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„Ich bin wirklich super happy“

Rekordlauf von Namberger: Ruhpoldinger verteidigt seinen Titel beim Lavaredo-Ultra-Trail

Was für eine grandiose Vorstellung: Hannes Namberger hat beim Lavaredo-Ultra-Trail seinen Titel in neuer Rekordzeit verteidigt.
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Was für eine grandiose Vorstellung: Hannes Namberger hat beim Lavaredo-Ultra-Trail seinen Titel in neuer Rekordzeit verteidigt.

Mit einem neuen Streckenrekord hat der Ruhpoldinger Ultraläufer Hannes Namberger den Lavaredo-Ultra-Trail gewonnen. Mit dabei an seiner Seite war seine frisch gebackene Frau.

Ruhpolding – Turbulente Wochen liegen hinter Hannes Namberger. Der Ruhpoldinger Ultraläufer vom Team Dynafit musste wegen einer Corona-Infektion sportlich zunächst kürzer treten, sagte deshalb auch seinen geplanten Start beim Mozart100 in Salzburg ab. Dafür stand er jetzt erneut beim Lavaredo-Ultra-Trail an der Startlinie und verteidigte in Italien über die 120 Kilometer lange Strecke mit 5800 Höhenmetern seinen Titel – und das wieder mit einer neuen Rekordzeit! Privat gab’s für den 33-Jährigen auch einen ganz besonderen Tag: Er heiratete seine Lebensgefährtin Ida Leitner, die jetzt Namberger heißt.

Corona habe ihn nicht schlimm erwischt, erzählte Hannes Namberger im Gespräch mit unserer Sportredaktion. Dennoch ließ er sich mit dem Wiedereinstieg ins Training viel Zeit. „Wenn man zu früh wieder beginnt, kann das durchaus Folgen haben“, hob er hervor. Erst als er von den Ärzten grünes Licht bekommen hat, startete er wieder durch.

„Ich war sehr nervös“

Doch eine Teilnahme beim Mozart100 kam für den Bundespolizisten zu früh, deshalb suchte er sich eine neue Herausforderung. Seine Wahl fiel auf den Klassiker in Italien. Dabei hatte er mit dieser Entscheidung durchaus etwas Bauchweh, gestand er. „Ich war diesmal sehr nervös und das hat mich im Vorfeld wirklich viele Nerven gekostet.“ Warum? „Es ist ein Rennen mit sehr viel Prestige, zudem war das Elitefeld in diesem Jahr noch besser besetzt als vergangenes Jahr“, betonte er. Und als Titelverteidiger war er eben diesmal der Gejagte, alle Augen waren auf den Sieger von 2021 gerichtet, schließlich lief er bereits vor einem Jahr dort einen Streckenrekord.

Namberger, der auch mit der Startnummer eins ins Rennen ging, stellte sich dennoch dieser Herausforderung. Die Bedenken des erfahrenen Ultraläufers im Vorfeld waren am Ende auch völlig unbegründet, denn der Ruhpoldinger lieferte einmal mehr ein perfektes Rennen ab! „Ich bin wirklich super happy“, berichtete der Athlet. „Ich habe nicht gedacht, dass es möglich ist, dort erneut eine Rekordzeit zu laufen.“

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Doch Namberger schaffte das. Er blieb dabei diesmal sogar „unter der magischen Grenze von zwölf Stunden“. 2021 gewann er den Lavaredo-Ultrai-Trail in 12:02:12 Stunden, diesmal war er in 11:56:28 Stunden wieder im Ziel in Cortina.

Vorbei an allen Sehenswürdigkeiten

Namberger teilte sich seine Kräfte auf der Runde perfekt ein. Nach dem Start in Cortina – los ging es um 23 Uhr und für die Läufer stand eine lange Nacht bevor – geht es unter anderem an den drei Zinnen vorbei. „Es sind wirklich alle Sehenswürdigkeiten dieser Region dabei, das ist schon etwas ganz Besonderes“, betonte Namberger, der in diesem Jahr auch schon den Penyagolosa-Trail in Spanien mit einem neuen Streckenrekord gewonnen hat.

„Ich habe gemerkt, dass ich genug Kraft habe“

Zunächst lief er auf dem anspruchsvollen Trail in einer größeren Führungsgruppe mit. Doch nach und nach brachen immer mehr Läufer weg. Bei Kilometer 40 umfasste die erste Gruppe noch ungefähr 15 Starter. „Ab Kilometer 90 habe ich dann die Führung übernommen“, berichtete er. Und Namberger fühlte sich weiterhin gut. „Ich habe gemerkt, dass ich genug Kraft habe, dass ich das ins Ziel bringen kann.“ Wichtig sei auch gewesen, dass er vor der Mittagshitze schon wieder im Ziel gewesen sei, fügte er hinzu.

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Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Gian Marchet Schicktanz betrug am Ende über zehn Minuten. Der Schweizer benötigte 12:07:02 Stunden.

Vorwissen als Vorteil

Ein Vorteil sei auf jeden Fall gewesen, dass er die Strecke bereits gut aus dem vergangenen Jahr kannte, sagte Namberger. Und: Auch seine Verpflegungsstrategie ging einmal mehr perfekt auf – und dafür sorgte seine Ehefrau Ida Namberger. „Ohne sie würde das alles nicht funktionieren“, dankte Namberger ihr und ergänzte: „Es war ja auch unser erstes Rennen als Mann und Frau.“ Nambergers Leistung ist auch deshalb so hoch einzuschätzen, weil er seine sportliche Karriere neben seiner Arbeit als Bundespolizist meistert.

Saison-Highlight in Frankreich wartet

Nun steht in rund zwei Monaten für den Ruhpoldinger sein Saison-Highlight auf dem Programm. Er wird zum zweiten Mal beim Ultra-Trail du Mont-Blanc in Charmonix dabei sein. In Frankreich stehen dabei die besten Ultraläufer der Welt an der Startlinie, um 170 Kilometer und 10 000 Höhenmeter in Angriff zu nehmen. Im vergangenen Jahr wurde Hannes Namberger in diesem elitären Feld Sechster.bst

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