Nach langer Verletzungspause

Der Stimmungsmacher ist zurück auf dem Eis: Starbulls wieder mit Kapitän Baindl

Wieder zurück auf dem Eis: Starbulls-Kapitän Michael Baindl, der in Höchstadt sein erstes Punktspiel in dieser Saison bestreitet.
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Wieder zurück auf dem Eis: Starbulls-Kapitän Michael Baindl, der in Höchstadt sein erstes Punktspiel in dieser Saison bestreitet.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Kurz vor dem Saisonstart verletzte sich Stürmer Michael Baindl, musste fünf lange Wochen pausieren, doch jetzt steht er wieder auf dem Eis. Die Starbulls können ihren Kapitän am Freitag in Höchstadt und am Sonntag im Heimspiel gegen Weiden wieder einsetzen.

Rosenheim – Er fieberte auf der Tribüne mit, feuerte seine Jungs an, jubelte bei jedem Treffer der Starbulls als würde er selbst auf dem Eis stehen – am Freitag ist der Rosenheimer Kapitän Michael Baindl wieder mitten drin statt nur dabei, wenn die Starbulls in Höchstadt (20 Uhr) versuchen den nächsten Sieg zu landen. Am Sonntag, 17 Uhr, findet das nächste Heimspiel statt. Gegner sind die Blue Devis aus Weiden. Beide Spiele können die Rosenheimer Eishockeyfans wieder live auf Sprade TV verfolgen.

Michael Baindl wieder mit Alexander Höller

Michael Baindl verletzte sich während der Vorbereitung, fiel zwei Spiele gegen Landshut und Tölz aus, versuchte es im letzten Testspiel gegen Höchstadt, doch danach kam die Hiobsbotschaft: Baindl fällt mindestens sechs Wochen aus. Er selbst wollte am Dienstag 15. Dezember, in Lindau wieder spielen, doch jetzt klappt es bereits zwei Spiele früher. Baindl wird auf alle Fälle wieder an die Seite von Alexander Höller zurückkehren und „als Linksaußen kommen Dominik Daxlberger oder der junge Marc Bosecker in Frage“, verriet Trainer John Sicinski, der froh ist, dass sein Kapitän wieder dabei ist.

„Wir haben eine tolle Stimmung im Team“

„Super, wie er und die anderen verletzten Spieler das Team von der Tribüne aus gepusht haben. Wir haben eine tolle Stimmung im Team“, freut sich Sicinski, der natürlich die kleine Serie von drei Siegen in Folge mit seinem Team ausbauen will. „Wir fahren nach Höchstadt, um zu gewinnen, auch wenn es dort immer unangenehm ist zu spielen. Wir dürfen den Gegner unterschätzen, müssen unsere volle Leistung abliefern“, fordert Sicinski höchste Konzentration von seinem Team. Fehlen wird zumindest in Höchstadt Verteidiger Dennis Schütt wegen einer Fußverletzung.

Anerkennung für die Nachwuchsarbeit

Der Starbulls-Coach greift auch am Wochenende wieder auf die jungen Spieler aus dem U20-Team zurück und für Sicinski ist es keine Überraschung, dass die Nachwuchsspieler so gut eingeschlagen haben. „Ich beobachte die U20 seit eineinhalb Jahren. Hier leistet das Team um Trainer Rick Boehm ganze Arbeit. Dass so viele junge Spieler in der Oberliga spielen, ist eine große Anerkennung für unsere Nachwuchsarbeit“, erklärte John Sicinski. Auch, dass möglicherweise Enrico Henriquez mit der U20-Nationalmannschaft zu WM nach Kanada mitfahren darf, wäre eine große Auszeichnung.

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Der aktuelle Topscorer Henriquez fehlt den Starbulls zwar wegen des U20-Vorbereitungslehrgangs, aber „dass wir trotzdem siegen können auch wenn wir gegen Memmingen ein bisschen müde waren, haben wir zuletzt bewiesen“, sagt Sicinski und warnt noch einmal: „Wenn wir glauben, wir können locker nach Höchstadt fahren, weil wir die Spitzenteams Selb und Memmingen geschlagen haben, wird es eine böse Überraschung geben.“

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Weidens Topreihe ist sehr torgefährlich

Sehr gut besetzt ist Sonntag-Gegner Weiden, gegen das Rosenheim die ersten drei Punkte in dieser Saison eingefahren hat. „Das war eine enge Kiste, obwohl wir 4:1 gewonnen haben,“ erinnert sich der Starbulls-Coach. Vor allem die Top-Reihe der Blue Devis gilt es auszuschalten. Edgars Homjakovs, Nicholas Latta und Dennis Palka haben 19 von 34 Toren erzielt. Vor allem der Lette Homjakovs ist treffsicher und erzielte in elf Spielen zehn Tore, drei davon beim 5:2-Sieg in Füssen. „Wir haben ein Heimspiel und da haben wir den Vorteil, dass wir den letzten Wechsel haben und unsere beste Reihe aufs Eis schicken können“, weiß John Sicinski. Jetzt muss er nur noch einen Spieler finden, der auf der Tribüne „Stimmungsmacher“ Baindl ersetzt, denn der steht ja wieder auf dem Eis.

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