NACH DEM UNFALL AM GARDASEE

Samerberger Radprofi Marcus Burghardt: „So schnell kann alles vorbei sein“

Diese drei Bora-hansgrohe Profis waren auch in den Unfall verwickelt. Von vorne nach hinten Marcus Burghardt, Andreas Schillinger und Maximilian Schachmann.
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Diese drei Bora-hansgrohe Profis waren auch in den Unfall verwickelt. Von vorne nach hinten Marcus Burghardt, Andreas Schillinger und Maximilian Schachmann.

Wir hatte überhaupt keine Zeit zu reagieren“, sagte der Samerberger Marcus Burghardt, Radprofi beim Raublinger Rennstall Bora-hansgrohe nach einem Unfall bei einer Trainingsfahrt am Gardasee.

Gardasee – Mehrere Fahrer des Raublinger Rad-Rennstalls Bora-hansgrohe haben sich bei einer Ausfahrt im Trainingslager am Gardasee bei einem Unfall mit einem Auto Verletzungen zugezogen. Betroffen sind die beiden deutschen Profis Rüdiger Selig (31) und Andreas Schillinger (37) sowie der für die Tour de France als Kapitän vorgesehenen Neuzugang Wilco Kelderman aus den Niederlanden. Alle drei Fahrer seien bei dem Unfall aber bei Bewusstsein geblieben, wie das Team aus Oberbayern mitteilte.

Rückenwirbelfraktur und Gehirnerschütterung bei Keldermann

Der 29 Jahre alte Kelderman habe sich eine Gehirnerschütterung und eine Rückenwirbelfraktur zugezogen. Schillinger erlitt Frakturen „der Querfortsätze an der Hals- und Brustwirbelsäule“. Bei beiden Profis wird eine konservative Behandlung angestrebt. Zur Dauer des Ausfalls machte Bora-hansgrohe keine Angaben. Selig erlitt keine Frakturen.

Marcus Burghardt kam mit dem Schrecken davon

Bei den Bora-Profis, die ins Hotel zurückkehren konnten, handelte es sich um Maximilian Schachmann, Marcus Burghardt, Anton Palzer und Michael Schwarzmann, wie cyclingnews.com berichtete. Das Quartett kam weitgehend mit dem Schrecken davon. Augenzeuge Marcus Burghardt vom Samerberg erklärte gegenüber den OVB-Heimatzeitungen: „Wir waren schon fünfeinhalb Stunden unterwegs und wollten nur noch die sechs Stunden vollmachen, wie es im Trainingsplan stand. Wir sind in Doppelreihen gefahren, etwa mit 40 km/h. Drei Kilometer hinter unserem Hotel kommt plötzlich ein SUV hinter einer Mauer rausgeschossen, wir hatten überhaupt keine Zeit zu reagieren.“

„Der schlimmste Unfall meiner Karriere“

Burghardt weiter: „Ich habe in meiner Karriere jetzt schon viele Stürze erlebt, aber das gestern war der schlimmste. Einfach weil es so eine Wucht hatte und alles so schnell ging. Es war wahnsinnig augenöffnend, wie schnell alles vorbei sein kann.“ re

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