AKTUELLES INTERVIEW

Schnell und voller Einsatz

Freut sichauf Rosenheim: Neuzugang Joseph Lewis.  Privat
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Freut sichauf Rosenheim: Neuzugang Joseph Lewis. Privat

Premiere für die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim: In der neuen Saison spielt erstmals ein gebürtiger Waliser für die Rosenheimer Eishockeyspieler. Das Beste: Joseph „Joey“ Lewis hat einen deutschen Pass, besetzt damit also keine Ausländerstelle bei den Starbulls.

Joseph Lewis ist 23 Jahre jung, 1,75 Meter groß, 80 Kilogramm schwer, spielte letzte Saison in der DEL 2 in Heilbronn (13 Tore, acht Assists in 42 Hauptrundenspielen), davor ein Jahr in Bad Tölz in der Oberliga (19 Tore, 83 Assists in 47 Spielen). Auch bei den Hammer Eisbären, in Duisburg und im DNL-Team in Füssen stellte er seinen Skorer-Qualitäten unter Beweis. In der DNL-Saison 2011/2012 belegte Lewis in der Skorerliste der gesamten Liga den 8. Platz, wies dabei aber aufgrund der geringeren Spielanzahl mit 1,76 Punkten pro Spiel bessere Werte als die beiden Topskorer Dominik Kahun und Leon Draisaitl auf, die beide zuletzt mit der deutschen Nationalmannschaft für Furore sorgten.

Trainer Franz Steer über seinen Neuzugang: „Joseph ist zwar gebürtiger Waliser, spricht aber perfekt bayerisch. Er arbeitet hart, will vorwärtskommen und war nach meinen Informationen in seinem Jahr in Bad Tölz der beste Stürmer der Oberliga. Auch in Heilbronn letzte Saison hat er überzeugt.“

Obwohl Joseph Lewis zur Zeit gerade mit vier Freunden Urlaub auf Bali macht, nahm er sich Zeit für ein Interview mit der OVB-Sportredaktion.

Wie ist der Kontakt zu den Starbulls zustande gekommen?

Über meinen Spielerberater. Ich habe dann mit Franz Steer ein sehr positives Gespräch geführt und dann war für mich alles klar.

Was wissen Sie über Rosenheim? Kennen Sie Starbulls-Spieler?

Ich kenne Rosenheim nicht persönlich, habe aber bis jetzt nur Gutes über die Stadt und Starbulls-Organisation gehört. Ich glaube, Rosenheim ist eine gute Adresse für mich, um mich weiterzuentwickeln. Ich kenne ein paar Spieler persönlich, weil ich vor zwei Jahren in Tölz gespielt habe.

Sie sind gebürtiger Waliser. Warum sind Sie nicht Rugby- oder Fußballspieler geworden, sondern haben sich für Eishockey entschieden?

Ich habe Rugby und Fußball in der Schule gehasst und mein Bruder hat Eishockey gespielt, also bin ihm gefolgt und habe ebenfalls mit dem Eishockey begonnen.

Sie haben auch einen deutschen Pass und beherrschen die Sprache perfekt. Haben Sie einen deutschen Elternteil?

Erst einmal vielen Dank für das Kompliment. Nein, niemand aus meiner Familie ist Deutscher, aber ich musste damals, als ich in Füssen DNL gespielt habe, deutsch reden sonst hat keiner mit mir geredet (lacht).

Beschreiben Sie sich kurz als Spieler. Was sind Ihre Stärken beziehungsweise Schwächen?

Stärken hätte ich gesagt, Schnelligkeit, ich will immer 100 Prozent für die Mannschaft geben und ich versuche immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zu den Schwächen: Leider bin ich ein bisschen klein, aber das macht mir nichts.

Sie haben in Heilbronn zwar nur 76-mal auf das Tor geschossen, dabei aber 13 Treffer erzielt. Die Quote ist spitze. Sie brauchen nicht viele Chancen, oder?

Da war ich dieses Jahr auch selbst überrascht. Ich hoffe und schaue, dass es nächstes Jahr genau so läuft.

Welche persönlichen Ziele haben Sie und was wollen Sie mit den Starbulls erreichen?

Ich fand, dass Rosenheim eine sehr gute Mannschaft ist und die Starbulls haben auch letztes Jahr die Play-offs erreicht. Das will ich mit der Mannschaft auch in der neuen Saison schaffen. Ich freue mich schon darauf.

Welche Hobbys haben Sie, wenn Sie nicht gerade mit Eishockey beschäftigt sind?

Ich bin immer im Sommer in Wales, weil meine Familie mich auch gern sehen will und da spiele ich gerne Golf. Füssen ist eigentlich meine zweite Heimat und da bin ich immer mit den Jungs am Trainieren.

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