Ruhpolding: Nach dem Weltcup ist vor der WM

In der Chiemgau-Arenaverfolgen die zahlreichen Zuschauer das Schießen hautnah von der Haupttribüne aus.
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In der Chiemgau-Arenaverfolgen die zahlreichen Zuschauer das Schießen hautnah von der Haupttribüne aus.

Ruhpolding – 80 000 Zuschauer sind an den fünf Wettkampftagen in die Chiemgau-Arena geströmt und tagtäglich herrschte am Abend im Champions-Park eine fröhliche Stimmung.

„Wir sind sehr zufrieden“, zog Ruhpoldinges Bürgermeister Claus Pichler, der auch Präsident des Organisationskomitees ist, ein positives Fazit. Er dankte vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern, die wieder unermüdlich im Einsatz gewesen sind. „Sie alle sind mit einer persönlichen Begeisterung dabei“, freute er sich. „Jeder denkt mit und jeder weiß, worauf es ankommt.“

Auch Frank Oette, der neue Geschäftsführer der Ruhpolding Tourismus GmbH, zeigte sich von seinem ersten Weltcup-Einsatz begeistert. „Es ist beeindruckend, wie sich die Ruhpoldinger in diesen Tagen als Einheit präsentieren“, sagte er. „Es läuft alles routiniert und souverän ab. Das nötigt einem Respekt ab.“

Engelbert Schweiger, der Leiter der Chiemgau-Arena und Generalsekretär des Organisationskomitees ist, freute sich ebenfalls über „einen hervorragenden Weltcup, der vom Zuschauer-Interesse unter den Top fünf ist“. Die Rahmenbedingungen seien mit dem vergangenen Jahr nicht vergleichbar gewesen. Diesmal sei es einfacher gewesen, ergänzte er, „aber natürlich hatten wir genauso viel Arbeit“.

Besonders schön findet es Claus Pichler, dass „die Heiterkeit, die herzliche Atmosphäre und die sportliche Fairness“ Jahr für Jahr bewahrt bleibt. Das zeichne die Biathlon-Familie eben aus, hob er hervor. Und Pichler hatte auch ein gutes Beispiel parat. Bei der Siegerehrung am Samstagabend im Champions-Park gratulierte einer der Norweger den Franzosen zu ihrem Staffel-Sieg mit einem Ständchen. Pichler fand das „eine sportliche Größe, gepaart mit Humor. Und das sind die netten Momente, die einem in Erinnerung bleiben“.

Und nach dem Biathlon ist in Ruhpolding bekanntlich vor dem Biathlon. Und so beginnen ab dem heutigen Montag bereits die Vorbereitungen für den Weltcup 2021 – und freilich auch für die Sommer-Biathlon-WM. Laut Oette ist die WM in dem Format, das erstmals in der Chiemgau-Arena ausgetragen wird, „eine Herausforderung, die uns sehr am Herzen liegt“. Es freut ihn besonders, dass viele Top-Athleten für die WM bereits ihre Zusage gegeben haben. „Für uns ist es die Chance, die Chiemgau-Arena auch ganzjährig nutzen zu können“, ergänzte er.

Der Karten-Vorverkauf für die Sommer-WM ist auch bereits seit einer Woche gestartet. „Er ist gut angelaufen“, freute sich der Tourismuschef. Zudem sei es perfekt, dass man im Rahmen der Sommer-WM auch das 100-jährige Bestehen des SC Ruhpolding feiern darf. Auch Schweiger sieht in der Sommer-Biathlon-WM „ein sehr spannendes Projekt“. Man habe bereits sehr gute Ideen, hob er hervor. Schweiger ist auch davon überzeugt, dass die Veranstaltung im Sommer ein Erfolg werden wird. „Wir machen das ja auch nicht zum ersten Mal“, hob er hervor. „Wir haben ja schon immer die deutschen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung hier im Herbst gehabt.“ Und auf dieser Basis werde man die Sommer-WM aufbauen, betonte Schweiger: „Ich freue mich drauf!“ bst

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