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Gruppe Chiem trotzt der Corona-Pandemie

Interview mit Obmann Kurzmeier: „Für die jungen Schiedsrichter ein verlorenes Jahr“

SR-Obmann Sepp Kurzmeier beim einzigen Präsentslehrabend letzten September beim Höhensteiger in Westerndorf.
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SR-Obmann Sepp Kurzmeier beim einzigen Präsentslehrabend letzten Oktober beim Höhensteiger in Westerndorf. Im Hintergrund Michael Hofbauer.
  • Markus Altmann
    VonMarkus Altmann
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Die Corona-Pandemie sorgt auch bei den Schiedsrichtern im Amateurfußball für Stillstand. Allgemein gehen bundesweit die Zahl der gemeldeten Unparteiischen seit Jahren zurück, die aktuelle Phase könnte diesen Trend weiter verstärken. beinschuss.de hat bei SR-Obmann Sepp Kurzmeier nachgefragt, ob es in der Gruppe Chiem Abmeldungen gab, wie es mit den Auf- und Abstiegsregeln aussieht und ob er sich Sorgen um den Nachwuchs macht.

Der Ball im bayerischen Amateurfußball ruht weiterhin. Der Sport-Lockdown wirkt sich neben den Kindern und Jugendlichen, Spielern, Trainern und Vereinen auch auf die zahlreichen Schiedsrichter aus. „Natürlich ist es schwer, Menschen für etwas zu begeistern, das sie aktuell nicht ausüben können. Dies gilt im Grunde für Fußballer*innen gleichermaßen wie für Schiedsrichter*innen“, teilte der Deutsche Fußball-Bund zuletzt mit.

Die Zahl der gemeldeten Schiedsrichter geht zurück

Der DFB kämpft ohnehin mit Nachwuchssorgen und die Zahlen waren bundesweit zuletzt rückläufig. Zwischen 2018/2019 und 2019/2020 ging die Zahl der gemeldeten Schiedsrichter von 56 680 auf 51 884 zurück. Vor allem die Gruppe der unter 18-jährigen Männer schrumpfte - um über 18 Prozent.

Doch wie macht sich die Corona-Pandemie bei den Schiedsrichtern aus der Region bemerkbar? Gab es bereits erste Abmeldungen und wie läuft die Integration mit den Schiedsrichter-Neulingen? beinschuss.de hat bei Obmann Sepp Kurzmeier von der Schiedsrichtergruppe Chiem nachgefragt und ein Interview dazu geführt.

Kurzmeier: „Es ist vor allem für die jungen Schiedsrichter leider ein verlorenes Jahr“

Hallo Herr Kurzmeier, wie gehen die Schiedsrichter aktuell mit der erneut langen Aussetzung des Spielbetriebs um?
Sepp Kurzmeier: Wir müssen leider den Ausfall der Spiele genau so akzeptieren, wie die Vereine. Die Schiedsrichter hoffen natürlich, dass es bald wieder los geht. Mit den Bedingungen unter Corona hatten meines Wissens die Unparteiischen meiner Gruppe keinerlei Probleme bei ihren Spielleitungen.
Spüren Sie in Ihrer SR-Gruppe bereits Folgen der Krise, zum Beispiel durch Abmeldungen? Haben Sie die Befürchtung, dass nicht alle Refeeres nach Corona wieder auf den Platz zurückkehren?
Bisher Gott sei Dank nicht. Das wird sich aber sicherlich erst zeigen, wenn wieder gespielt wird, ob dann noch alle Schiedsrichter weiterpfeifen.
Wie haltet Ihr als Schiedsrichtergruppe in der aktuellen Zeit Kontakt zu den Schiedsrichtern? Und auf was wird derzeit der Fokus gelegt?
Wir als Gruppenführung haben seit dem Lockdown monatlich einen Online-Lehrabend angeboten, der von den Schiedsrichtern gut angenommen wurde und wird. In den letzten Wochen haben wir mit den Schiedsrichtern je ein Onlinetreffen für die Gespannführer Kreisliga aufwärts, Förderschiedsrichter, SR-Neulingen aus 2020 und einen offenen Schiedsrichterstammtisch durchgeführt, bei denen insgesamt über 100 Personen teilgenommen haben.
Welcher Folgen hätte ein Abbruch der Saison 2019/21 auf das Schiedsrichterwesen und ganz besonders für Eure Gruppe? Vor allem mit Hinblick auf Auf- und Absteiger?
Hier kann man noch keine konkrete Aussage treffen, da zuerst der Verband und Bezirk ihre Auf- und Abstiegsregeln anpassen müssen. Was ich für meine Gruppe sagen kann, ist es vor allem für die jungen SR leider ein verlorenes Jahr. Siehe Altersgrenze im DFB.
Ihr habt trotz der Pandemie im vergangenen Jahr neue Schiedsrichter gewinnen können, die aber noch keinen Einsatz hatten. Wie gelingt es euch, diese neuen Unparteiischen bei „Laune“ zu halten? 
Hier sind wir durch Mailverkehr und Onlinetreffen mir den Leuten in Kontakt. Beim Onlinetreffen waren fast alle Neulinge aus 2020 anwesend und sie alle brennen schon darauf, ihre ersten Spiele zu leiten.
Blicken wir in die Zukunft: Verliert auch das Schiedsrichterwesen mit Blick auf künftigen Nachwuchs durch die Corona-Pandemie ein bis zwei Jahre?
Hier muss man vor allem die Schiedsrichter sehen, die den Weg nach weiter oben wählen. Hier ist es natürlich durch das verlorene Jahr dann schwieriger voran zu kommen. Vor allem zählt hier vom Alter her jedes Jahr.
Herr Kurzmeier, vielen Dank für das Interview.

ma

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