„Die schlägt man nicht im Vorbeigehen“

Die Spielezwischen Kristin Lang und Qianhong Gotsch zählen zu den interessantesten Duellen in der Tischtennis-Bundesliga. Erlich

Kolbermoor – Die Bundesliga-Tischtennis-Damen des SV DJK Kolbermoor gehen die diesjährige Saison recht forsch an.

Am Sonntag bestreiten sie die dritte Begegnung innerhalb einer Woche, davon bereits das zweite Heimspiel.

Vorstellen wird sich dabei am Sonntag ab 14 Uhr mit dem SV Böblingen ein Gegner, der oftmals belächelt wurde, da er in der Vergangenheit ein recht unterschiedliches Leistungsniveau aufwies. Die Baden-Württembergerinnen tummelten sich immer wieder im Tabellenkeller und waren auch ein gern gesehener Gast in der Liga. Weil sich in den letzten Jahren kein Verein aus der 2. Liga entschied, in das Oberhaus aufzusteigen, schaffte Böblingen immer wieder den Klassenerhalt.

Böblingen kommt mit Grande Dame Gotsch

Um dem drohenden Abstieg – nach Beendigung dieser Saison muss auf alle Fälle eine Mannschaft runter – zu entgehen, hat sich das Quartett um die Grande Dame des deutschen Tischtennissports, Qianhong Gotsch, doch wesentlich verändert. Julia Kaim und Theresa Kraft gingen, dafür konnte man die Japanerin Mitsuki Yoshida verpflichten, die zuletzt in Tschechien bei Moravsky Krumlov tätig war. Die 35-jährige spielte schon in der Saison 2014/2015 mit sehr großem Erfolg bei den Baden-Württembergerinnen. Auch Kristin Lang, die damals noch für den ttc berlin eastside aktiv war, kennt Böblingens Neuzugang. Im Doppel lieferte man sich schon das eine oder andere Duell. Für das hintere Paarkreuz konnte man unter anderem Annett Kaufmann verpflichten. Die Erfolgsliste der 13-jährigen Landshuterin ist schon jetzt ziemlich lang. Unter anderem gewann sie heuer mit Naomi Pranjkovic bei den deutschen Schülermeisterschaften die Goldmedaille im Doppel. Bei der diesjährigen Junioren-WM holte sie mit der Mannschaft (unter anderem mit Pranjkovic) Bronze und im Mixed mit dem Kolbermoorer Mike Hollo Silber.

Diese Referenzen sind für Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs ein Indiz dafür, dass die Begegnung am Sonntag nicht im Vorbeigehen zu gewinnen sein wird. „Wir wollen zwar wiederum gewinnen, erwarten aber ein sehr schweres Spiel. Qianhong Gotsch ist sehr gefährlich“, gibt er zu bedenken. Die Begegnungen der letzten Saison sind ihm noch recht gut in Erinnerung. Da gewann man jeweils nur knapp mit 6:4.

Um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen, werden Kolbermoors Damen erneut zu fünft antreten. Wer dabei die Doppel und die Einzel absolvieren wird, ließ Fuchs bislang offen. Zu erwarten ist, dass Kristin Lang voraussichtlich auf Qianhong Gotsch treffen wird. Die Duelle der beiden Spitzenspielerinnen endeten zuletzt unentschieden. Und auch am Sonntag wird es wohl auf die Tagesform ankommen, wer das bessere Ende für sich hat. eg

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