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Reiterberger auf internationaler Ebene

Markus Reiterberger mit Siegeskranz und einem seiner zahlreichen Pokale. Fotos Auer
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Markus Reiterberger mit Siegeskranz und einem seiner zahlreichen Pokale. Fotos Auer

Nachwuchsrennfahrer Markus Reiterberger aus Oberpirach bei Obing lässt die Konkurrenz seit Jahren aufhorchen und hat sich in der ADAC Mini Bike-Serie und im ADAC Junior-Team seine ersten Sporen bereits verdient.

In der vergangenen Saison fuhr er einmal mehr von Sieg zu Sieg und gewann überlegen den Yamaha R6 Dunlop- Cup. Heuer möchte der 17-Jährige sich als jüngster Starter im Superstock 1000 FIM-Cup beweisen. Damit soll der nächste Schritt folgen, um in einigen Jahren das große Ziel WM zu erreichen. Der FIM Superstock 1000- Cup ist eine Rennsport-Serie für Motorräder, die im Rahmenprogramm der europäischen Veranstaltungen der Superbike-Weltmeisterschaft stattfindet. Die Meisterschaft dient jungen Fahrern als Sprungbrett in die Supersport- und Superbike-WM.

Endlich ist das Paket für die neue Saison im Superstock 1000 FIM-Cup mit zehn Rennen auf europäischem Boden und zwei Gaststarts bei der IDM (Internationale Deutschen Meisterschaft), weitestgehend geschnürt und er hat einen der drei Plätze im französischen Garnier Alpha-Racing Team ergattert. Hier will sich Reiterberger in den kommenden Jahren weiterentwickeln, um sein großes Ziel, Profi im "Moto-GP", zu erreichen. Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz ist ihm auch seine Berufsausbildung zum Motorradmechaniker sehr wichtig und mit Zweirad Hungerhuber, hat er einen Ausbildungsbetrieb gefunden, der seine Karriere unterstützt.

Lange war nicht klar, für welches Team das Obinger Talent in der neuen Saison an den Start gehen wird. Angebote gab es reichlich, doch die finanziellen Mittel die Nachwuchsfahrer für Startgelder, Material, Reifen, Reisen und Verpflegung aufbringen müssen, liegen zwischen 50000 und 100000 Euro pro Saison. Beträge die, trotz treuer Sponsoren, wie einiger ortsansässigen Privatpersonen und Firmen sowie der Motorradfahrergemeinschaft Obing, nicht so leicht aus dem Ärmel zu schütteln sind, erzählt Vater Thomas Reiterberger. Nach vielen Verhandlungen habe sich schließlich eine gute und finanzierbare Lösung gefunden und Markus Reiterberger könne nun mit einer BMW S 1000 RR von Josef Hofmanns Alpha Racing Team an den Start gehen. Zwar fehlen noch rund 12000 Euro, doch Vater und Sohn sind zuversichtlich, dass sich noch rennsportbegeisterte Sponsoren finden werden, die den talentierten Nachwuchsfahrer direkt oder über den Motorradsportförderverein Oberbayern unterstützen wollen.

Zuversichtlich ist das junge Talent auch in sportlicher Hinsicht, die BMW taugt ihm gut und beim Fahrwerkstest in Valencia war er bereits schnell unterwegs. Beim Testwochenende in Aragon (Spanien) soll die Fahreigenschaft nochmals getestet werden, ehe die Rennmaschine dann zusammengebaut wird und es zum Saisonstart Mitte April in Assen (Niederlande) geht. Unterstützt wird er bei seinem Sport von einem kleinen Team, auf das er sich hundertprozentig verlassen kann. Als Chef-Mechaniker und wichtiger Ratgeber ist sein Vater immer an der Rennstrecke dabei, ebenso wie dessen Arbeitskollege Peter Dymarz, der gute Freund Alexander Größ und der zweimalige Vize-Weltmeister Ralf Waldmann, der aus seiner langjährigen Rennerfahrung wichtige Tipps geben kann. Sepp Haber und Ludwig Flug pflegen die Internetseite. Neben aller Professionalität kommt der Spaß nicht zu kurz. "Alle sind gut drauf und es gibt immer eine Gaudi", erzählt Markus Reiterberger, der sich mit der Musik von AC/DC auf Rennen einstimmt und selten nervös oder aufgeregt ist. Mit seiner Natürlichkeit und seinem sportlichen Erfolgen erfreut er sich einer ständig wachsenden Fangemeinde und die Autogrammwünsche nehmen nicht nur an der Rennstrecke zu.

Mittlerweile zieren rund 160 Pokale und Medaillen das Haus der Familie und zeugen vom außergewöhnlichen Talent und Ehrgeiz des Juniors, der sich seit seinem vierten Lebensjahr für Motorräder begeistert und für sein Hobby lebt. Viel Zeit für Freizeit bleibt dabei nicht, doch das ist für den jungen Mann kein Problem. Schließlich fiel der Apfel nicht weit vom Stamm und die ganze Familie ist motorradbegeistert. Die Mutter war bis zur Geburt des Sohnes selbst leidenschaftliche Bikerin. Heute arbeitet sie im Hintergrund, fiebert ebenso wie sein Bruder bei jedem Rennen mit und schickt so manches Gebet in Richtung Schutzengel. Der Vater fuhr zu Zeiten der Obinger Motorrad-Rennsportgrößen Adi Stadler und Markus Ober selbst erfolgreich Sandbahn-, Grasbahn- und Speedway- Rennen und wurde zum großen Vorbild für den Sohn, der schon früh beschloss, später einmal, wie der Vater, Sandbahnrennen zu fahren. Als ob der Vorbilder nicht genug, zog auch noch Motorsportlegende Waldmann in die Nachbarschaft und wurde schnell zum Förderer und Freund der Familie. Ebenso wie Stadler stellte "Waldi" die ersten Mini-Bikes zur Verfügung. Nach einer Sichtung in Ampfing wurde der talentierte Bub 2003 ins ADAC-Mini-Bike-Juniorenteam aufgenommen. Bereits in seiner zweiten Saison wurde er deutscher Meister (16 Rennen, 16 Siege) in der Einsteigerklasse. 2007 zählte er zu den 20 Fahrern, die aus weltweit 1100 Bewerbern ins Red Bull Moto GP Rookies Cup-Team aufgenommen wurden und im letzten Jahr konnte er den Yamaha R6 Dunlop-Cup gewinnen. ca

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