Saisoneröffnung der Eisschnellläufer in Inzell: Tolle Zeiten bei perfekten Bedingungen

Die Österreicherin Vanessa Herzog stellte mit 37,62 Sekunden eine neue Jahresweltbestzeit auf. Wukits
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Die Österreicherin Vanessa Herzog stellte mit 37,62 Sekunden eine neue Jahresweltbestzeit auf. Wukits

Mit tollen Zeiten haben die Eisschnellläufer bei der internationalen Saisoneröffnung in der Inzeller Max Aicher Arena geglänzt. Die Eismeister hatten für die 195 Sportler aus 19 Nationen wieder perfekte Bedingungen geschaffen

Inzell –. Die perfekten bedingungen in Inzell nutzte vor allem Vanessa Herzog aus Österreich. Die 24-Jährige gewann sowohl die 500 als auch die 1000 Meter. Über 500 Meter setzte sich die Tirolerin im direkten Duell gegen die Olympiasiegerin Michelle de Jong aus den Niederlanden durch. Herzog stellte mit 37,62 Sekunden eine neue Jahresweltbestzeit auf. Nach dem Rennen meinte sie, dass sie von de Jong leicht behindert worden sei und schickte gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Es waren schon die Trainingsrunden sehr schnell. Beide Rennen waren gut, es geht aber noch schneller.“ Dabei war der Start der 500-Meter Weltmeisterin nach einem Sturz mit dem Fahrrad noch fraglich. Über die 1.000 Meter ging sie die erste Runde leicht verhalten an. Schließlich gewann sie aber in 1:15,45 Minuten vor Letita de Jong.

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Läufer auf den Niederlanden dominierten die Rennen

Insgesamt wurden die Rennen aber von Läufern aus den Niederlanden dominiert. Allerdings fanden die Wettkämpfe ohne Olympiasieger Sven Kramer statt. Er wurde, als er mit dem Fahrrad unterwegs in Inzell war, von einem Auto angefahren. Er zog sich dabei eine Knieverletzung zu. Ebenfalls einen Fahrradunfall hatte im September in der Nähe von Bernau der Norweger Sverre Lunde Pedersen. Der Weltmeister über 5.000-Meter zeigte sich davon gut erholt und gewann die 3000-Meter-Strecke in 3:39,97 Minuten.

Doppelsieg für Ireen Wüst

Einen Doppelsieg gab es für Ireen Wüst aus den Niederlanden. Sie gewann die 500- und 1500 Meter. Für Claudia Pechstein reichte es über 3000-Meter zum neunten Rang in 4:07,52 Minuten. Ein Ausrufezeichen setzte Patrick Beckert mit dem 4. Platz über 5000 Meter. Am Ende stand eine Zeit von 6:22,12 Minuten.

Inzeller Nachwuchstalente waren am Start

Nicht am Start waren die Geschwister Roxanne und Joel Dufter die sich in der Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften vom 8. bis 10. November auf ihrer Hausbahn befinden. Laut Vater Pino Dufter ist die Saisonvorbereitung dementsprechend abgestimmt. Am Start waren dagegen die Inzeller Nachwuchstalente Anna Ostlender, Josefine Heimerl, Felix Motschmann und Lennart Jasch. Sie sollten im Konzert der „Großen“ vor allem Erfahrung sammeln. „Das war schon sehr gut, mit den gelaufenen Zeiten bin ich sehr zufrieden“, so der verantwortliche Nachwuchstrainer Andreas Kraus. shu

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