Reichertsheim möchte Niederlage aus Hinspiel ausmerzen

Sebastian Bockmeier muss wohl wegen Problemen mit den Knien pausieren. Foto Eschenfelder
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Sebastian Bockmeier muss wohl wegen Problemen mit den Knien pausieren. Foto Eschenfelder

Reichertsheim – Für den Fußball-Bezirksligisten SV Reichertsheim beginnt heute (15.30 Uhr) in Neuperlach gegen den SVN München die Rückrunde, einer bislang überragenden Spielzeit.

Einer Spielzeit, in der es für den SV immer noch ausschließlich darum geht, den Klassenerhalt möglichst früh zu sichern und dafür bis zur Winterpause möglichst viele Punkte einzufahren.

Dafür ist der heutige Gegner eine weitere Herausforderung. „Das ist ein Gegner, der einen Wahnsinns Lauf hat“, warnt Reichertsheims Trainer Michael Ostermaier. Nach dem 1:0 in Reichertsheim zum Saisonauftakt gab es für Neuperlach zunächst einmal vier Niederlagen und ein Unentschieden, ehe sie in die Spur fanden. Aktuell sind sie seit acht Spielen ungeschlagen, holten sechs Siege und zuletzt zwei in Folge: in Waldkraiburg (1:0) und daheim gegen Haidhausen (3:1).

Das Ergebnis: Neuperlach liegt mit 24 Punkten auf Platz fünf nur noch zwei hinter Reichertsheim (26 Punkte), die nach ihrer Herbstserie von neun Spielen ohne Niederlage zuletzt etwas aus dem Tritt geraten sind: Gegen die Spitzenmannschaften Forstinning (0:1) und Bruckmühl (1:3) gab es auswärts zwei Niederlagen und daheim gegen Buchbach ein 1:1.

Doch SV-Trainer Ostermaier möchte das zurecht nicht als Rückschritt werten: „Wir haben die Erwartungen bislang mehr als erfüllt. Wir waren auch gegen die Spitzenmannschaften nicht weit weg und müssen das ganz realistisch einschätzen.“

Und das bedeutet: Für den SV Reichertsheim geht es in erster Linie um den Klassenerhalt. Alles andere ist derzeit ein schöner Bonus. Dennoch möchte auch Ostermeier wieder in die Erfolgsspur. Da könnte – so paradox es klingt – Neuperlach gerade der richtige Gegner sein.

Das Hinspiel wurde zwar verloren, aber Neuperlach war nicht drückend überlegen. Ostermaier: „Das war ein klassisches 0:1“, das nur durch einen individuellen Fehler entschieden wurde und in dem auch der SV seine Chancen hatte. Außerdem werde Neuperlach als spielstarke Mannschaft auf dem eigenen Platz versuchen, das Spiel zu bestimmen.

„Das kommt uns auf alle Fälle entgegen“, so Ostermeier, der trotz der jüngsten Spiele am eigenen System nichts ändern möchte. „Wir wollen auf dem Aufbauen, was wir haben, und nichts durcheinanderbringen.“

Da reicht es schon, dass es personell wohl Umstellungen geben könnte. Sebastian Bockmaier plagen Knieprobleme.

Da ist der Einsatz noch fraglich. Für ihn wäre der genesene Felix Wieser eine Option, auch wenn es etwas zu früh wäre. Daneben steht auch Sebastian Pichlmeier wieder im Kader.

Die Spielanlage des Gegners, die Moral in der eigenen Truppe und ein Auswärtsspiel, das spricht alles dafür, dass es für Reichertsheim wieder ein erfolgreiches Wochenende werden könnte – und das wäre, mindestens einen Punkt zu holen.

Immerhin sind die Schützlinge des Trainer-Duos Michael Ostermaier und Elvis Nurikic auswärts mit fünf Siegen und 11:7 Toren das beste Team der Liga.

Neuperlach hat daheim bislang vier Siege und ein Unentschieden geholt, ist mit 16 zu acht Toren aber wesentlich treffsicherer. Ein Spiel auf Augenhöhe also, in dem sich Reichertsheims Abwehr erneut beweisen muss und die Stürmer Nadelstiche setzen können. ehc

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