Der Mr. Rosenheim

Georg Lenz ist seit zehn Jahren an der Jahnstraße. ru

Rosenheim – Seit 2002 ist der Griesstätter Georg Lenz beim TSV 1860 Rosenheim, seit 2010 im Herrenbereich.

Vor dem Spiel gegen den FV Illertissen spricht der 28-Jährige über die aktuelle Saison und Veränderungen im Laufe der Jahre.

1860 steht auf einem direkten Abstiegsplatz. Wie lautet die Marschroute gegen Illertissen?

Wir wollen uns unbedingt mit einem positiven Gefühl in die Winterpause verabschieden. Das gelingt aber nur, wenn wir stabil stehen und hinten die Null halten. Ob wir dann das Spiel über einen schönen Spielzug oder einen reingestocherten Standard für uns entscheiden, ist mir letztlich egal – Hauptsache, der Ball zappelt im Netz und wir können unser Punktekonto auffüllen.

Wie erklären Sie sich das Auf und Ab in dieser Saison?

Uns fehlt es an der Konstanz. Wir bekommen einfache Gegentore, was uns in vielen Partien früh ins Hintertreffen bringt. Außerdem haben wir mit Ludwig Räuber und Markus Einsiedler erfahrene Spieler verloren, die ein großartiges Gespür für das Team und die einzelnen Spieler hatten. Auch Dominik Haas und Michael Kokocinski hatten dies zu ihrer Zeit in Rosenheim. Das waren Urgesteine, die die Spieler und das Umfeld in- und auswendig kannten. Durch den Umbruch vor der Saison haben wir viele neue Spieler, die zweifelsohne diese Veranlagung mitbringen. Es wäre aber unfair, zu verlangen, dass sich ein solch blindes Verständnis über Nacht realisiert.

Sie sind seit zehn Jahren bei 1860. Wie bewerten Sie die fußballerische Entwicklung?

Der Fußball, besonders in der Regionalliga, hat an Dynamik und Athletik gewonnen. Das sieht man nicht nur an der Trainingssteuerung und dem Athletiktraining von Corox, das wir wöchentlich integrieren. Auch die Altersstruktur hat sich gewandelt: Es gibt jede Menge junger, agiler Spieler – mittlerweile ist man ja mit Ende 20 ein alter Hase.

Es gibt keine Saison, in der Sie weniger als 30 Pflichtspieleinsätze hatten. Wie ist dies möglich?

Mein Geheimnis ist, immer konstante Leistungen abzuliefern – damit überzeugt man schließlich jeden Trainer. Ich versuche, für den Trainer immer jener Spieler zu sein, der ihm beim Gedanken an die Aufstellung ein gutes Gefühl bereitet. Natürlich braucht man aber als Spieler auch hin und wieder den tragischen Zufall, dass sich Konkurrenten verletzen oder aussetzen müssen. Interview: mpo

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