Ringer holen Meistertitel

Schlug voll ein in dieser Saison: TVT-Neuzugang Zoltan Keri. Der Ausnahmekönner war allerdings meist wenig gefordert. Am Samstag spielte er aber wieder seine ganze Palette ab.

Aichach – Mit einer auch von den 200 Traunsteiner Zuschauern anerkennend honorierten Leistung, holten sich die TVT-Ringer am Samstag die Meisterschaft in der Landesliga Süd.

Im Duell Erster gegen Zweiten zeigte sich die Stefanov-Truppe dem TSV Aichach klar überlegen und gewann mit einem hohen 38:12. Vor dem letzten Kampftag (an dem der TVT nicht mehr auf die Matte geht) ist die Mannschaft damit uneinholbar vor Aichach in Front. Obwohl die Aichacher – nicht zuletzt auch durch die Tatsache, dass man mit zwei Ringern mit Übergewicht angetreten war – zu erkennen gaben, dass man sich in Traunstein nichts ausrechne oder nicht gewinnen wolle, machten umgekehrt die TVT-Ringer klar, dass die Gäste hier nicht gewinnen können. Zu stark und zielgerichtet war das couragierte Auftreten der Traunsteiner Ringer, die sich verdient mit dem Meistertitel krönen durften. Mattenleiter Klopf aus Unterföhring bot eine tadellose Leistung.

Am Ende des trotz aller Widrigkeiten spannenden Kampfabendes stand ein viel gefeierter 38:12-Sieg für den TVT fest, der sich in der Saison nach dem Rückzug aus der Oberliga als zum Teil haushoch überlegenes Team in der Landesliga Süd präsentierte.

Unklar ist für den TVT, in welcher Liga man im kommenden Jahr ringt. Würde das Führungsduo um Abteilungschef Hartmut Hille und Chefcoach Petar Stefanov der homogenen jungen Truppe doch noch gerne ein Jahr Zeit geben, bevor man mit einem Bayernligaaufstieg wieder Höhenluft schnuppert. „Aber das ist Zukunftsmusik. Jetzt freuen wir uns erst einmal über einen zum Teil imponierenden Durchmarsch in der Landesliga. Ich bin sehr stolz auf die Leistung unserer jungen Mannschaft und freue mich über das Zusammenwachsen als ein echtes Team“, betont Hille.

Zufrieden konnte sich Betreuer Nenad Prelic mit der Leistung der jungen Ringer in der Grenzlandliga zeigen. Zwar hatte man mit dem mehrmaligen Meister Olympic Salzburg einen von der Papierform her kaum bezwingbaren Gegner vor sich. Dennoch wuchsen einige der jungen Traunsteiner Athleten in dem Doppelkampf über sich hinaus. Ging der erste Kampf gegen die meist körperlich überlegenen Gäste noch denkbar knapp mit 17:19 verloren, so drehte man im zweiten Mattenduell den Spieß um und siegte mit 18:16. wz

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