-Kicker in einer illustren Runde unter anderem auf Kult-Kommentator Karlheinz Kas, den Priener Promi-Organisator Bernie Huber und Willschs ehemaligen Bayernauswahl-Trainer Richard Neumeier. Der Niederbayer erzählte auch von seinem Praktikum bei einer Heimatzeitung vor rund 15 Jahren („da haben sie mich zum Judo und zum Tischtennis geschickt“) und beantwortete mit seinem Kollegen Wein die Fragen der OVB-Sportredaktion.

Willsch: „Ich hoffe, dass ich im Herbst wieder eingreifen kann“

Wann können die Löwen-Fans wieder mit Ihnen rechnen?

Willsch: Bei mir ist die Prognose eher schwierig, mit einer Schambeinentzündung fallen manche ein Jahr aus. Ich hoffe, dass es bei mir schneller geht. Es ist schon deutlich besser geworden, ich lasse mir aber jetzt auch Zeit und habe vom Trainer und Verein da keinen Druck. Ich hoffe, dass ich im Herbst wieder eingreifen kann.

Wein: Ich hatte seit sechs, sieben Wochen Probleme an der Achillessehne, aber momentan sind die Schmerzen weg. Wenn es gut geht, dann kann ich vielleicht in drei, vier Wochen wieder dabei sein.

Was sind Ihre persönlichen Saisonziele?

Willsch: Bei mir steht die Gesundheit über allem. Ich will wieder hundertprozentig fit werden, an die Leistungen vom letzten Jahr anknüpfen und wieder Leistungsträger in der Mannschaft sein.

Wein: Dem kann ich mich nur anschließen. Ich will fit werden, einfach schmerzfrei wieder Fußball spielen können und so viele Spiele wie möglich machen.

„Wir gehören zum erweiterten Favoritenkreis“

Wie stark schätzen Sie die Liga ein?

Wein: Ich denke, dass es nicht mehr die ein, zwei großen Favoriten wie im letzten Jahr gibt, sondern dass es noch ausgeglichener sein wird. Wenn wir an unsere Leistungen aus der abgelaufenen Saison anknüpfen können, dann haben wir eine gute Chance, um oben mitzuspielen.

Willsch: Ich glaube, dass der Favoritenkreis mit den drei Absteigern noch einmal größer geworden ist. Die Aufsteiger sind heuer schwierig einzuschätzen, das war im vergangenen Jahr mit Saarbrücken, Verl oder Türkgücü anders. Aber natürlich gehören wir nach der letzten Saison mit zum erweiterten Favoritenkreis.

Die Situation ist für 1860 diesmal anders: Der Kader blieb beisammen und wurde noch einmal ergänzt.

Wein: Ich sehe das positiv, weil wir uns punktuell verstärkt haben. Die Voraussetzungen sind gut.

Willsch: Die drei Neuzugänge sind qualitativ eine Verstärkung. Ich glaube, dass wir gut gerüstet sind.

Spiele vor Fans: „Das hilft in den engen Spielen ungemein“

Eine weitere Verstärkung wäre der zwölfte Mann. Wie wichtig ist es, dass zumindest ein Teil der Fans wieder zu den Spielen darf?

Willsch: Das hätte uns am Ende der letzten Saison noch einiges gebracht. Wir durften ja nicht ein Spiel vor Zuschauern machen, das war sehr ärgerlich. Es ist immens wichtig, dass wir wieder vor Fans spielen, denn sie sind die große Stärke des Vereins.

Wein: Es hilft dir in den engen Spielen ungemein, wenn du weißt, dass da 15 000 Fans hinter dir stehen, dich anfeuern und es dem Gegner unangenehm machen. Das spüren wir ja auch selbst, wenn wir in Rostock oder Dresden spielen und die Fans dort abgehen – so ist es ja auch bei uns. Ich freue mich jetzt schon wieder darauf, auch wenn anfangs noch nicht so viele Fans dabei sein dürfen und ich vorerst auch nur Zuschauer bin.

Mit Unterhaching und Bayern II brechen brisante Spiele weg. Wie sehr betrifft Sie das?

Wein: Ich finde es sehr schade, das Derby fehlt in jedem Fall. Da merkst du in der Stadt schon zwei, drei Wochen vorher, dass was los ist. Und auch gegen Haching habe ich sehr gerne gespielt und wir haben ja immer gut ausgesehen.

Willsch: Es ist schon ärgerlich, dass Haching und Bayern runtergegangen sind, auch wenn das den Sechzger-Fan eher freut. Aber der Anreiz und das Prestige eines Derbys fehlen halt.

„Es ist für Trainer wichtig, dass Spieler auf mehreren Positionen spielen können“

Im deutschen Fußball werden wieder mehr Spezialisten als Allrounder gesucht. Sie sind auch auf mehreren Positionen einsetzbar. Fluch oder Segen?

Wein: Ich finde das eigentlich ganz gut. Es ist auch für einen Trainer wichtig, dass es Spieler gibt, die mehrere Positionen spielen können. Aber es sind auch die Spieler wichtig, die genau die eine Position perfekt ausfüllen können. Es muss Spieler beider Profile in der Mannschaft geben.

Willsch: Ich fühle mich mittlerweile auf meiner Position pudelwohl. Ich bin ja eher aus der Not heraus dorthin gekommen, kann da aber meine Stärken voll einbringen. Nichtsdestotrotz kann ich auch weiter vorne spielen, wenn mich der Trainer dort braucht.

Welche Berührungspunkte gibt es für Sie mit dem Chiemgau oder dem Landkreis Rosenheim?

Willsch: Ich war ein paar Jahren mal mit meinen Spezln in einem Ferienhaus in Gstadt am Chiemsee. Das war ein cooler Ausflug, weshalb mir der Chiemsee immer in guter Erinnerung ist.

Wein: Ich bin zwar als Münchner nicht so weit weg, bin aber in meiner Freizeit dann auch dort unterwegs. Ich weiß aber, dass wir in dieser Gegend viele Fans haben.

Jugendzeit in Burghausen? „Das war ein super Sprungbrett“

Marius, Sie haben in der Jugend ja in Burghausen gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Willsch: Ich kann mich an eine wunderschöne Zeit erinnern. Ich war drei Jahre in Burghausen, bin immer von Passau mit dem Fahrdienst abgeholt worden. Trainer in der U17 war Franz Berger, der ist bei mir als harter Hund hängengeblieben. Das war eine Zeit, die ich nicht missen möchte und ein super Sprungbrett.

Mit Richard Neumeier hatten Sie einen Rosenheimer als Trainer in der Bayernauswahl.

Willsch: Ich weiß noch die ganzen Fahrten, die Lehrgänge in Duisburg und die Länderspiele gegen Kroatien. Auch das war ein Sprungbrett. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass die Vereine nur durch die Auswahl auf mich aufmerksam geworden sind.

Haben Sie eigentlich mittlerweile wieder Schafkopfpartner im Löwen-Team gefunden?

Willsch: Nein. Der Stefan Lex und ich sind da die letzten Mohikaner. Die anderen können nur Watten. Aber so spare ich mir wenigstens das Geld (lacht).

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