„Die Reiter versauern“ – Chiemsee-Pferdefestival: Erster Teil fällt aus

Große Sprünge– wie hier Selina Höger, 2019 mit Flintstone Zweite des Großen Preises – gehörten beim Chiemsee-Pferdefestival auf Gut Ising immer dazu. In diesem Jahr aber wird wohl zumindest der erste Teil des beliebten Festivals nicht wie geplant stattfinden können. Weitz

Die Unklarheit wegen der Corona-Krise betrifft immer mehr auch den Pferdesport. Davon betroffen ist auch das Chiemsee-Pferdefestival, das heuer vom 27. August bis zum 6. September in zwei „Etappen“ stattfinden sollte.

Ising – Das Chiemsee-Pferdefestival, sollte heuer vom 27. August bis zum 6. September in zwei „Etappen“ stattfinden. Jetzt steht fest: Bei rund 300 Sportlern mit etwa 450 Pferden sowie zahlreichen Zuschauern wird zumindest der erste Teil des Festivals vom Donnerstag, 27. August bis Sonntag, 31. August nicht wie geplant stattfinden können, da bis Ende August in Bayern alle Großveranstaltungen verboten sind.

„Wenn überhaupt, können wir allenfalls die zweite Turnierwoche stattfinden lassen“

„Wir könnten zwar mit den konkreten Planungen gut losstarten, aber wenn überhaupt, können wir allenfalls die zweite Turnierwoche (in dieser gibt es neben dem Springreiten auch Dressursport, d. Red.) stattfinden lassen“, erläutert Turnierleiter Josef Beilmaier auf Anfrage. Doch auch hier gelte es noch abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Selbst wenn das Pferdefestival stattfinden könnte, müsste man unter anderem vorab klären, wie es um die notwendigen Hygienemaßnahmen stünde – ebenso wie um die weiteren Voraussetzungen für eine solche Veranstaltung.

„Wir brauchen ja schließlich Sicherheit“

„Wir brauchen ja schließlich Sicherheit auch für die Sponsoren, für die geplanten Aufbauten und die Sportler selbst, ob und wie das stattfinden kann“, betont er. Denn solche großen Turniere hätten eine lange Vorlaufzeit. Kleinere Veranstaltungen dagegen könne man kurzfristiger organisieren – und daher hofft man, hier nach einer Lockerung der Sicherheitsmaßnahmen „vielleicht im Juli oder August“ zumindest regional begrenzte Turniere ausrichten zu dürfen. Die Sportler aus der Region sollten dann zumindest die Möglichkeit bekommen, wieder im Umland aktiv zu werden. Denn Beilmaier weiß: „Die Reiter versauern daheim.“ who

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