Schmuck als Überraschung: Schlechinger Biathlet holt sich bei der DM den Sprint-Titel

Der Schlechinger Dominic Schmuck hat Anschluss an die Weltcup-Läufer gefunden.
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Der Schlechinger Dominic Schmuck hat Anschluss an die Weltcup-Läufer gefunden.

Er war die große Überraschung bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften in Altenberg: Dominic Schmuck vom SC Schleching krönte sich im Sprint zum Titelträger. Zuvor wurde der 24-Jährige im Einzel zweiter, hinter seinem Spezl aus der Trainingsgruppe von Remo Krug, Johannes Donhauser.

Altenberg– Er war die große Überraschung bei den Deutschen Biathlon-Meisterschaften in Altenberg: Dominic Schmuck vom SC Schleching krönte sich im Sprint zum Titelträger. Zuvor wurde der 24-Jährige im Einzel zweiter, hinter seinem Spezl aus der Trainingsgruppe von Remo Krug, Johannes Donhauser. Zum Abschluss kam der Bundespolizist in der Verfolgung auf Platz zehn.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden“

„Ich bin natürlich sehr zufrieden, ich konnte meine Leistungen aus dem Training jetzt auch im Wettkampf umsetzen“, sagt er – und fügt hinzu: „Das Umsetzen ist ja nicht immer so leicht, Training ist Training und Rennen ist Rennen.“ Bereits am ersten Tag der Titelkämpfe merkte Schmuck auf der verkürzten Einzelstrecke (15 statt 20 Kilometer), dass die Form passt. Einen Tag danach gelang ihm dann sein Husarenstück im Sprint, in dem er sogar Weltmeister Benny Doll hinter sich ließ. Seine Erfolge führt Schmuck vor allem auf seine starke Schießleistung in den beiden Rennen zurück. Bei insgesamt 30 Schüssen fanden alle ins Ziel. „Das hat gepasst und ich habe mich auch läuferisch gut gefühlt. So weit bin ich nicht mehr von den Weltcupläufern weg“, freute sich der Schlechinger. Realisiert hat er seine Erfolge allerdings erst am letzten Tag der Titelkämpfe, als es in die Verfolgung ging. „Ich bin da am Start mit der Nummer eins gestanden, das war schon ungewohnt und ich wusste, dass hinter mir Top-Leute wie Doll und Schempp lauerten“, beschreibt er die Situation. Letztendlich sprang für Schmuck der zehnte Platz heraus – wohl auch, weil er sich diesmal insgesamt fünf Fahrkarten leistete. „Ich habe lange mitmischen können und bin bei der Musik dabei gewesen. Am Schluss habe ich dann wohl zu viel riskiert“, sagt er selbstkritisch. Nach diesen guten Ergebnissen scheint der 24-Jährige einen fixen Startplatz im IBU-Cup zu haben. Vielleicht ist noch mehr möglich. „Alles andere wäre schön, das werden aber die Trainer entscheiden.“

Schmuck hat viel von seinen Trainern gelernt

Durch das Training im Sommer ist er ohne Probleme gekommen. „Die Verantwortlichen in der Chiemgau Arena haben uns perfekte Bedingungen trotz der Hygienemaßnahmen bereitet“, so Schmuck, der vor drei Jahren seine Ausbildung bei der Bundespolizei abgeschlossen hat. Zum Biathlon kam er erst im Alter von 16 Jahren, zuvor stand er zehn Jahre auf den Langlaufbrettern. Gerne wäre auch zum Triathlon gewechselt, sein damaliger Trainer Tobias Reiter stellte ihn vor die Wahl: Triathlon oder Biathlon! 2017 holte Schmuck bei der Junioren-Weltmeisterschaft in der Slowakei Bronze mit der Staffel. Neben Remo Krug als Trainer am Stützpunkt Ruhpolding profitiert er auch von den Trainern an der Bundespolizei-Sportschule in Bad Endorf wie Roland Biermeier und Engelbert Sklorz. Letzterer ist seit Mai Schießtrainer der DSV-Biathleten, von ihm hält Schmuck einiges. „Der Engei lebt das Schießen und ich habe mir einiges schon beim abgeschaut“, verrät er. Etwas von seiner sportlichen Zukunft verrät er schließlich auch. Mittelfristig will er sich im Weltcup-Team festsetzen und dann schauen, was noch kommt.

Fünf von sechs Titeln gewonnen

Übrigens, von insgesamt sechs Titeln konnten die Sportler vom Stützpunkt Ruhpolding fünf gewinnen. Neben Dominic Schmuck waren das Johannes Donhauser vom SC Ruhpolding, Simon Schempp und Denise Herrmann die gleich zweimal Deutsche Meisterin wurde. shu

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