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Videobotschaft vom Meisterkeeper

Rosenheimer Meistertitel vor 40 Jahren: Karl Friesen trieb die Stürmer in den Wahnsinn

Karl Friesen mit Grüßen von der Videoleinwand: Da waren nicht nur die Meisterspieler überrascht.
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Karl Friesen mit Grüßen von der Videoleinwand: Da waren nicht nur die Meisterspieler überrascht.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Leider konnte Karl Fiesen der legendäre Rosenheimer Eishockey-Torhüter der 80er-Jahre am Dienstag nicht selbst im Stadion sein als seine ehemaligen Mitspieler auf das Eis kamen. Aber Friesen sendete eine Video- Botschaft an die Fans und die Spieler.

Rosenheim – Vor 40 Jahren, am 14. März 1982, wurden die Rosenheimer Eishockeyspieler erstmals deutscher Meister. Teile der Meistermannschaft trafen sich am Dienstag auf Einladung der Starbulls Rosenheim anlässlich des Play-off-Achtelfinalspiels gegen die Crocodiles Hamburg im Rosenheimer Eisstadion.

Einer, der leider nicht dabei sein konnte, war Karl Friesen. Er lebt wieder in Kanada und ist, wie er in einem Telefongespräch mit OVB-Sportredakteur Hans-Jürgen Ziegler erzählte, „seit 14 Tagen in Rente.“

Stoische Ruhe und unglaubliche Paraden

Der Bitte, kurzfristig eine Videobotschaft an seine ehemaligen Mitspieler, an die Fans und an die Starbulls Rosenheim zu schicken, kam er gerne nach. Und zwar so zuverlässig wie er früher als Torhüter agierte. Dabei trieb Friesen die gegnerischen Stürmer mit seiner stoischen Ruhe und seinen unglaublichen Paraden fast in den Wahnsinn. „Was er in den Play-off-Spielen 1982 hielt, war unglaublich. Was er aber beim dritten Spiel in Landshut im letzten Drittel ablieferte, ist kaum zu beschreiben. Da gewann er das Spiel ganz alleine“, ist Markus Berwanger noch heute entzückt über Friesens Leistungen.

Im Sommer zu Besuch in Rosenheim

„Natürlich erinnere ich mich an die Spiele gegen Garmisch, Landshut und an das Finale gegen Mannheim besonders gerne“, erzählt Friesen, der plant, im Sommer dieses Jahres endlich wieder nach Rosenheim zu kommen. „2020 war unser Besuch geplant, aber da hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Friesen, der immer noch viele Bekannte und Freunde in Rosenheim hat.

„Wir vermissen Rosenheim“, sagt der mittlerweile 63-jährige Ex-Nationaltorhüter, der 1980 frisch verheiratet mit seiner Frau Judith in das Abenteuer Deutschland startete: „Wir waren jung, und weil wir es in Rosenheim so gut erwischt haben, sind wir lange geblieben“, erinnert sich Karl Friesen.

Bei allen drei Rosenheimer Meisterschaften dabei

Er ist einer von vier Spielern, die alle drei deutschen Meistertitel mit Rosenheim gewannen. Dieses Kunststück gelang außerdem noch Markus Berwanger, Toni Maidl und dem leider viel zu früh verstorbenen Wacki Kretschmer.

Was ist Wetransfer?

Obwohl Friesen am Dienstag nicht in Rosenheim sein konnte, war er dank der heutigen Technik zumindest mit seinem Video anwesend. Und das in bester Qualität. „Ich habe ihn gebeten, das Video wegen der besseren Auflösung per ,Wetransfer‘ zu schicken. Was ist ,Wetransfer‘ fragte mich Friesen.

Eine kurze Schulung über Whatsapp und Minuten später hatte Friesen das Video geschickt“, berichtet Hans-Jürgen Ziegler und freute sich „mit dieser Ausnahmeerscheinung des Rosenheimer Sports wieder einmal Kontakt gehabt zu haben. Auch wegen ihm sind wir in den 80er-Jahren ins Stadion gegangen und waren auch auswärts bei jedem Play-off-Spiel 1982 dabei.“ Und natürlich beim alles entscheidenden 4:0-Heimspielsieg gegen Mannheim vor 9000 Zuschauern.

Hans-Jürgen Ziegler

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