Eishockey-Oberliga Süd

Bei der 2:3-Starbulls-Niederlage in Höchstadt: Die Overtime dauert nur 14 Sekunden

Gefahr vor dem Rosenheimer Tor von Jonas Stettmer, dem besten Rosenheimer Spieler bei der Partie in Höchstadt. Rechts Kyle Gibbons, Torschütze zum 1:0.
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Gefahr vor dem Rosenheimer Tor von Jonas Stettmer, dem besten Rosenheimer Spieler bei der Partie in Höchstadt. Rechts Kyle Gibbons, Torschütze zum 1:0, und links der junge Verteidiger Michael Gottwald. Fotos
  • Hans-Jürgen Ziegler
    vonHans-Jürgen Ziegler
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Das hatten sich die Starbulls am Freitagabend in Höchstadt anders vorgestellt. Nach Verlängerung unterlagen die Rosenheimer mit 2:3. Während die Starbulls kurz vor Schluss die Riesenchance durch Tobias Meier zum Siegtreffer vergaben, trafen die Hausherren 14 Sekunden nach Beginn der Overtime.

Höchstadt ‒ Die Starbulls Rosenheim traten in Höchstadt erstmals wieder mit ihrem Kapitän Michael Baindl an, der sein erstes Saisonspiel bestritt und nach ein paar Minuten einen ersten Härtetest überstand. Nach einem Break prallte Baindl in die Bande – alles gut gegangen. Und das Spiel schien für Rosenheim zu laufen. Nach wackeligen ersten drei Minuten ging Rosenheim in Führung. Schön freigespielt von Curtis Leinweber ließ sich Kyle Gibbons völlig freistehend nicht zweimal bitten und verwandelte sicher. Die nächste Chance gehörte wieder Rosenheim, aber der durchgebrochene Meier wurde im letzten Moment von einem HEC-Verteidiger mit einem schönen Einsatz gestoppt.

Ex-Waldkraiburger erzielte den 1:1-Ausgleich

Höchstadt spielte gut mit und war nicht ungefährlich. Rosenheim hatte nach einem guten Überzahlspiel die großen Chance durch Gibbons zum 2:0. Das Tor aber machten die Gastgeber. Nach einem Puckverlust hinter dem eigenen Tor kam Guft-Sokolov zum Schuss, Stettmer hielt, doch im Nachschuss war der Ex-Waldkraiburger zur Stelle und verwandelte mit der Rückhand. Dieses Tor wollte er unbedingt machen und Rosenheims Abwehr ließ es leichtfertig zu. Und der Torschütze zum 1:1-Ausgleich hatte auch die nächste Chance und scheiterte an Stettmer.

Die Rosenheimer Führung lag in der Luft

Im zweiten Drittel hatte Rosenheim die erste Chance. Die Scheibe kam direkt auf dem von der Strafbank kommenden Leinweber, Pass zu Marc Bosecker, der an Torhüter Dirksen scheiterte. Rosenheim blieb am Drücker, hatte Chancen durch Höller und zweimal Daxlberger - die Führung lag in der Luft, mehr aber nicht. Denn plötzlich kam Höchstadt, übernahm das Kommando und ging im Überzahlspiel in Führung. Kostourek kam nach einer Parade von Stettmer an die Scheibe und verwandelte direkt. Höchstadt blieb dran und hatte sogar Chancen zum 3:1, aber der starke Jonas Stettmer verhinderte einen weiteren Treffer.

2:2-Ausgleich durch Dominik Daxlberger

Den besseren Start ins letzte Drittel erwischte Rosenheim und erzielte auch schnell den 2:2-Ausgleich. Dominik Daxlberger verwandelte aus kurzer Distanz eiskalt. Rosenheim blieb dran und wurde nur durch zwei Strafzeiten gestoppt. Fast eine Minute mussten die Starbulls eine 5:3-Unterzahl überstehen und schafften es dank Jonas Stettmer. Und dann hatte Michael Baindl die Riesenchance zum 3:2. Völlig frei vor Dirksen scheiterte er am Keeper. Das musste eigentlich die Führung sein. Die Partie war jetzt völlig offen und in den Schlusssekunden vergab Meier den Matchball und scheiterte nach Zuspiel von Leinweber an Dirksen. Overtime!

Die Verlängerung dauerte aber nur 14 Sekunden und dann schlug Höchstadt zu. Wie bei den anderen beiden Gegentoren war die Gegenwehr vor dem eigenen Tor zu gering und so konnte Martin Vojcak aus kurzer Distanz einschieben.

Bereits am Sonntag steht für die Starbulls das nächste Heimspiel auf dem Programm. Um 17 Uhr geht es gegen Weiden.

Spielstatistik: Höchstadt – Starbulls Rosenheim 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 1:0) n. V.

Tore: 0:1 (4.) Gibbons (Leinweber), 1:1 (16.) Guft-Sokolov (Aab), 2:1 (32.) Kostourek (Aab – PP1), 2:2 (42.) Daxlberger (Baindl, Vollmayer) 3:2 (61.) Vojcak (Kostourek).

Strafzeiten: Höchstadt 4, Rosenheim 8.

Zuschauer: keine

Schiedsrichter: Robert Ruhnau

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