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Nach Lewandowskis Rekordtreffer folgte der letzte Torschrei

„Heute im Stadion“-Reporterlegende Karlheinz Kas hört auf

Abschiedsgeschenk von den Bayern: Das neue Auswärtstrikot für Karlheinz Kas mit der Nummer 18. Die steht für 18 Meisterschaften, bei denen  der Rundfunkreporter  die Bayern stimmlich begleitete.
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Abschiedsgeschenk von den Bayern: Das neue Auswärtstrikot für Karlheinz Kas mit der Nummer 18. Die steht für 18 Meisterschaften, bei denen der Rundfunkreporter die Bayern stimmlich begleitete.
  • Hans-Jürgen Ziegler
    VonHans-Jürgen Ziegler
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Schuss, aus, vorbei: Karlheinz Kas, Reporterlegende der Kultsendung „Heute im Stadion“, hat am Samstag sein letztes Spiel kommentiert. Und das ging geschichtsträchtig zu Ende.

München/Trostberg/Rosenheim - „Sein letzter Torschrei“ lautete die Überschrift von Münchner Merkur-Chefreporter Günter Klein in seinem Rückblick auf die Reporter-Karriere des gebürtigen Rosenheimers Karlheinz Kas bei der Fußball-Kultsendung „Heute im Stadion“. Und als sollte es Günter Klein geahnt haben, als er schrieb: Das letzte Spiel. Vielleicht mit dem 41. Tor von Bayern-Star Robert Lewandowski. „Mein Torschrei“, kündigte Kas an, „würde so laut, den hört man außerhalb des Stadions.“

Beim Abschiedsspiel wurde es geschichtsträchtig

Dass dieser letzte Torschrei von „Kasi“ sogar geschichtsträchtig werden würde, konnte vor dem „Abschiedsspiel“ von Karlheinz Kas, der am Donnerstag zu Gast ist bei der Sendung „Ringlstetter“ (Bayerisches Fernsehen, 22 Uhr), keiner wissen. In der 90. Minute erzielte Robert Lewandowski seinen 41. Saisontreffer, überbot damit die Uralt-Marke von Gerd Müller aus der Saison 1971/72 um einen Treffer.

Rüffel von Uli Hoeness über den Kas-Jubel bei den Löwen

Einen schöneren Abschied für einen Radioreporter konnte sich Kas gar nicht wünschen. Schon im Vorfeld sagte der 66-Jährige über die Berichte in den Tageszeitungen von Passau bis über München hinaus, und über die Beiträge in Funk und Fernsehen: „Da haben sich 15 Leute in einer Sitzung überlegt, was sie alles machen. George Clooney würde in Hollywood nicht einen solchen Abschied bekommen.“ Und vielleicht dachte sich auch Robert Lewandowski: „Da warte ich bis zur letzten Minute mit meinem Tor und dann kann der Kasi lauter Tor schreien, als er es bei den Münchner Löwen je gemacht hat.“ Damals rüffelte ihn Bayern-Manager Uli Hoeness und forderte: „Hoffentlich schreien Sie bei uns auch so rein wie letzten Samstag bei den Sechzigern.“

Ein Bayern-Trikot mit der Nummer 18 ‒ für 18 Meisterschaften

Dieser Uli Hoeness ließ es sich am Samstag zusammen mit den Bayern-Vorständen Herbert Hainer und Karl-Heinz Rummenigge nicht nehmen Kas in der Halbzeitpause persönlich zu verabschieden. Mit Geschenken wie dem neuen Auswärtstrikot der Bayern mit der Nummer 18 für 18 Meisterschaften bei denen er die Bayern stimmlich begleitete.

Karlheinz Kas verabschiedete sich am Samstag nach dem Spiel des FC Bayern gegen Augsburg als Rundfunkreporter der Kultsendung „Heute im Stadion“

Da verschlug es Kas fast die Sprache

Eine große Ehre für Kas, dem es in diesem Augenblick – kaum zu glauben bei seiner Stimmgewalt - für ein paar Sekunden die Sprache verschlug. Einem, der in seiner Jugend bei Länderspielern den Ton ausschaltete und selbst kommentierte und der währende einer Reportage bei „Heute im Stadion“ schon mal Grüße an die Elektrobootfahrer an den Chiemsee schickte.

Fan von allen bayerischen Vereinen

Ein Trikot von den „Roten“, eins von den „Blauen“ zum Abschied – da stellt sich die Frage: Für welchen Verein schlägt denn nun das Herz von Karlheinz Kas? Für die Bayern oder für die Löwen? „Immer nur für die bayerischen Vereine. Egal ob Bayern, 1860, Augsburg Fürth, Nürnberg oder Würzburg. Fan war ich früher nur von Helmut Haller. Das war mein Vorbild“, verrät Kas.

Die Stimme von Karl-Heinz Kas in der Bayern1-Kultseindung wird fehlen und deshalb auf gut Bayerisch gesagt: „So ein Kas Kasi, dass du aufhörst.“

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