Schneller als die Männer: Julia Wittig schwimmt im eiskalten Chiemsee allen davon

Die gebürtige PrienerinJulia Wittig schwann über 1000 Meter schneller als die Männer.
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Die gebürtige PrienerinJulia Wittig schwann über 1000 Meter schneller als die Männer.

Eiskalt blieb Julia Wittig bei der Königsdisziplin der Eisschwimmer über die 1000 Meter-Distanz im Chiemsee. Sie beherrschte nicht nur die Damenkonkurrenz sondern an der Zeit der gebürtigen Prienerin bissen sich auch die Herren die Zähne aus.

Prien – Sehr gute äußere Bedingungen erwarteten in diesem Jahr die fast 90 Teilnehmer des 4. Chiemsee Eiskönig, die aus dem ganzen Bundesgebiet an das Bayerische Meer gekommen waren. Auch Schwimmer aus Argentinien und dem benachbarten Österreich stürzten sich in den Chiemsee vor der traumhaften Kulisse der verschneiten Voralpen. Neben der Wassertemperatur von vier Grad gab es keinen Niederschlag und phasenweise strahlte die Sonne auf das eigens erstellte Wettkampfbecken im Strandbad des Prienavera Erlebnisbades. Mit einem lauten Böllerschuss startete das „coole“ Wettschwimmen der Schwimmabteilung des TSV Bernau.

Absolute Bestzeit über 1000 Meter

Die Königsdisziplin der Eisschwimmer, die 1000 Meter-Distanz, beherrschten die Damen von Serwus Burghausen. Julia Wittig siegte vor Birgit Bonauer und Conny Prasser. An die Zeit der gebürtigen Prienerin Wittig von 13:26,2 Minuten kamen selbst die Herren nicht heran. Hier schlug Christof Wandratsch von KeepFrozen! Team Aqua Sphere vor Marcus Reineke (WASPO Rinteln) und Martin Tschepe (SV Ludwigsburg) an.

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Tölzer Sieg über die 50-Meter-Sprintstrecke

Auf der Sprintstrecke von 50 Meter Freistil setze sich Franziska Partheymüller (WSV Bad Tölz) vor Greta Schnelle (SG Erkelenz-Hückelhoven) und Julia Wittig durch. Bei den Herren kam Tobias Wybierek mit schnellen 26,3 Sekunden vor Kilian Franke (beide Serwus Burghausen) und André Lennartz (TV Erkelenz) ans Ziel. In der Disziplin Ice-Fly (50 Meter Schmetterling) drehte sich die Reihenfolge mit Kilian Franke in der Zeit von 29,4 Sekunden, Tobias Wybierek und Christof Wandratsch. Den ersten Platz bei den Damen belegte Julia Wittig vor Ailen Lascano Micaz (Argentinien) und Greta Schnelle (SG Erkelenz-Hückelhoven).

Folgende Reihenfolge ergab sich bei der 100 Meter Brustdistanz: 1. Platz Ute Holt (SG Erkelenz-Hückelhoven) und Tobias Wybierek (Serwus Burghausen), 2. Platz Franziska Partheymüller (WSV Bad Tölz) und Kilian Franke (Serwus Burghausen) sowie 3. Platz Birgit Bonauer (Serwus Burghausen) und Christof Wandratsch (KeepFrozen!). Am schnellsten beim 200 Meter Freistilschwimmen waren Julia Wittig und Tobias Wybierek, gefolgt von Birgit Bonauer und Christof Wandratsch sowie Katja Hechel (SG Glems) und André Lennartz (TV Erkelenz).

Sieben Starter vom Veranstalter

In der abschließenden 4x50 Meter Freistilstaffel trumpften erneut die Eisschwimmer aus Burghausen mit Julia Wittig, Kilian Franke, Markus Güntner und Tobias Wybierek auf – mit einer Zeit knapp unter zwei Minuten. Die Staffeln des TSV Bernau schlugen sich mit einem zweiten und vierten Rang mehr als respektabel. Insgesamt beteiligten sich sieben Schwimmerinnen und Schwimmer aus den Reihen des TSV Bernau am Chiemsee Eiskönig, darunter die beiden jüngsten Teilnehmerinnen Barbara Obermüller und Samira Pohl. Neben Susanna Patzig von der DLRG Wismar wurde Hubert Maurer vom ausrichtenden Verein Eiskönig 2020. Mit seinen Zeiten im 50 und 200 Meter Freistilschwimmen war er am Ende dem Mittelwert aller Teilnehmer am nächsten. mv

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