Das Puzzle neu zusammensetzen

Ausgebremst:Rekordspieler Ali Petrovic fehlt am heutigen Freitag und muss auf sein 247. Regionalliga-Spiel noch eine Woche länger warten! Buchholz

Buchbach – Bis zur 0:4-Niederlage am Sonntag bei der Viktoria in Aschaffenburg fügten sich die Puzzleteilchen beim TSV Buchbach zu einem recht ansehnlichen Bild, doch vor der Partie am Freitag um 19 Uhr gegen den VfR Garching müssen Markus Raupach und Andi Bichlmaier einige Bausteine ersetzen und so das Bild mit neuem Ansatz rekonstruieren.

Mit Aleks Petrovic, der eine Gelbsperre absitzen muss, fehlt am 15. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern vor allem das Passepartout, das im defensiven Mittelfeld als Teilchenbeschleuniger ebenso wenig wegzudenken ist, wie in der Offensive als „Kugelhalter“, der die Bälle festmacht. Markus Grübl, zuletzt immer wieder als rechter Zulieferer offensiv eingesetzt, hat in Aschaffenburg einen Nasenbeinbruch erlitten und Stefan Denk, der nach seinem Siegtreffer gegen Schalding gerade erst wieder in Form gekommen wäre, ist wegen einer Rotsperre raus. „Zwei Gesperrte und ein Verletzter in einem Spiel ist schon eine bittere Nummer“, so Raupach, der weiterhin auf Jonas Wieselsberger, Marin Culjak und Moritz Sassmann verzichten muss. Immerhin: Mit Christian Brucia und Patrick Walleth sind der in dieser Saison so treffsichere Topsprinter und der allzeit bereite Wadlbeißer mit dem präzisen Standardfuß nach Gelbsperre und Grippe wieder zurück.

„Wir sind schon etwas lädiert, ja gezeichnet und müssen schauen, dass wir unsere Stabilität wiederfinden“, sagt Raupach, zumal Maxi Hain und Thomas Leberfinger den Anfang der Trainingswoche erkrankt verpasst haben, versucht aber der Pleite in Aschaffenburg Positives abzugewinnen: „Bene Orth hat seine Sache gut gemacht und hat gezeigt, dass wir ihn jederzeit bringen können und Tobi Sztaf hat fast eine halbe Stunde wichtige Erfahrungen gesammelt.“

Zielsetzung des Buchbacher Trainers ist für den heutigen Freitag ein Punkt: „Wir leben im hier und jetzt. In unserer aktuellen Situation müssen wir am Boden bleiben und uns in Bescheidenheit üben. Wenn wir am Freitag einen Punkt holen, können wir uns als Sieger fühlen, weil wir Garching auf Distanz gehalten haben und unserem Konto ein weiteres Unentschieden hinzugefügt haben, das man zum Klassenerhalt braucht.“ Raupach weiß natürlich, dass der Druck bei den acht Punkte schlechter postierten Gästen deutlich höher ist, kann die Garchinger aber aufgrund ihrer sehr wechselnden Leistungen nur schwer kategorisieren: „Der Gegner hat mit seiner zentralen Achse unheimlich viel Qualität.“ Wenn’s am Ende heißt „Schwein gehabt“, sollten die Rot-Weißen einen Punkt oder gar drei Zähler holen, ist selbiges wahrscheinlich längst verzehrt, denn der Grillmeister öffnet um 18 Uhr den Kasten und schneidet die erste Portion auf. mb

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