ERFOLGREICHE AUFHOLJAGD DER STARBULLS

Rosenheims Eishockeytrainer John Sicinski: „Zwei gewonnene Punkte nach 2:4-Rückstand“

Die 2:1-Führung durch den zweifachen Torschützen Kyle Gibbons.
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Die 2:1-Führung durch den zweifachen Torschützen Kyle Gibbons.
  • Thomas Neumeier
    vonThomas Neumeier
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Es hätte mehr sein können, die Starbulls Rosenheim hätten im Heimspiel der Eishockey-Oberliga Süd gegen die Lindau Islanders aber auch mit leeren Händen dastehen können. Am Ende musste die Verlängerung entscheiden.

Rosenheim– Nach einem hart umkämpften Spiel in der Eishockery-Oberliga blieben den Rosenheimer Spielern von Trainer John Sicinski zwei Punkte, nachdem sie einen 2:4-Rückstand egalisierten und in der Verlängerung den 5:4-Siegtreffer markierten. Der Starbulls-Coach ordnete das Resultat auf der Pressekonferenz positiv ein: „Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft. Ich sehe das als zwei gewonnene Punkte.“

5:4 nach Verlängerung: Fotoserie vom Starbulls-Heimsieg gegen Lindau

Starbulls Rosenheim - Lindau 5:4 nach Verlängerung
Starbulls Rosenheim - Lindau 5:4 nach Verlängerung
Starbulls Rosenheim - Lindau 5:4 nach Verlängerung
Starbulls Rosenheim - Lindau 5:4 nach Verlängerung
5:4 nach Verlängerung: Fotoserie vom Starbulls-Heimsieg gegen Lindau

Im ersten Drittel waren die Starbulls deutlich stärker

Das hätte Sicinski nach dem ersten Drittel wohl anders gesehen. Da waren die Starbulls das deutlich stärkere Team, auch wenn es nach dem frühen Rückstand durch Damian Schneiders gelungenen Abfälscher nur zum 1:1-Ausgleich von Kyle Gibbons gereicht hatte. Der Goalgetter traf in Überzahl, auch wenn sein Tor nicht gerade powerplay-üblich war, als er mit Raum vors Tor zog und einschoss. Die Rosenheimer hatten Möglichkeiten zuhauf, aber Tobias Meier, Simon Heidenreich, Curtis Leinweber, Michael Baindl, Kevin Slezak und Enrico Henriquez verfehlten das Tor oder scheiterten am wackeren Lindauer Goalie David Heckenberger. Eine schwache Chancenverwertung wollte Sicinski nicht ausmachen: „Wir haben mit die beste Offensive der Liga. Es würde nur etwas schiefgehen, wenn wir keine Chancen mehr hätten.“

Der 5:4-Siegtreffer durch den zweifachen Torschützen Tobi Meier.

Wunderbar freigespielt von Dominik Daxlberger

Eine dieser Möglichkeiten nutzten die Starbulls dann aber doch zur Führung. Erneut netzte Gibbons ein, diesmal wunderbar freigespielt von Dominik Daxlberger. Dann aber landeten die Rosenheimer auf der Strafbank – und die Mannen vom Bodensee nutzten dies. Und wie: Mit drei Powerplay-Toren binnen 379 Sekunden arbeiteten sich die Islanders einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus. Erst fälschte Florian Lüsch einen Schuss erfolgreich zum 2:2 ab, dann nahm Patrick Raaf-Effertz bei doppelter Überzahl genau Maß und brachte die Gäste in Führung. Und beim 4:2 schlich sich Andreas Farny hinter die Starbulls-Verteidigung und bekam den punktgenauen Pass von Simon Klingler auf die Kelle.

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Rosenheim meldet sich zurück: Meier mit seinem ersten Tor

Aber Rosenheim meldete sich zurück. Als Meier in Überzahl einen schön gespielten Pass von Tobias Draxinger verwertete, waren die Hausherren wieder im Spiel. Gibbons scheiterte dann am Lindauer Gestänge, ehe Heidenreich goldrichtig stand und die Starbulls-Schlussoffensive mit dem Ausgleich belohnte. „Es steckt viel Charakter in dieser Mannschaft. Sie hat den Glauben nicht verloren“, war Sicinski voll des Lobes.

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Der 2:2-Ausgleich für Lindau: Das erste von drei Powerplay-Toren in Folge.

Ein Riesen-Save von Andreas Mechel

Die Verlängerung dauerte nur 56 Sekunden – und beide Seiten hatten den Sieg auf dem Schläger. Aber Starbulls-Goalie Andi Mechel parierte stark (Sicinski: „Ein Riesen-Save“), Maxi Vollmayer spitzelte den Puck weiter auf Meier – und der brauste los und schoss zum Sieg ein. Die Rosenheimer Jubeltraube landete beim Torschützen, vergaß aber Mechel nicht, der sich gleich im Anschluss die Gratulationen abholen durfte.

Spielstatistik:Starbulls Rosenheim – EV Lindau Islanders 5:4 n.V. (1:1, 1:3, 2:0, 1:0). Starbulls: Mechel (Stettmer) – Kolb, Schütt; Vollmayer, Krumpe; Draxinger, Gottwald; Biberger – Daxlberger, Leinweber, Gibbons; Höller, Baindl, Henriquez; Slezak, Heidenreich, Meier; Stanik, Bakos, Lode.

Tore: 0:1 (3.) Schneider/Widen, Grünholz, 1:1 (17.) Gibbons/Leinweber, Draxinger – PP1, 2:1 (26.) Gibbons/Leinweber, Daxlberger, 2:2 (29.) Lüsch/Klingler, Ochmann – PP1, 2:3 (33.) Raaf-Effertz/Widen – PP2, 2:4 (34.) Andreas Farny/Klingler, Ochmann – PP1, 3:4 (41.) Meier/Draxinger, Leinweber – PP1, 4:4 (57.) Heidenreich/Slezak, Draxinger, 5:4 (61.) Meier/Vollmayer, Mechel; Schiedsrichter: Flad und Raijc; Strafminuten: Rosenheim 10, Lindau 8.

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