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OVB-Exklusivinterview mit Coaches des SV Westerndorf und SV Schloßberg

Rosenheimer Lokalderby zum Auftakt der Fußball-Kreisliga: Warum die Trainer ein Feuerwerk erwarten

Franz Pritzl sieht das Spiel gegen Schloßberg als Bewährungsprobe für seine junge Mannschaft.
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Franz Pritzl sieht das Spiel gegen Schloßberg als Bewährungsprobe für seine junge Mannschaft.
  • VonMarinus Obermaier
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Ein Aufsteiger trifft zum Saison-Auftakt im Stadtderby auf einen Absteiger: Mehr Spannung hätte das Eröffnungsspiel der Fußball-Kreisliga nicht bringen können. SVW-Trainer Franz Pritzl und SVS-Trainer Helmut Faber sprachen vorweg mit der OVB-Sportredaktion über das Spiel und die Ziele der Vereine.

Rosenheim – „Der Ausgang ist völlig offen. Wir möchten gewinnen, aber da muss auch der Gegner mitspielen“, gibt Franz Pritzl die Marschrichtung vor. Der Trainer des SV Westerndorf hat die Ehre, mit seinem Team die neue Spielzeit der Fußball-Kreisliga einzuläuten. Gegner ist Aufsteiger und Lokalrivale SV Schloßberg-Stephanskirchen mit Trainer Helmut Faber, es kommt also gleich am ersten Spieltag zum Stadt-Derby und Duell Aufsteiger gegen Absteiger. Beide Trainer haben sich vorweg die Zeit genommen, um mit der OVB-Sportredaktion über die Saison und die Ziele beider Vereine zu sprechen.

Ist es eine große Ehre für Sie und ihr Team, dieses Eröffnungsspiel austragen zu dürfen?

Franz Pritzl:Das haben wir uns ja nicht ausgesucht. Es war auf Wunsch des Gegners, dass wir dieses Spiel vorverlegen. Es ist aber schön, dass wir die Saison in diesem Rahmen eröffnen dürfen. Wenn das Wetter passt, können wir schon mit 250 Zuschauern rechnen, damit wären wir zufrieden.

Helmut Faber will mit seinem Team schnell in der Kreisliga ankommen.

Helmut Faber:Auf alle Fälle. Bei so einem renommierten Verein wie Westerndorf, zu dem ich auch gute Verbindungen habe, ist es immer eine Ehre zu spielen. Es ist ein Lokalderby, ich rechne schon mit bis zu 400 Zuschauern.

Ist Ihr Team für den Saisonstart gerüstet?

Pritzl:Wir haben sehr viele Spieler verloren, die altersbedingt aufgehört haben oder weggegangen sind. Dazu haben wir drei Langzeitverletzte. Das ist viel Qualität, die uns abgeht. Erfahrene Bayernliga-Spieler wie Torben Gartzen und Michael Krauß oder auch in der Defenisve mit Christian Voit fehlen. Wir sind eine junge Mannschaft. Es ist ein großer Umbruch, da müssen wir uns erst finden. In den Testspielen gab es Licht und Schatten, gute Ergebnisse, aber auch teilweise katastrophale Leistungen. Es ist eine kleine Wundertüte. Wir werden ein bisschen Zeit brauchen, bis wir uns akklimatisieren. Wir müssten das erste Heimspiel gleich mal gewinnen. Wir sind der Favorit und wir wollen zuhause den Auftakt erfolgreich gestalten.

Faber:Es haben ja alle die gleichen Probleme: Es ist Urlaubszeit, die Studenten sind vielleicht noch nicht fertig, der ein oder andere ist krank. Aber die, die da sind, haben es sehr gut gemacht. Wir lassen uns überraschen, Jeder freut sich auf das Spiel gegen so einen guten Gegner.

„Schloßberg hat nichts zu verlieren“

Es ist gleich ein Derby zum Auftakt. Was erwarten Sie vom jeweiligen Gegner?

Pritzl:Schloßberg hat nichts zu verlieren. Sie sind Aufsteiger und werden sicherlich versuchen, uns da ans Bein zu pinkeln und uns das Leben schwer zu machen. Helmut Faber weiß, wie wir spielen, er wird seine Mannschaft sicher gut einstellen. Wir kennen uns schon lange und haben ein freundschaftliches Verhältnis. Das Spiel wird eine Bewährungsprobe für uns.

Faber:Ich kenne Franz Pritzl seit 30 Jahren. Ich weiß, dass er seine Mannschaft immer sehr gut eingestellt und dass er ein sehr guter Trainer ist. Verstecken werden wir uns nicht. Wir werden das, was wir letztes Jahr eine Klasse tiefer gespielt haben, versuchen, auch eine Klasse höher abzuliefern.

Wie lautet Ihr Ziel für die Saison?

Pritzl:Das Ziel ist, dass wir schnellstmöglich den Umbruch schaffen und eine Mannschaft werden. Da werden wir aber Geduld brauchen. Wenn wir zwischen Platz sechs und neun landen, wäre ich zufrieden. Aber wir müssen erst schauen, wie schnell wir den Umbruch schaffen.

Faber:Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Ich war überrascht über den Aufstieg, das war nicht geplant. Wir hoffen auf eine sorgenfreie Saison und dass wir uns der neuen Spielklasse schnell anpassen.

Kreisliga-Eröffnungsspiel am Freitag

Ehrgeiziger Bezirksliga-Absteiger gegen aufstrebenden Kreisklassen-Meister – das offizielle Kreisliga-Eröffnungsspiel hat es in sich. Eine Woche vor dem ersten Spieltag starten der SV Westerndorf und der SV Schloßberg-Stephanskirchen am Freitag 5. August um 19.30 Uhr in die neue Saison im Fußball-Kreis Inn/Salzach. Es ist das erste von 3954 Punktspielen, die von der Kreisliga bis zur C-Klasse bis zum 29. Mai 2023 angesetzt sind.

Drei Jahre ist es her, dass Kreisspielleiter Hans Mayer (Petting) zu einem Saison-Eröffnungsspiel eingeladen hat – damals in Siegsdorf gegen Schönau. Vor 350 Zuschauern siegten die Hausherren mit 2:0 – und stiegen am Ende der Corona-Saison 2019/21 als Tabellenerster auf. Ein gutes Omen auch für den SV Westerndorf? Der hat von den letzten acht Punktspielen gegen Schloßberg keines verloren – das letzte (4:1) ist allerdings schon mehr als fünf Jahre her.

Ein Anlass zum Feiern soll der Rosenheimer Derby in der Kreisliga 1 aber nicht nur für den Sieger auf dem Platz sein. Mayer hat alle 28 Kreisligisten eingeladen, sich vor den Zuschauern und den anderen Vereinen in der Halbzeitpause im eigenen Trikot zu präsentieren. „Wir wollen diesem Fußballfest einen würdigen Rahmen geben“, sagt er. Unter den Teilnehmern wird ein Spielball verlost.

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