World Team Challenge

„Ruhpolding ist immer parat“: Winterliche Chiemgau-Arena bietet für Biathlon eine perfekte Kulisse

Skijägerinnen im Schneetreiben: Das verschneite Ruhpolding bildete eine perfekte Kulisse für die World Team Challenge. Hier legen Franziska Preuß (Nummer 2), Dorothea Wierer (Nummer 3) und Denise Herrmann (Nummer 1) los.
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Skijägerinnen im Schneetreiben: Das verschneite Ruhpolding bildete eine perfekte Kulisse für die World Team Challenge. Hier legen Franziska Preuß (Nummer 2), Dorothea Wierer (Nummer 3) und Denise Herrmann (Nummer 1) los.

Ruhpolding statt Schalke. Keine Zuschauer statt 40 000 Biathlon-Fans. Im Corona-Jahr ist einfach alles anders – doch eines ist gleich geblieben: Die World Team Challenge (WTC) war einmal mehr eine gelungene Veranstaltung!

Ruhpolding– Ruhpolding statt Schalke. Keine Zuschauer statt 40 000 Biathlon-Fans. Im Corona-Jahr ist einfach alles anders – doch eines ist gleich geblieben: Die World Team Challenge (WTC) war einmal mehr eine gelungene Veranstaltung! „Wir können sehr zufrieden sein“, bilanzierte Herbert Fritzenwenger, der Erfinder und Organisator der WTC. „Es hat alles bestens funktioniert, und das unter sehr schwierigen Rahmenbedingungen“, ergänzte Fritzenwenger. Auch die Bilder, die aus der Chiemgau-Arena um die Welt gingen, seien eindrucksvoll gewesen, betonte Fritzenwenger, der auch Vorsitzender des SC Ruhpolding ist.

„Das hat es für uns aber nicht einfacher gemacht“

Pünktlich zum Anschießen der WTC-Starter hatte es heftig zu schneien begonnen. „Das hat es für uns aber nicht einfacher gemacht“, lacht Fritzenwenger. Doch „die motivierten Mitarbeiter haben einmal mehr alles gegeben“, dankte er dem eingespielten Team. „Sie können sehr stolz auf sich sein. Die Veranstaltung hat gezeigt, Ruhpolding ist immer parat!“

Die beiden deutschen Biathlon-Weltcups finden im Januar ja nacheinander in Oberhof statt, damit sollen während der Krise viele Reisen zwischen den Wettkampforten vermieden werden. Ruhpolding bleibt deshalb nur die Zuschauerrolle. „Mit einem weinenden Auge“ sieht Engelbert Schweiger, der Leiter der Chiemgau-Arena, nach wie vor diesen Beschluss. „Aber ich glaube auch, dass das die richtige Entscheidung gewesen ist“, betonte er – und war sehr froh darum, dass man sich jetzt zumindest bei der World Team Challenge präsentieren habe dürfen. „Es war eine perfekte Kulisse“, freute er sich. Das sah auch Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer so: „Biathlon gehört zu Ruhpolding, das liegt uns im Blut.“

„Biathlon lebt ja auch von den Zuschauern“

Eine besondere Situation war’s diesmal auch für Alexander Klammer, alias DJ Lumpi. Er sorgte auch diesmal für Stimmung – allerdings durften ja wegen der strengen Corona-Bestimmungen keine Fans in der Chiemgau-Arena sein. „Das war natürlich nicht schön“, betonte er, „Biathlon lebt ja auch von den Zuschauern“. Klammer selbst zog sein Programm aber „so wie immer“ durch. Nur diesmal spielte er eben teilweise auch ein wenig Zuschauer-Jubel mit ein. „Für die Sportler, die Betreuer und die Helfer.“ Auch Pfeifer fand es schade, dass die Fans diesmal nicht dabei sein durften. „Gerade auch bei uns in der Arena herrscht immer eine hervorragende Stimmung – und es steht eine regelrechte Wand hinter dem Schießstand.“ Bei der World Team Challenge fehlte „diese einmalige Stimmung“.

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Damit neigt sich jetzt auch das Jubiläumsjahr des SC Ruhpolding zu Ende. Der Verein ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Die Feiern zum Jubiläum fielen coronabedingt deutlich kleiner als ursprünglich geplant aus – unter anderem musste ja auch die Sommer-Biathlon-WM abgesagt werden. „Mit der World Team Challenge haben wir jetzt aber einen versöhnlichen Abschluss des Jahres hinbekommen“, fand Fritzenwenger.

In Ruhpolding laufen derweil die Planungen für den Biathlon-Weltcup im Jahr 2022 an. „Es sind aktuell natürlich viele Unsicherheiten da“, betont Schweiger. Bisher laufe alles planmäßig. Ein wichtiger Punkt ist dabei unter anderem die Füllung des Schneedepots. „Wir haben bisher schon sehr gute Ergebnisse erzielt. So gut wie die Bedingungen in diesem Jahr sind, waren sie schon lange nicht mehr.“ Auch deshalb hatten die Athleten ihren Spaß. (bst)

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