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OBERLIGA PLAY-OFF-VIERTELFINALE SPIEL 4

Saison-Aus nach einem umstrittenen Tor

Die entscheidende Szene:Hier soll Lukas Steinhauer absichtlich das Tor verschoben haben.
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Die entscheidende Szene:Hier soll Lukas Steinhauer absichtlich das Tor verschoben haben.

Mellendorf – Was für ein erneutes Eis-Drama in der Wedemark!

Nach dem Torfestival im ersten Spiel in Mellendorf beim 6:5 fielen im gestrigen vierten Match lange Zeit überhaupt keine Tore – und dann das entscheidende Tor gegen die Starbulls Rosenheim erst sieben Sekunden vor Schluss. Patrick Schmid schoss die Oberbayern nach 59:53 Minuten in die Ferien. 2:1 (0:0, 1:0, 1.1) für die Hannover Scorpions, doch so ein Saisonende hatten die Starbulls nach dem 1:3-Gesamtstand in der Viertelfinal-Serie eigentlich nicht verdient, denn der Treffer war äußerst umstritten. Die Schiedsrichter gaben den Treffer erst nach längerer Beratung, wobei die Rosenheimer Spieler und Verantwortlichen schworen, dass die Scheibe nicht im Tor lag.

Technisches Tor?

Vielmehr schien es so, als hätten die Schiedsrichter auf ein technisches Tor wegen absichtlichem Verschieben des Tores in der letzten Spielminute entschieden.

„Siegen oder fliegen“ – das war das Motto für die Starbulls in der „Hus-de-Groot-EisArena“. Die Scorpions mussten auf Kapitän Sebastian Lehmann und Dennis Schütt verzichten, die ihre zweite 10-Minuten-Strafe erhalten hatten. Vorsichtig spielen, nur nicht allzu viel riskieren, abwarten, nicht in eine Falle tappen – das schien bei beiden Teams erstmal angesagt zu sein. Torchancen waren erst einmal eine Rarität. Daniel Bucheli hatte für die Rosenheimer zwar nach zwei Minuten die erste Chance, doch sie die einzige für längere Zeit.

Zehn Minute dauerte es, bis die Wedemarker zur ersten Möglichkeit durch Sean Fischer kamen. Danach stand Chad Niddery frei, scheiterte jedoch an Torwart Steinhauer. Bucheli war es, der nach zwölf Minuten die nächste Gelegenheit für die Rosenheimer hatte. Rohner versuchte es bei der ersten Strafzeit gegen Hannover – erfolglos. Gegen Ende des ersten Abschnitts tauchten dann die sehr defensiv agierenden Scorpions vor Steinhauer auf, der zweimal gegen Brian Gibbons und Fischer, der von rechts aus spitzem Winkel abzog, rettete. Eine Nullnummer nach 20 Minuten, die Partie war sehr taktisch geprägt.

Das zweite Drittel startete mit einer Doppelchance für Fischer und Niddery ehe sich Rosenheims Yannick Wenzel mit einem noch abgefälschten Schuss versuchte. Die Starbulls agierten in dieser Phase agiler, gefielen auch spielerisch. Nur: Sie machten daraus nichts. Nach 27 Minuten entschied Schiedsrichter Lenhart auf Penalty für die Scorpions, als Vollmayer als letzter Mann Niddery kurz vor dem Tor zu Fall brachte. Doch der Kanadier führte den Strafschuss nicht dynamisch genug aus, sodass Steinhauer parieren konnte – eine große Chance hatten die Niedersachsen leichtfertig vertan.

Als Sachar Blank nach der dritten Scorpions-Strafzeit gerade aus der Kühlbox kam und allein auf Steinhauer zustürmte, blieb der Starbulls-Goalie Sieger in diesem Duell. Auch der Rebound von Björn Bombis war nicht drin. Dafür klappte es für die Scorpions wenig später. Als Steinhauer nach einem Angriff auf dem Eis lag, checkte Gibbons die Situation blitzschnell und lupfte die Scheibe über ihn hinweg zum 1:0 für das Team von Trainer Dieter Reiß ins Tor. Kurz danach war es erneut Niddery, der einen starken Abend erwischte, der an Steinhauer scheiterte. Zwischenfazit nach 40 Minuten: Die Starbulls hatten zwar mehr vom Spiel, doch das Toreschießen hatten sie nicht erfunden.

So ging es auch weiter. Rosenheim am Drücker, doch es wollte einfach nicht klappen. Dafür kamen die Scorpions nach 44 Minuten zur ersten Powerplay im Spiel, als Bilek auf die Strafbank musste. Doch die Starbulls-Defensive war auf dem Posten. Hannover blieb bei der abwartenden Spielweise, riskierte wenig. Fabian Zick kam nur nächsten Gäste-Chance (52.), aber erneut ohne Glück im Abschluss – bis zur 58. Minute, als Michael Baindl den Puck in den linken Torwinkel bugsierte. Der Lohn aller Angriffs-Mühen!

Aber dann das: Letzter Angriff der Scorpions, im Getümmel drückt Patrick Schmid die Scheibe irgendwie über die Linie, das Tor ist verschoben. Schiri Lenhart und seine Assistenten beraten sich mehr als eine Minute, entscheiden dann: Tor für die Scorpions. Was für ein bitteres Ende für die Starbulls. Das Ende eines erneuten Dramas!

Hannover Scorpions - Starbulls Rosenheim 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) Tore: 1:0 (32.) Gibbons (Thomson, Patic), 1:1 (58.) Baindl (Draxinger), 2:1 (60.) Schmid (Bombis). Zuschauer: 1705. Strafzeiten: Hannover 6, Rosenheim 6.

Schiedsrichter: Lenhart.

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