Schätzl und Rottmoser holen sich den Doppelsieg bei der Heim-WM

Das Stockerl im Weitenbewerb der Herren:Peter Rottmoser, Weltmeister Markus Schätzl und der Österreicher Philipp Baumgartner (von links). Kamhuber

Unterschiedlicher hätte die Einzel-WM im Weitenwettbewerb bei den 13. Weltmeisterschaften in Regen aus nationaler Sicht kaum enden können. Während die Herren mit Markus Schätzl vom SV Oberbergkirchen und Peter Rottmoser vom SV Schechen einen grandiosen Doppelsieg feierten, mussten sich die vier hochfavorisierten deutschen Weitendamen lediglich mit Bronze für Birgit Wagner vom ESV Mitterskirchen abfinden.

Regen– Die gute Auftaktweite des Österreichers Philipp Baumgartner (112,51) toppten Europameister Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) und Peter Rottmoser (SV Schechen) sofort im zweiten Durchgang mit Weiten auf 114,03 und 112,81 Meter. Mit einem starken vierten Versuch ließ Baumgartner Rottmoser noch einmal zittern. Allerdings blieb der Stock wieder exakt bei 112,51 Metern stehen. Hinter dem Top-Trio gab es im vierten und fünften Durchgang ständige Positions-wechsel an deren Ende sich Reinhold Beyerlein (TSV Friedenfels) und Lokalmatador Michael Späth (FC Altrandsberg) hinter den Österreichern Markus Weichinger, Markus Bischof und Manuel Wildhölzl mit den Rängen sieben und acht anfreunden mussten. Schätzl ist nach diesem Triumph Doppel-Weltmeister im Einzel und mit der Mannschaft. Rottmoser Team-Weltmeister und Vize-Weltmeister im Einzel. Die Ergebnisse:

Damen:1. Nina Neubauer (Österreich) 99,62; 2. Chrysanthe Psychogios (Australien) 98,84; 3. Birgit Wagner (ESV Mitterskirchen) 97,33; 4. Petra Winkler (Österreich) 96,58; 5. Annalena Leitner (SV Unterneukirchen) 95,84; 6. Evelyn Perhab (Österreich) 95,26; 7. Antonia Kachelmann (ESC Uehlfeld) 94,94; 8. Sabrina Miels (AC Neustift) 93,26.

Herren:1. Markus Schätzl (SV Oberbergkirchen) 114,03; 2. Peter Rottmoser (SV Schechen) 112,81; 3. Philipp Baumgartner (Österreich) 112,51; 4. Markus Weichinger (Österreich) 110,82; 5. Markus Bischof (Österreich) 107,66; 6. Manuel Wildhölzl (Österreich) 106,33; 7. Reinhold Beyerlein (TSV Friedenfels) 99,48; 8. Michael Späth (FC Altrandsberg) 99,29.

Gold für deutsche Damen im Mannschaftsspiel

Die dominierenden deutschen Damen schöpften mit einem ungefährdeten Finalsieg gegen Österreich hochverdient WM-Gold im Mannschaftsspiel ab. Angeführt von Ulrike Lachenmayer (TSV Peiting), besiegten Rebecca Jüngel (RSV Büblingshausen), Verena Gotzler (EC Gerabach), Regina Gilg (TSV Kühbach) und Franziska Lindner (TSV Peiting) den Erzrivalen klar mit 37:13. Bronze ging an Italien vor Slowenien. Dagegen mussten die Herren als Titelverteidiger mit Bronze vorliebnehmen. Kapitän Christoph Öttl (SC Zell), Andreas Greil (EC Moitzerlitz Regen), Manuel Schmid (FC Ottenzell), Florian Lechle und Matthias Peischer (beide FC Penzing) landeten hinter Gewinnter Österreich und Italien auf dem dritten Rang.

Die deutschen Nationalmannschaften holten im Zielschießen jeweils Silber beim Teamwettbewerb. Während sich die Damen damit wieder hinter Österreich einreihten, mussten die Herren den zuletzt 2018 in Amstetten geholten Titel wieder dem Dauerrivalen überlassen. Allerdings konnten Stefan Zellermayer (TSV Hartpenning), Matthias Peischer (FC Penzing), Thomas Elsenberger (EC Saßbach) und Manuel Schmid (FC Ottenzell) die Silbermedaille erhobenen Hauptes entgegennehmen. Denn Österreich und Deutschland lieferten sich einen spektakulären und atemberaubenden Zweikampf.

Auch bei den Damen gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Allerdings nicht um Gold, sondern beim Kampf um Silber. Dabei konnte Deutschland in der Besetzung Maria Empl (SV Gumpersdorf), Marina Dunstmair (TuS Engelsberg), Verena Gotzler (EC Gerabach) und Ulrike Lachenmayer (TSV Peiting) mit 280 Punkten Silber mit Glück und Geschick vor Italien (272) verteidigen. In einer eigenen Liga zielte Österreich mit 321 Punkten.

Zwei Titel im Zielschießen für Deutschland

Im Einzel lief es für Deutschland mit zwei Goldenen wieder wie geschmiert. Für die zwei WM-Titel sorgten Verena Gotzler vom EC Gerabach und Stefan Zellermayer vom TSV Hartpenning, die in Regen nervenstark ihre Vorrundenführung verteidigten. Gotzler hat sich mit einer überragenden Finalleistung zur Weltmeisterin gekürt. Die Vorrundensiegerin baute mit 160 und 181, dem besten Finaldurchgang aller 24 weiblichen und männlichen Zielschützen, ihr Sechs-Punkte-Polster auf beeindruckende 63 aus und gewann mit gesamt 651 Punkten vor der österreichischen Titelverteidigerin Simone Steiner (588) und der Slowenien Sabina Jancic Dobnik (571). Maria Empl vom SV Gumpersdorf landete am Ende auf dem vierten Platz.

Durch eine unfassbar abgebrühte Vorstellung fügte Zellermayer seinem vor einer Woche geholten Junioren-Gold nun noch den WM-Titel der Herren hinzu. Er triumphierte mit gesamt 716 Punkten vor dem favorisierten Österreicher Thomas Fuchs (708) und dessen Landsmann Matthias Taxacher (696). Vierter wurde Manuel Schmid vom FC Ottenzell. kam

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