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Masern-Impfpflicht bleibt: Bundesverfassungsgericht weist Eltern-Klagen ab

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Nach einer gesundheitlich schwierigen Saison

„Die Heim-WM ist unser Hauptziel“: Biathletin Anna Weidel will wieder voll angreifen

Biathletin Anna Weidel will sich mit guten Leistungen im Weltcup für die Weltmeisterschaft empfehlen.
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Biathletin Anna Weidel will sich mit guten Leistungen im Weltcup für die Weltmeisterschaft empfehlen.
  • VonWalter Hohler
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Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu absolvieren, das ist für viele Athleten ein Traum. Für Anna Weidel könnte dieser Traum in Erfüllung gehen, wenn die WM in Oberhof startet. Dafür muss Weidel aber noch hart arbeiten.

Ruhpolding – Die vergangene Saison ist gesundheitlich bedingt zu einem Wechselbad der Gefühle geworden, nun will Biathletin Anna Weidel (WSV Kiefersfelden) aus dem Stützpunkt Ruhpolding in der Saisonvorbereitung wieder angreifen. Ihr größter Wunsch wäre es daher, in dieser Saison gesund zu bleiben. Gelingt dies, „will ich mich erst einmal für den Weltcup qualifizieren und dort auch möglichst die komplette Saison absolvieren.“

Schließlich will sich die Angehörige des Zoll-Skiteams im Weltcup auch für den großen Saisonhöhepunkt des kommenden Winters empfehlen: „Die Heim-WM in Oberhof ist natürlich unser Hauptziel“, spricht die 26-Jährige für sich und das gesamte Team.

Olympia stand unter keinem guten Stern

Im vergangenen Winter hatte sie sich sogar frühzeitig gute Chancen für den Saisonhöhepunkt – die Olympischen Winterspiele in Peking (China) – erkämpft. Sie war beim Weltcup-Auftakt in Östersund (Schweden) Neunte des Einzellaufs geworden. Überraschend kam dieser gute Start nicht, denn „ich habe mich da schon gut gefühlt. Wir hatten eine coole Trainingsgruppe, vor allem mit Tobi Reiter (Trainer der Lehrgangsgruppe Ib, d. h. dem Perspektivkader), und alle haben gut mitgezogen.“

Aber schon kurz darauf wurde Weidel erstmals krank, weitere gesundheitliche Rückschläge folgten. Immerhin konnte sie bei der Olympia-Generalprobe in Antholz antreten (26. im Einzellauf), doch Olympia stand für sie unter keinem guten Stern. Zunächst einmal musste sie abwarten, ob sie überhaupt als „Nummer fünf“ und damit als Ersatzfrau durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nominiert würde – denn ihre Stützpunktkollegin Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld) hatte ebenfalls mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Letztlich entschied sich der DOSB für Weidel – die daraufhin im Netz teilweise kräftig angefeindet wurde. „Erst haben sie die Hildi unfair angegriffen, als ich nominiert war, dann auch mich“, berichtet sie, „das wurde schon oft sehr gemein und persönlich.“ Doch die 26-Jährige sieht das gelassen: „Es gibt manche Leute in den sozialen Medien, die schimpfen halt immer.“ Wichtiger für sie war dagegen: „Die Franziska und ich hatten ja nie einen Streit.“

Olympia „für die Zukunft eine wichtige Erfahrung“

Dass die „fünfte Kraft“ in Peking ohnehin nicht eingesetzt wurde, lag nicht nur daran, dass die vier Stammkräfte fit waren. Zu allem Überfluss musste Weidel in China auch gleich noch in Quarantäne: „Ich saß im Flieger direkt vor Eric Frenzel (Nordische Kombination, d. Red.), der ja bei der Ankunft positiv getestet wurde“, berichtet sie. Die Folge: Als „nahe Kontaktperson“ durfte auch Weidel zunächst ihr Zimmer nicht verlassen. So konnte sie zunächst nicht einmal an die Strecken, um ihre Kolleginnen anzufeuern. Auch wenn die Spiele organisatorisch „ganz okay“ gewesen seien, „hat mich das nicht so richtig mitgenommen. Da ist jeder Weltcup spektakulärer.“ Als sie zumindest wieder raus durfte, „war es sehr kalt und man hat wenig anschauen können. Trotzdem ist es für die Zukunft eine wichtige Erfahrung“, weiß Weidel.

Erfolge beim IBU-Cup

Zurück in Europa war die Sportlerin des Stützpunkts Ruhpolding zunächst enttäuscht darüber, dass es nicht im Weltcup für sie weiterging. Doch ihr zweiter Platz beim IBU-Cup in Lenzerheide (Schweiz) im Super-Sprint „war dann eine schöne Bestätigung“, freut sie sich. Dass zum IBU-Cup-Finale in Ridnaun (Italien) noch der Sieg mit Marco Groß (SC Ruhpolding) in der Single-Mixed-Staffel folgte, tat ebenfalls gut.

Voll motiviert in die Vorbereitung

Durch den Urlaub nach der Saison „habe ich mich komplett erholt und bin jetzt voll motiviert“, freut sich Weidel auf die kommenden Wochen und Monate. Zumal sie nun der Lehrgangsgruppe Ia (also dem deutschen Topteam) angehört. Da sei man mit dem Trainerteam um Cheftrainer Kristian Mehringer, den neuen Disziplintrainer Sverre Olsbu Röiseland aus Norwegen und dazu am Stützpunkt Rüdiger Schöllmann und Andi Birnbacher sowieso gut aufgestellt.

Ein Vorteil sei es auch, dass Olympiasiegerin Denise Herrmann ihre Karriere fortsetze. „Das ist sicher gut für uns alle, denn man kann viel von ihr lernen.“ Auch Franziska Preuß sei eine wichtige Trainingspartnerin, zudem freut sich Weidel darüber, dass die routinierte Franziska Hildebrand weitermacht, „denn sie kann uns junge Sportlerinnen gut unterstützen.“

Daher sieht sie gute Voraussetzungen für die kommende Saison. Bleibt Weidel gesund, hofft sie, beim Saisonhöhepunkt in Oberhof nicht nur dabei zu sein, sondern möglichst auch den ein oder anderen Einsatz zu bekommen. who

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