FUßBALL

Schellenberg verlässt Kufstein schon wieder

Das war ein kurzes Intermezzo für Wolfgang Schellenberg: Erst Anfang Juli hatte der ehemalige Coach des TSV 1860 Rosenheim und langjährige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des TSV 1860 München beim Tiroler Regionalligisten FC Kufstein angeheuert.

Doch nun ist der Burghauser schon wieder weg. Per 1. September hat der 48-Jährige den Posten des Leiters der Akademie beim ambitionierten österreichischen Klub SK Austria Klagenfurt angetreten. In Kufstein hatte Schellenberg hervorragende Arbeit geleistet, die Mannschaft steht in der Regionalliga Tirol punktgleich mit dem Ersten auf Rang zwei.

Anfang Juli trat Schellenberg beim FC Kufstein die Nachfolge von Ognjen Zaric (auch einer mit 1860-Rosenheim-Vergangenheit), an, weil Zaric in den Nachwuchs des FC Basel wechselte. Nach sechs Spieltagen führt der FC Wacker Innsbruck II die Tabelle mit zwölf Punkten vor dem punktgleichen FC Kufstein an. „Die Zeit in Kufstein war kurz, aber erfolgreich“, sagt Schellenberg. Der wird den Tirolern auch in irgendeiner Form erhalten bleiben – in welcher, darüber wird noch verhandelt.

Dass Schellenberg nach knapp zwei Monaten seine Zelte in der Innstadt Kufstein von wieder abgebrochen hat, ist nachvollziehbar: „Der Trainerjob in Kufstein war nur nebenberuflicher Art. In Klagenfurt bin ich hauptamtlich angestellt“, erläutert Schellenberg. Wie so oft im Fußball, so ist auch dieses Engagement über Beziehungen gelaufen. Schellenberg hatte in seiner Zeit bei den Münchner Löwen Matthias Imhof kennengelernt. Erst war der heute 52-Jährige Spieler bei den Sechzigern, später leitete er zusammen mit Schellenberg das Nachwuchsleistungszentrum an der Grünwalder Straße. „Der Kontakt ist nie abgerissen“, lässt Schellenberg wissen. Imhof ist nun Geschäftsführer und Sportlicher Leiter in Klagenfurt, wo Schellenberg als Chef der Nachwuchs-Akademie einen Drei-Jahres-Vertrag unterzeichnete. Die Kärntner sind ein ambitionierter Club und peilen mit den Profis den Aufstieg in die Bundesliga an. dme

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