Ein Schritt in Richtung WM

Rudi Rohrmüller(rechts) jagt Valentin Rapp mit Übersicht von Ecke zu Ecke. DSQV – Lennard Jessen

Hamburg – Das große Ziel des Rosenheimer Squashers Rudi Rohrmüller ist die Nominierung durch den Bundestrainer für die Team-Weltmeisterschaft der Herren im Dezember in Washington.

„Für mich ist es einfach das Größte, für mein Land eine WM zu spielen. Für die Quali habe ich mich nochmals richtig ins Zeug gelegt. Jeden Tag um 6.30 Uhr Training, bevor die Arbeit losgeht“, so der 28-jährige Kolbermoorer. „Der Bundestrainer hat zwar vertrauen zu Rudi, aber er muss sich jedes Mal wieder beweisen, weil er keine Weltranglistenturniere spielt und so die harten Wettkämpfe nicht immer gewährleistet sind“, erklärt Vorstandsmitglied Wolfgang Weidinger vom Rosenheimer Squash-Verein. Ein Ausrufezeichen war deshalb auch der Sieg Rohrmüllers beim deutschen Ranglistenturnier in Hamburg.

Der Rosenheimer wurde an Position zwei gesetzt und bekam es in der ersten Runde mit dem Paderborner Hendrik Vössing (DRL 76) zu tun. Vössing konnte bei Rohrmüllers 3:0-Sieg in keiner Phase mithalten. Felix Göbel aus Bremen stellte als Nummer elf der deutschen Rangliste eine andere Hausnummer dar. Auch hier legte Rohrmüller mit 3:0 ein klares Ergebnis hin.

Im Halbfinale wartete dann Tim Weber vom Bundesligisten Worms. Die 32-jährige Nummer vier der DRL gilt als abgezocktester und aggressivster Spieler der deutschen Squash-Szene und hatte das vorherige Turnier in Frankfurt gewonnen. Er zeigte von Anfang an sein wahres Gesicht, aber der Rosenheimer ließ sich nicht einschüchtern und hielt dagegen. „Als ich merkte, dass Tim nachließ, gab ich noch mehr Gas und wurde immer sicherer.“ Nach dem Gewinn des ersten Satzes siegte er mit 11:4 und 11:0.

Im Finale ging es dann gegen den zweifachen deutschen Vizemeister aus Stuttgart, Valentin Rapp. „Wir kennen uns schon lange und haben bereits eine Jugend-WM in Ecuador zusammen gespielt“, erzählt Rohrmüller. Das Endspiel wurde dann der erwartet harte Kampf über 90 Minuten, den Rohrmüller mit 14:12, 2:11, 11:9 und 11:9 mit einem spektakulären letzten Ballwechsel für sich entschied. re

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