Schlemer und Stich sind bayerische Meister

Salome Schlemer vom TSV Bad Endorf wurde bayerische Meisterin im Stabhochsprung.  Fotos Stuffer
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Salome Schlemer vom TSV Bad Endorf wurde bayerische Meisterin im Stabhochsprung. Fotos Stuffer

Bei den bayerischen Hallen-Meisterschaften der Jugend U 20 und U16 in Fürth bewährten sich die regionalen Leichtathleten mit zwei Gold-, fünf Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Der erfolgreichste regionale Verein war diesmal der TSV Bad Endorf mit seinem weiblichen Nachwuchs. Die neue bayerische Meisterin im Stabhochsprung der Jugend U20 heißt Salome Schlemer. Die ehrgeizige Endorferin präsentierte sich in einer überragenden Verfassung und gewann am Ende verdient Gold mit starken 3,50 Meter. Bei ihrem Triumph hatte sie einen Abstand von zehn Zentimeter und kann nun auch einem Start bei den deutschen Titelkämpfen entgegenblicken. In der Jugend W15 präsentierte sich die erst 14-jährge Alisa Böhm in einer glänzenden Form, obwohl sie derzeit noch parallel eine gewisse Belastung hat hinsichtlich ihrer Zugehörigkeit als Tänzerin der Endorfer Jugend-Faschingsgarde. Unbelastet von dieser Aufgabe startete sie überaus erfolgreich im Weitsprung-Finale. Dort behielt sie die Nerven, zeigte sich konzentriert und überraschte am Ende mit klangvollen 5,15 Metern.

Als neue bayerische Vize-Meisterin musste sie sich schließlich nur Larissa Knörl vom Post-SV Bayreuth hauchdünn mit 5,21 Meter (1.) geschlagen geben.

Aber auch im Hochsprung sorgte sie für eine äußerst knappe Entscheidung. Mit guten 1,59 Meter blieb sie in ihrem Leistungssoll und war auch hier die beste Oberbayerin der Konkurrenz. In der Endabrechnung kassierte sie auch hier den bayerischen Vize-Titel knapp hinter Laura Gröll von der LG Eckental mit 1,62 Meter. Lediglich über 60 Meter Hürden ging sie diesmal ohne Medaille aus: Hier wurde sie schließlich Fünfte mit 9,63 Sekunden.

Der TuS Bad Aibling war der zweibeste regionale Verein mit ebenfalls nur zwei gestarteten Athleten - und dies im gleichen Wettbewerb. Über 1500 Meter der männlichen Jugend U18 gab es unerwartet einen Aiblinger Doppel-Triumph.

Nach einem meisterschaftstypischen Rennverlauf mit taktischen Spielchen und Bummeleien war keine Spitzenzeit mehr in Reichweite. Erst ab der Hälfte der Distanz wurde ernsthaft gelaufen - und dies dann chaotisch mit Steigerungsläufen und harten Spurts im Finish. Kilian Stich hatte schließlich den etwas längeren Atem und wurde verdient neuer bayerischer Meister mit 4:29,32 Minuten. Damit holte er bereits seinen zweiten Bayern-Titel nach seinem 3000-Meter-Triumph vergangene Woche in München.

Bayerischer Vize-Meister wurde hier sein Trainingspartner Alexander Endres mit 4:31,61 Minuten. Der Aiblinger ist damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison Silber-Gewinner wie schon vor einer Woche über 800 Meter.

Der TSV 1860 Rosenheim entsandte diesmal gleich zwei Trumpfkarten auf den Mittelstrecken. Im 1500-Meter-Rennen der männlichen Jugend U20 unterstrich Michael Pritzl seine Qualitäten, zeigte eine gute Taktik und spurtete eisern auf starke 4:08,00 Minuten. Als neuer bayerischer Vize-Meister musste er sich diesmal dem favorisierten Lukas Leisner vom gastgebenden LAC Quelle Fürth mit 4:06,67 Minuten knapp geschlagen geben. Ihren bislang größten Erfolg ihrer noch jungen Karriere schaffte bei diesen Titelkämpfen in der Klasse der Jugend W15 die 14-jährige Lynn Schwabe auf der anspruchsvollen 2000-Meter-Distanz. In der übermächtigen Konkurrenz lieferte sie eine konditionsstarke Leistung ab und kämpfte sich damit zur überaus verdienten Bronzemedaille als schnellste Oberbayerin der Konkurrenz.

Erfolgreich war auch wieder der TSV Wasserburg. Die erst 15-jährige Johanna Windmaier startete diesmal eine Klasse höher bei der weiblichen Jugend U20.

Im Weitsprung-Finale landete sie bei ausgezeichneten 5,37 Metern und wurde am Ende völlig überraschend neue bayerische Vize-Meisterin. Damit musste sie sich nur der favorisierten Tina Pröger vom LAC Quelle Fürth mit 5,57 Metern geschlagen geben. Ein wenig Pech hatte bei der Vergabe der Medaillen im 1500-Meter-Rennen der weiblichen Jugend U18 die 15-jährige Charlotta Zeiler. Mit 4:58,57 Minuten wurde sie diesmal undankbare Vierte und zu Bronze fehlten ihr diesmal 1,32 Sekunden. Dennoch war sie die schnellste Oberbayerin der Konkurrenz. Im Stabhochsprung der Jugend M15 etablierten sich gleich zwei Wasserburger im Kreis der besten Bayern. Maximilian Huber gelang der gute vierte Rang mit 3,30 Meter. In der dichten Konkurrenz hätte ihm ein Resultat von 3,40 Meter bereits eine Medaille eingebracht, denn Gold, Silber und Bronze gingen mit jeweils der gleichen Leistung diesmal an ihre neuen Besitzer. Überraschender Siebter wurde hier Manuel Riemer mit 2,60 Meter.

Über 60 Meter Hürden wurde Maximilian Huber zugleich Zehnter.

Rouven Bär aus Feldkirchen-Westerham arbeitete sich bei diesen Titelkämpfen ebenfalls in die Medaillenränge. Im Trikot des TSV Gräfelfing überquerte er beachtliche 4,00 Meter im Stabhochsprung der männlichen Jugend U20. Damit holte er den Bronze-Platz und verfehlte Silber nur um zehn Zentimeter, während der favorisierte Artur Wollert vom LAZ Kreis Würzburg mit 4,60 Metern klar gewann. stl

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