Schlecht gezielt

Keine Punkte gab es für Adrian Weggartner (21, im Vordergrund) und Marco Seisenberger (14, hinten) beim Gastspiel in Glonn.

Jettenbach – Nach dem deutlichen Heimsieg gegen die Fireballs aus Bad Aibling fuhren die Basketballer der BSG TuS Töging/SpVgg Jettenbach mit Optimismus nach Glonn.

Der Bezirksligaabsteiger hatte im bisherigen Saisonverlauf wie die Korbjäger vom Inn seine Höhen und Tiefen und konnte im Vorfeld der Partie auch erst zwei seiner sieben Begegnungen für sich entscheiden.

Es war deshalb ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten. Am Ende setzten sich jedoch die Gastgeber doch deutlich mit 70:52 durch. Wieder einmal war die Fahrt in den Ebersberger Landkreis eine Schneiderfahrt. In Glonn konnten die Jets in den bisherigen Vergleichen noch keinen Sieg einfahren.

Spielertrainer Raoul Kastenhuber konnte mit Ausnahme des weiterhin verletzten Neuzugangs Matthias Traunthaler seinen kompletten Kader aufbieten. Dieser verschlief die Anfangsphase der Begegnung komplett. Die Gastgeber starteten dagegen furios. Erst nach einem 12:2-wischenstand gelang Kastenhuber der zweite erfolgreiche Wurfversuch für die BSG. Da die Defensive gegen den Glonner Center Patrick Huber (20 Punkte) sowie Flügelspieler Patrick Schulz (mit 24 Punkten bester Tageswert) und Martin Kobela (16 Punkte) kein Mittel fand, ging das erste Viertel mit 26:13 an die Gastgeber. Achmann, Kneidl und Co. hatten zwar zwischenzeitlich ins Spiel gefunden, konnten aber den frühen Rückstand nicht mehr aufholen.

Im zweiten Viertel stand dann die Verteidigung der Jets deutlich kompakter und sicherer. Die Glonner Akteure kamen zu deutlich weniger erfolgreichen Würfen. Dennoch gingen auch diese zehn Minuten knapp mit 13:12 an die Heimelf, weil sich Grassl, Dreher, Weggartner, Seisenberger und Nestler in der Offensive zu selten durchsetzen konnten. In die Halbzeitpause ging die Glonner Mannschaft deshalb bei einem Zwischenstand von 39:25 bereits mit einem komfortablen Punktevorsprung.

Nach dem Wiederanwurf versuchten die Korbjäger vom Inn mit einer aggressiven Verteidigungsarbeit den Gastgebern im Angriff etwas die Luft zu nehmen. Dies gelang auch über lange Zeit des dritten Viertels, ehe die Mannschaft von Coach Julian Dominik ihren Center Patrick Huber wieder besser ins Spiel brachte.

Dagegen fanden die BSG-Akteure bei ihren Angriffen gegen eine zupackende Heim elf zu selten ein Mittel, um erfolgreich den Ball in der Reuse ablegen zu können. Einzig Kastenhuber und Kneidl konnten eine zweistellige Wurfausbeute (je 14 Punkte) aufweisen.

So gingen auch die dritten zehn Minuten mit 16:11 an die Gastgeber. Die Partie bei einem Zwischenstand von 55:36 war damit vorzeitig entschieden. Dennoch zeigten die Jets Moral und leisteten auch im letzten Viertel erheblichen Widerstand. Die Defensive agierte stark, profitierte aber auch davon, dass der beste Glonner Spieler Patrick Huber nach vielen Fouls gegen ihn mehr Zeit auf der Bank verbrachte.

Mit dem Einsatz von Marco Orjolt und Julian Wohlfarth gab Coach Kastenhuber auch seinen Nachwuchsspielern die Gelegenheit, weitere Spielpraxis zu sammeln. Mit 16:15 ging das letzte Viertel an die Jets, die sich somit vor dem letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag, 21. Dezember, um 19 Uhr in der Töginger Mehrzweckhalle gegen den TSV 1860 Rosenheim ein kleines Erfolgserlebnis verschaffen.

Die BSG Töging/Jettenbach spielte in Glonn mit: Thomas Achmann, Sascha Dreher (9 Punkte), Manuel Grassl (4), Raoul Kastenhuber (14), Markus Kneidl (14), Andre Nestler, Marco Orjolt, Marco Seisenberger, Adrian Weggartner (9), Julian Wohlfarth. psc

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