Bei 90 Prozent Leistungsfähigkeit: Mühldorfer treffen auf Zschopau

Flo Gschwendtners Formkurve(im Angriff) zeigt steil nach oben. Auch Fabian Liemer (im Hintergrund) hat sich schon in der vergangenen Saison als Bereicherung des Teams herausgestellt. Enzinger
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Flo Gschwendtners Formkurve(im Angriff) zeigt steil nach oben. Auch Fabian Liemer (im Hintergrund) hat sich schon in der vergangenen Saison als Bereicherung des Teams herausgestellt. Enzinger

Aktuelles Interview: Volleyball-Coach Michi Mayer will sich mit dem TSV Mühldorf im Mitelfeld festbeißen – erstes Heimspiel am Samstag um 19 Uhr.

Mühldorf – Heimspielauftakt für Mühldorfs TSV-Volleyballherren in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Der VC Zschopau kommt am kommenden Samstag zum ersten Heimspiel in der 3. Liga nach Mühldorf (Mittelschule/Beginn 19 Uhr). Trainer Michi Mayer spricht im Interview über seine Erwartungen, aber auch über Stärken und auch Schwächen in seinem Team

Der Saisonauftakt ist geglückt, 3:0 gegen den MTV München, das erste Wochenende ohne Satzverlust. Dürfen wir eine ähnlich souveräne Saison wie im vergangenen Jahr erwarten?

Mit Sicherheit nicht. Die Gegner in der dritten Liga werden unsere Schwächen viel, viel mehr ausnutzen können. Auswärtsspiele sind über 500 Kilometer entfernt. Die ganze Liga ist eine ganz andere Hausnummer.

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Wie kannst Du es Dir erklären, dass die Mannschaft eine so große Schlagkraft hat. Man darf nicht vergessen, dass Flo Gschwendtner vor zwei Jahren noch Landesliga gespielt hat und Fabian Liemer Bezirksliga. Plötzlich sind sie Stammspieler in der 3. Liga…

Flo Gschwendtner hat in der Tat eine unglaubliche Entwicklung genommen. Das freut mich sehr. Fabian Liemer hat Nelson ein Spiel vertreten, direkt Stammspieler ist er noch nicht, aber auch er ist auf einem sehr sehr guten Weg. Beide Burschen trainieren enorm fleißig, dadurch wird man besser, so einfach ist das. Nicht vergessen darf man in dem Zusammenhang auch Charles Kahn. Wenngleich er wenig Einsatzzeiten bekommt, hat er schon einige enorm wichtige Punkte zum Erfolg der Mannschaft beigetragen.

Was ist das Erfolgsrezept der Mühldorfer Volleyballer, das letztendlich ja auch für den Aufstieg in Deutschlands dritthöchste Spielklasse verantwortlich war?

Die Brüder Brandstetter und Fabian Bartsch haben mit ihrer individuellen Klasse einige brenzlige Situationen während des Saisonverlaufs für uns entschieden. Dazu kam das nötige Quentchen Glück bei wichtigen Spielen. Einzig auf diese Faktoren zu setzen wird aber in der dritten Liga nicht reichen.

Was ist denn nötig, um in einer Liga zu bestehen, in denen lange Reisen bis nach Dresden, Jena oder Zirndorf anstehen?

Wir planen die langen Auswärtsfahren an zwei Tagen durchzuführen, das heißt einmal übernachten. Das kostet Geld. Herzlichen Dank schon mal an alle, die uns das ermöglichen.

Wen erklärst du zum engeren Favoritenkreis, wenn es um die Top-Drei-Plätze geht?

Dresden, Deggendorf, Dachau. Eine schöne Alliteration!

Welche Rolle wird Mühldorf spielen?

Vor fünf Jahren als wir schon mal aufstiegen, waren wir mit großen Zielen gestartet und ratz-fatz wieder unten. Wir müssen zusehen, dass wir uns im Mittelfeld frühzeitig festbeißen. Und wenn wir bis zum Schluss kämpfen müssen, dann eben bis zum Ende.

Wie zufrieden bist Du mit den Neuzugängen im Team der Mühldorfer? Welcher Spieler hat Dich in der Vorbereitung und auch nach den ersten Spielen sogar am meisten überrascht?

Überrascht, hat mich kein Spieler, ich bin mir bewusst, was die Buben zu leisten im Stade sind. Schön ist, dass fast alle bei 90 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit stehen.

An welchen Stellen würdest Du gerne noch Nachbesserungen wünschen?

Dazu kann ich nur sagen, dass ich mit meinem Kader sehr zufrieden bin.

Nach einer souveränen Saison in der Regionalliga: Kannst Du einen gewissen Hype in Mühldorf erkennen, genießt Volleyball gerade einen Aufschwung?

Aufschwung ist schwer zu sagen, Mühldorf ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten eine ganz große Nummer, insbesondere was die Jugendteams angeht. Schön, dass die ersten Mannschaft aufgestiegen ist, aber TSV Mühldorf bedeutet drei volle Hallen mit Jugendlichen, und da sind wir seit Jahren super aufgestellt.

Dein Tipp für das Spiel am Samstag gegen Zschopau?

Mühldorf siegt.

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