Regionalligist 1860 Rosenheim zuversichtlich in die Frühjahrsrunde: „Die Hausaufgaben gemacht“

„Ein Abstieg würde uns nicht vom Weg abbringen“, sagt Hans Kroneck, der aber zuversichtlich ist, dass die Sechziger den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern schaffen.

Aktuell auf einem Relgationsplatz in der Fußball-Regionalliga Bayern geht der TSV 1860 Rosenheim trotzdem zuversichtlich in die letzten 12 Spiele und damit in den Kampf um den Klassenerhalt. Was unbedingt besser werden muss um das Ziel zu erreichen: Die Defensivarbeit.

Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim steht in der Fußball-Regionalliga Bayern vor dem Start in die letzten 12 Spiele der Frühjahrsrunde auf einem Relegationsplatz. Wie so oft in den letzten Jahren kämpfen die Sechziger um den Klassenerhalt, den sie im Vorjahr erst über die Relegation geschafft haben. Obwohl die Rosenheimer mit 52 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga haben, ist der Sportliche Leiter Hans Kroneck zuversichtlich, dass die Rosenheimer auch in diesem Jahr den Klassenerhalt schaffen.

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Trainer fertigten Gegentoranalyse an

Danijel Majdancevic (links) ist bald wieder im Mannschaftstraining mit dabei.

„Wir haben unsere Hausaufgaben in der Winterpause gemacht“, sagt der 49-jährige Ameranger, den nicht die Auswärtsschwäche (sieben Punkte) sondern vor allem die vielen Gegentore stören: „Ich unterscheide da nicht zwischen Heim- und Auswärtsspielen, sondern ich beziehe es auf die 52 Gegentore. Bei so einem Wert sind unsere 21 Punkte eine gute Ausbeute. Ich habe den Trainern als Hausaufgabe mitgegeben, dass sie mir eine genaue Gegentoranalyse vorzulegen haben. Und die Coaches haben in der Winterpause sehr hart gearbeitet, haben alles auf den Prüfstand gestellt.“ Die Erkenntnisse werden ab sofort im Training umgesetzt, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. „19 Zähler aus 12 Spielen - das ist eine große Aufgabe, aber wir werden Alles tun, um die Liga zu halten“, verspricht Kroneck.

„Wir wussten, dass es ein schwieriges Jahr wird“

Sollten die Sechziger trotzdem absteigen, wäre das laut Kroneck kein großer Beinbruch, weil auch dieses Szenario mit Kooperationspartner SpVgg Unterhaching vor der Saison einkalkuliert wurde: „Absteigen ist grundsätzlich immer ein Problem. Wir wussten vor der Saison, als wir viele Leistungsträger abgegeben haben, dass es ein schwieriges Jahr wird. Wir haben ja schon letztes Jahr den Klassenerhalt mit einer nominell stärkeren Mannschaft nur über die Relegation geschafft. Wir sind uns in der Führungsetage bei 1860 Rosenheim und Unterhaching einig, dass auch im Falle eines Abstiegs gar nichts passiert, sondern wir den gemeinsamen Weg konsequent weitergehen.“ Das heißt im Klartext: Ausbildung und Weiterentwicklung junger Spieler. Sollte es die Sechziger in dieser Saison trotzdem erwischen, „müssten wir versuchen sofort wieder aufzusteigen. Noch einmal. Ein Abstieg hätte weder wirtschaftliche noch personelle Auswirkungen“, wird Hansjörg Kroneck deutlich.

Neuzugänge aus Unterhaching?

Wieder fit: Alexis Fambo

Der Sportliche Leiter der Sechziger hofft noch auf Verstärkungen vom Kooperationspartner Unterhaching. „Wir sind in guten Gesprächen und es könnte sein, dass sich in den nächsten Tagen noch etwas tut“. Bis jetzt ist nur der 19-jährige Sam Zander fix (wir berichteten), der vom Bayernligisten Seligenporten kommt. Der Kontakt kam über den Berater von Zander zustande. Sam hat mit 17 Jahren schon in der Bayernliga gespielt und ist jetzt unter dem neuen Trainer nicht mehr so zum Zug gekommen. Er hat als Gastspieler schon bei einem Testspiel vor der Winterpause bei uns mitgespielt und dabei gegen den SB Rosenheim drei Tore erzielt und drei weitere Treffer vorbereitet“, berichtet Hans Kroneck.

Leistungsträger kommen zurück

Der hofft vor allem, das die Sechziger ab sofort von Verletzungen verschon bleiben und der Sommer-Neuzugang Nikolaj Madsen sein ganzes Potenzial abruft: „Er kann viel mehr, als er bisher zeigen konnte. Im Sommer fehlte ihm die Vorbereitung mit der Mannschaft. Jetzt hat es sich eingewöhnt und ist vom ersten Training mit dabei. Da dürfen wir und aus alle Fälle eine Leistungssteigerung erwarten.“ Zudem kehren mit Alexis Fambo, Danijel Majdancevic und Christoph Wallner drei Leistungsträger zurück. Fambo sofort, Majdancevic und Wallner sollen in Kürze ins Mannschaftstraining einsteigen und zum Saisonstart mit dem Heimspiel am 7. März gegen Nürnberg II fit sein.

Trainingslager in der Türkei

Für die Sechziger stehen wöchentlich vier bis fünf Einheiten und mehrere Vorbereitungsspiele auf dem Programm. Vom 16. bis 23. Februar geht es noch in Trainingslager nach Belek in der Türkei. „Dort spielen wir auch gegen einen rumänischen Zweitligisten und das letzte Testspiel vor dem Punktspielstart findet am 29. Februar gegen Liefering (2. östrreichische Liga) statt“, berichtet Kroneck dem noch etwas ganz besonders am Herz liegt: „Für uns ist nicht nur die Regionalliga-Mannschaft ganz wichtig, sondern auch unsere U18-Junioren. Mit denen wollen wir unbedingt den Klassenerhalt in der Bayernliga schaffen. Da sollen auch unsere beiden Neuzugänge Simon Kolb von 1860 München und Torhüter Lino Volkmer aus Garching mithelfen.“

Das Programm des TSV 1860 bis zum Punktspielstart

Samstag, 1. Februar, 14.30 Uhr, 1860 - SV Wörgl (Regionalliga Österreich), 8. Februar, 14.30 Uhr, 1860 - FC Pinzgau (Regionalliga Österreich), 15. Februar, 14.30 Uhr, 1860 - FC Deisenhofen (Bayernliga), 16. bis 23. Februar Trainingslager in Belek mit Spiel gegen einen rumänischen Zweitligisten, 29. Februar, 14.30 Uhr, FC Liefering (2. Liga Österreich) - 1860, Samstag, 14 Uhr, Punktspielstart 1860 - Nürnberg II. Alle Vorbereitungsheimspiele finden auf dem Kunstrasenplatz statt.

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