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Volleyball Mühldorf

Premiere dahoam: Bis zu 600 Zuschauer sind möglich in der Halle, die jetzt anders heißt

Es ist ein Jahr her, dass die Mühldorfer Volleyballer vor Live-Publikum gespielt haben. Dann kam Corona und die Zuschauerränge blieben leer. Am heutigen Samstag dürfen die Volleyballer wieder die Pforten öffnen, bis zu 600 Zuschauer sind möglich, allerdings herrscht Maskenpflicht.
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Es ist ein Jahr her, dass die Mühldorfer Volleyballer vor Live-Publikum gespielt haben. Dann kam Corona und die Zuschauerränge blieben leer. Am heutigen Samstag dürfen die Volleyballer wieder die Pforten öffnen, bis zu 600 Zuschauer sind möglich, allerdings herrscht Maskenpflicht.

Der TuS Kriftel kommt am Samstag zum ersten Heimspiel der Mühldorfer Volleyballer in Nutz-Arena an der Mittelschule. Die Mühldorfer Volleyballer haben im Vorfeld ihre neuen Sponsoren vorgestellt.

Mühldorf – Es war ein vielversprechender Saisonauftakt. Zwei Auswärtsspiele, das erste gegen den TSV Mimmenhausen, aktuell Platz vier der Tabelle, gewannen die Volleyballer des TSV Mühldorf knapp mit 3:2. Das zweite mussten sie in einem Krimi mit 2:3 gegen den aktuellen Tabellenführer TV/DJK Hammelburg verloren geben. Beides knappe Ergebnisse und die erwartet Trainer Heiko Roth auch für die weiteren Begegnungen: „Die Liga ist eine Wundertüte, jede Mannschaft kann jede schlagen“, urteilte der Trainer auf der Pressekonferenz, die eigens vor dem ersten Heimspiel einberufen wurde. So ist auch am heutigen Samstag, wenn der Tabellendritte aus Hessen, der TuS Kriftel, zum ersten Heimspiel nach Mühldorf anreist, alles möglich.

Alles ist drin in dieser Saison

Dass der Trainer mit seinem Blick auf eine ausgeglichene Liga nicht verkehrt liegt, bestätigen die Ergebnisse des TuS Kriftel: Die Hessen haben die starken Baden Volleys des SSC Karlsruhe geschlagen, die aktuell auf Platz zwei liegen, dafür aber gegen die Volley YoungStars Friedrichshafen verloren, die die vergangene Saison als Kellerkind abschlossen.

Mit einem Abstieg will Heiko Roth nichts zu tun haben: „Unsere Mannschaft ist stark, muss sich aber jedes Mal alles abverlangen und sich emotional puschen.“ Roth löste Michi Mayer als Cheftrainer ab, der nach erfolgreichen Jahren, in denen er mit der Mannschaft mehrfach aufgestiegen ist, etwas kürzertreten will.

Wesentlich ruhiger Chefcoach am Spielfeldrand

Auch für die Zuschauer ist der neue Mann am Spielfeldrand ein ungewohntes Bild. Während Michi Mayer gefühlt an der Seitenlinie mitspielte, die Siegerfaust reckte oder sich das Haar raufte, wirkt Heiko Roth wesentlich ruhiger: „Meine Priorität lag in den ersten beiden Spielen auf dem konzentrierten Beobachten“, erklärt Roth. Aber natürlich habe er sich über jeden gewonnenen Satz gefreut. Dazu gab es auch allen Grund: „Wenn die Mühldorfer so spielen, wie sie gestartet sind, dann haben wir auch gegen jede Mannschaft in dieser Liga eine reale Chance.“

Kriftel spricht bei Mühldorf von Topmannschaft

Auch der Gegner des kommenden Spiels, der TuS Kriftel, zollt Mühldorf Respekt und bezeichnete die Innstädter schon mal vorab als „Topmannschaft“.

Der Überraschungseffekt, von dem die Mühldorfer in ihrer ersten Saison als Liganeuling profitieren konnten, ist jedenfalls weg. Man kennt sich, weiß um die Aufschläge und Hinterfeldangriffe der Mühldorfer.

