Missglückter Start ins neue Jahr

1:5-Schlappe der Starbulls Rosenheim gegen Lindau: Das Powerplay war mit entscheidend

Lindaus Team stand in der Defensive hervorragend und da konnten sich die Starbulls, wie auf dem Bild Enrico Henriquez, strecken wie sie wollten – der Puck wollte nur einmal ins Gäste-Tor.  Ziegler
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Lindaus Team stand in der Defensive hervorragend und da konnten sich die Starbulls, wie auf dem Bild Enrico Henriquez, strecken wie sie wollten – der Puck wollte nur einmal ins Gäste-Tor.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Böse Überraschung für die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim im Heimspiel am Freitagabend: Mit 1:5 setzte es eine überraschend hohe Heimniederlage gegen Lindau. Starbulls-Coach John Sicinski weiß, was zu verbessern ist.

Rosenheim– „Gratulation an Lindau, die drei Punkte waren verdient. Für uns war es die erste Heimniederlage und die höchste Niederlage in dieser Saison. Das tut weh.“ So bilanzierte Starbulls-Trainer John Sicinski die 1:5-Niederlage seiner Rosenheimer Eishockeyspieler in der Hauptrunde der Eishockey-Oberliga Süd gegen die EV Lindau Islanders. Es war zugleich das erste punktlose Spiel der Starbulls seit dem 1. Dezember, als man mit 2:4 in Memmingen unterlag – dazwischen lagen zehn Begegnungen, in denen man immer wieder gepunktet hatte.

„Wir brauchen da einfach mal ein Erfolgserlebnis“

Sicherlich eine entscheidende Rolle hatte gegen Lindau das Powerplay gespielt. Gleich vier Möglichkeiten hatten die Rosenheimer in entscheidenden Phasen, konnten diese allerdings nicht nutzen. Zweimal spielte man beim Stand von 0:0 in Überzahl, einmal beim 0:1 und einmal beim 1:2. Waren die ersten beiden Powerplays ernüchternd, so sei laut Sicinski die Scheibe danach besser gelaufen. „Wir brauchen da einfach mal ein Erfolgserlebnis“, sagte der Starbulls-Coach – und sprach dabei direkt auch Alex Höller an, der momentan das Pech am Schläger hat.

John Sicinski: „Wir wissen, dass das Powerplay eine Baustelle ist“

„Das Powerplay ist die ganze Saison schon unser Problem“, meint Sicinski. Die Rosenheimer stellen in Überzahl sehr offensiv auf. Zumeist agieren vier Stürmer und an der blauen Linie spielt der junge Verteidiger Michael Gottwald eine Art Quarterback. Damit beraubt man sich allerdings der Abschlussoption von hinten. Der Starbulls-Trainer: „Wir wissen, dass das Powerplay eine Baustelle ist und es ist meine Aufgabe, das zu verbessern.“

Pech für die Starbulls und Kyle Gibbons: Dieser Schuss gegen Lindau landetet am Pfosten.

Kerniger Schlagschuss eines Ex-Rosenheimers

Hingegen waren einige Lindauer Treffer quasi eine Blaupause für das Rosenheimer Überzahlspiel. Beim 2:1 der Islanders zog Raphael Grünholz von hinten ab, vor dem Tor herrschte Betrieb und so war Goalie Jonas Stettmer die Sicht verdeckt. Das 3:1 fiel ebenfalls, nachdem es vor dem Rosenheimer Tor hoch her ging: Erneut hatte Stettmer keine Sicht, als Andreas Farny den Abpraller verwertete. Und der vierte Treffer gelang der Truppe vom Bodensee sogar selbst in Überzahl, erzielt durch einen kernigen Schlagschuss des Ex-Rosenheimers Dominik Ochmann. Zuvor hatte Routinier Mark Heatley einen schlechten Wechsel der Starbulls genutzt, stieß in die scheunentorgroße Lücke der Rosenheimer Defensive und nutzte es dann, dass Stettmer mehr als einen Spalt der kurzen Ecke noch offengelassen hatte. Der fünfte Lindauer Treffer fiel kurz vor dem Ende, als Florian Lüsch die Chance frei vor dem Tor nutzte.

Lindau: Geduldig geblieben und dafür belohnt worden

„Wir haben geschaut, dass wir dem Gegner wenig Möglichkeiten geben und haben selbst clever und einfach gespielt“, freute sich Lindau-Coach Gerhard Puschnik über den Coup seiner Mannen. Sie seien „geduldig geblieben und dafür belohnt worden“, so der ehemalige österreichische Teamspieler.

Das einzige Tor am Freitagabend für die Starbulls erzielte Curtis Leinweber aus kurzer Distanz.

Im zweiten Drittel am Drücker

Sicinski haderte hingegen, dass seine Mannschaft „im ersten Drittel wieder nicht bereit“ gewesen sei. „Im zweiten Drittel waren wir bis zum 1:2 am Drücker, aber das Tor war zugemauert. Hätten wir da getroffen, dann wäre das Momentum bei uns gewesen“, stellte der Kanadier fest. Er musste aber auch konstatieren, dass sein Team im letzten Abschnitt „keinen Weg gefunden hat, um das Spiel noch zu drehen“. Und so konnten die Starbulls, bei denen Kyle Gibbons zweimal den Pfosten traf, nur das zwischenzeitliche 1:1 von Curtis Leinweber bejubeln. Mit nur einem Zähler aus zwei Spielen verlief der Start ins neue Jahr nicht wunschgemäß.

Die Spielstatistik

Spielstatistik:Starbulls Rosenheim – EV Lindau Islanders 1:5 (0:1, 1:2, 0:2). Starbulls: Stettmer (Mechel) – Draxinger, Pruden; Kolb, Gottwald; Krumpe, Vollmayer; Beck – Meier, Stanik, Heidenreich; Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Henriquez, Baindl, Höller; Maierhofer, Bakos, Steinmann.

Tore: 0:1 (8.) Heatley/Sezemsky, Tischendorf, 1:1 (22.) Leinweber/Gibbons, Daxlberger, 1:2 (35.) Grünholz/Schwamberger, Widen, 1:4 (44.) Ochmann/Klingler, Schwamberger – PP1, 1:5 (60.) Lüsch/Oppenberger; Schiedsrichter: Sicorschi und Singer; Strafminuten: Rosenheim 6, Lindau 8.

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