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1860 liegt 12 Punkte hinter Relegationsrang

Rosenheimer Aufholjagd nicht belohnt – „Im Abstiegskampf ist jetzt ein Wunder nötig“

Das Tor zum 2:4 für 1860 Rosenheim erzielte Christoph Fenninger (links am Boden). Heimstettens Torhüter Maximilian Riedmüller war chancenlos.
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Das Tor zum 2:4 für 1860 Rosenheim erzielte Christoph Fenninger (links am Boden). Heimstettens Torhüter Maximilian Riedmüller war chancenlos.

Die Chancen auf den Klassenerhalt des TSV 1860 Rosenheim in der Fußball-Regionalliga werden immer geringer. Nach dem Gastspiel in Heimstetten beträgt der Abstand zum ersten Relegationsplatz satte 12 Punkte.

Kirchheim – Trotz perfekter Rahmenbedingunen mit Temperaturen knapp unter 20 Grad hatte sich der abendliche Ausflug nicht gelohnt. Im Kellerduell mit dem SV Heimstetten unterlag 1860 Rosenheim am Mittwochabend mit 3:4 (1:1) und steuert damit weiter scheinbar unaufhaltsam dem Abstieg entgegen.

78 Gegentore sind einfach zu viel

Der Abstand auf den ersten Relegationsplatz wuchs daurch auf zwölf Punkte an, auch Trainer Florian Heller räumte ein, dass „es jetzt schon eines Wunders bedarf“. Aufgeben freilich werde man nicht, „erst an dem Tag, an dem es auch rechnerisch feststeht“, wie Heller betonte. Doch selbst dann gehe es laut dem 40-Jährigen „darum, sich bestmöglich zu präsentieren, das ist auch eine Frage des Stils“. Eine Frage der Qualität ist indes der bisherige Saisonverlauf, wie auch Heller bekannte: „Wir haben jetzt schon 78 Tore kassiert – und die Saison ist ja noch nicht vorbei. Das ist einfach viel zu viel, da brauchen wir uns nichts vorzumachen.“

Führung für 1860 durch Dominik Bacher

Eben dieses Manko war es auch am gestrigen Abend, das den Rosenheimern im Münchner Osten das Genick brach. Dabei waren die Gäste perfekt in die Partie gekommen, bereits nach wenigen Minuten köpfte Dominik Bacher einen Eckball zur Führung ein (6.). Nur kurz darauf aber antworteten die Kirchheimer (Heimstetten ist ein Ortsteil) fast deckungsgleich: Sandro Sengersdorf traf ebenfalls nach einem Standard per Kopf (9.), nur war seinem Ausgleichstreffer ein Freistoß vorausgegangen. Dabei habe er vor dem Spiel ausdrücklich auf die Standardstärke des SVH hingewiesen, ärgerte sich der 1860-Coach.

Offenens und offensiv geführtes Spiel

Auch insgesamt gefiel dem Trainer der Auftritt seiner Mannschaft im ersten Abschnitt nicht, „zu träge und lethargisch“ wäre diese aufgetreten. Dabei hatte sich in der Folge ein offenes und offensiv geführtes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten entwickelt. Die beste Möglichkeit vergaben sogar die „Sechzger“, als erneut Bacher nur an einem grandiosen Reflex von Heimstettens Schlussmann Maximilian Riedmüller scheiterte (27.).

Spiele in wenigen Minuten aus der Hand gegeben

Nach dem Wiederanpfiff jedoch gaben die Gäste das Spiel in wenigen Minuten aus der Hand. Nachdem Lukas Riglewski einen Foulelfmeter zum 2:1 verwandelt hatte (48.), erhöhte Emre Tunc kurz darauf schon zum 3:1 (50.). Rosenheim aber wachte erst nach Sebastiano Nappos Treffer zum 4:1 (67.) auf.

„Erst als alles zu spät war“, bemängelte auch Heller, stemmte sich das Regionalliga-Schlusslicht doch noch einmal vehement gegen die Niederlage. Christoph Fenninger (73.) und Sam Zander (85.) brachten den TSV 1860 auf 3:4 heran, der Ausgleich aber wollte in einer hektischen Schlussphase nicht mehr gelingen. „Wenn das Spiel zehn Minuten länger dauert“, bilanzierte der Rosenheimer Trainer, „bin ich mir sicher, dass wir zumindest noch den Ausgleich machen“. Nach 96 Minuten aber pfiff Schiedsrichter Marco Achmüller die Partie ab und Rosenheim stand mal wieder mit leeren Händen da.

Seit nunmehr elf Partien läuft die Heller-Elf vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher, „das hat dann schon auch was mit Qualität zu tun“, resümierte der TSV-Coach, „wenn du gerade in den Spielen gegen direkte Konkurrenten, wo der Druck am größten ist, nicht in der Lage bist, zu performen“.

Planungen laufen längst zweigleisig

Die Planungen laufen längst zweigleisig, nach der bitteren Pleite im gestrigen Nachholspiel, das zuvor wegen des inzwischen überstandenen Corona-Ausbruchs beim TSV ausgefallen war, allerdings kann sich 1860 Rosenheim auf die Bayernliga vorbereiten. Schmerzhaft ist dies vor allem deshalb, weil auch gestern deutlich zu erkennen war, dass – zumindest offensiv – durchaus die Qualität für die Regionalliga vorhanden ist. Leichter aber werden die Aufgaben nicht: Am Samstag muss 1860 nach Illertissen, das auf Platz vier rangiert.

TSV 1860 Rosenheim: Brenner – Sattelberger, Kießling, Salkic (53. Kuchler), Richter – Demolli, Zander, Steinherr – Mensah (46. Benz) – Bacher (72. Jesse), Fenninger.

Tore: 0:1 Bacher (6.), 1:1 Sengersdorf (9.), 2:1 Riglewski (48., FE), 3:1 Tunc (50.), 4:1 Nappo (67.), 4:2 Fenninger (73.), 4:3 Zander (85.).

Schiedsrichter: Achmüller (Würding)

Zuschauer: 200

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