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FUSSBALL

Schiri-Schelte auf Facebook: Spieler gesperrt

Schiedsrichter-Beleidigung ist nicht nur auf dem Fußballplatz strafbar. Für Bierschneider war es eine Premiere, in anderen Teilen Deutschlands hatte es vergleichbare Urteile bereits gegeben.

Das musste ein Spieler des SV Leobendorf erfahren, der den Unparteiischen nach dem dramatischen Aus seines Vereins in der Relegation auf „Facebook“ verbal massiv angegriffen hatte. Sechs Spiele Sperre wegen „unsportlichen Verhaltens“ und 150 Euro Strafe lautete das Urteil des Fußball-Kreissportgerichts Inn/Salzach unter dem Vorsitz von Altenmarkts Bürgermeister Stephan Bierschneider.

„Ich verstehe, wenn die Emotionen nach solch einem Spiel hochkochen, aber das ging noch tagelang so weiter und überschritt völlig die Grenzen des Geschmacks“, sagte er den OVB-Heimatzeitungen. Der Schiedsrichter und sein Obmann hatten die Einträge gesehen und den Spieler angezeigt. Sie sind auch zwei Wochen danach noch nicht gelöscht.

Die Chance auf den ersten Kreisklassen-Aufstieg der Vereinsgeschichte schien zum Greifen nah, als der SV Leobendorf nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel beim FC Bischofswiesen antrat. Doch dort überschlugen sich in der Nachspielzeit die Ereignisse. In der 94. Minute traf Bischofswiesen zum 2:0 – aus der Traum. Doch im Gegenzug traf der SVL zum 2:1 – der Aufstieg? Nein, denn das Schiedsrichter-Gespann hatte zuvor ein Foul erkannt, Leobendorf fühlte sich völlig verschaukelt.

„Der Moment, wenn du nach zwei Jahren harter Arbeit das Ziel zum Greifen nahe hast und in fünf Minuten, von zwei überheblichen, unfähigen Hunden um den Ruhm gebracht wirst“, kommentierte der Leobendorfer Spieler das am nächsten Morgen im sozialen Netz – mit einem Link auf den Rap-Song „Ihr Hurensöhne“. 22 „Likes“ von Besuchern seiner Seite waren der Lohn.

Noch Tage später legte der Kicker nach und warf dem Schiedsrichter mit wüsten Beschimpfungen vor, das Spiel absichtlich verpfiffen zu haben. Das ging den drei Sportrichtern zu weit: „Nur durch eine unumgängliche nachträgliche Sperrstrafe in nachhaltiger Höhe scheint es möglich, dem Spieler den Unrechtsgehalt seiner Tat vor Augen zu führen“, heißt es in dem Urteil. ah

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