Mühldorf in der Zwangspause, andere Teams sammeln hingegen Spielpraxis

Trainer Heiko Roth ist klar, dass die Mannschaft nicht immer Vollgas fahren kann. „Eine Mannschaft macht die größten Fortschritte in den Spielen und nicht in der Vorbereitung“, betont er. Leider haben hier die Mühldorfer aufgrund der Hallensituation das Nachsehen: Die Turnhalle war wegen Trocknungsarbeiten geschlossen und nicht rechtzeitig wieder bespielbar. So mussten die Spiele gegen den GSVE Delitzsch und die L.E. Volleys Leipzig verlegt werden. Während die Mühldorfer eine Zwangspause einlegten, sammelten andere Mannschaften Spielpraxis.

Weitere Artikel zu den Mühldorfer Volleyballern finden Sie hier.

Doch die Spieler sind „heiß“ auf das Spiel am Samstag, wie Kapitän Thomas Brandstetter beteuert. Die Saison sei lang und die Begegnungen keine leichte Aufgabe: „Im Vergleich zur dritten Liga sind die Spiele wesentlich schneller, die Bälle härter“, bestätigt Mittelblocker Florian Gschwendtner. Er ist ebenso wie der Kapitän zuversichtlich, dass es der Mannschaft gelingen kann, an die vergangene Saison anzuknüpfen, sich wieder im Mittelfeld zu positionieren und sich im Idealfall zu verbessern.

Der Fokus liegt auf die Talente aus den eigenen Reihen

Trainer Roth sieht die Mannschaft gut aufgestellt. Mit Topspieler Leo Tille und Lorenz Welsch gewann der Verein zwei hochkarätige Neuzugänge. Zudem profitiere der Verein von der starken Nachwuchsarbeit und könne Talente aus den eigenen Reihen aufbauen.

60 000 gefahrene Kilometer in der vergangenen Saison

Ohne Beachevent und Zuschauer in der Halle fehlt das dringend benötigte Geld in der Vereinskasse, um die aufwendigen Auswärtsspiele finanzieren zu können.

Allein im vergangenen Jahr standen am Ende 60 000 gefahrene Kilometer. Zum Teil mussten 500 bis 600 Kilometer zu den Spielorten zurückgelegt werden. „Das muss der Verein erst einmal erwirtschaften“, so Abteilungsleiter Stefan Bartsch.

Die Halle trägt jetzt den Namen „Nutz“

Neben dem Zuschuss der Stadt sind vor allem die Sponsorengelder wichtig. Und Bartsch ließ sich was einfallen: Neben der seit Jahren prominent besetzten Netzkante, „der siebte Spieler auf dem Platz“, ist in diesem Jahr ein Namensgeber für die Mittelschulhalle hinzugekommen: Fortan finden die Spiele in der „Nutz-Arena“ statt. Und einen Vertrag über zwei Jahre konnte die Volleyballabteilung mit der Spielbank Bad Füssing abschließen.

Zuschauer sind eine wichtige Unterstützung für die Spieler

Außerdem hoffen die Veranstalter wieder auf viele Zuschauer, wobei die Eintrittsgelder nicht nur dem Verein guttun. Vor allem seien die Zuschauer eine wichtige Unterstützung für die Spieler, wie Kapitän Thomas Brandstetter betont: „Wir brennen darauf, wieder vor Zuschauern zu spielen. Das puscht uns enorm!“

Keine Begrenzung der Zuschauer und keine Abstandsregeln

In der Halle gelten heute, Samstag, die 3G-Regeln und Maskenpflicht. Dafür gibt es keine Begrenzung der Zuschauer und keine Abstandsregeln. Wer nicht in die Halle kommen will, kann das Spiel im Live-Stream (sportdeutschland.tv) verfolgen. Spielbeginn ist um 19 Uhr.

Bayernpokal gleich am Sonntag darauf - bei freiem Eintritt

Nach dem ersten Heimspiel am Samstag wartet am Sonntag, 10. Oktober, schon die nächste Herausforderung für die Mühldorfer Bundesligisten. Zum Pokalfinale kommen die Drittligisten aus Niederviehbach, Dachau und Eibelstadt in die Nutz-Arena der Mittelschule. Spielbeginn ist um 12 Uhr, nach der Auslosung werden bei freiem Eintritt zunächst die beiden Halbfinals gespielt, anschließend das Finale.

Der Sieger hat Heimrecht, wenn er dann am 24. Oktober gegen den Sieger aus dem Regionalverband Ost antritt. Der VC Dresden und die Blue Volleys aus Gotha, beides Zweitligateams, kämpfen um den Erhalt dieses Tickets. Wer dieses Spiel dann gewinnt, hat ebenfalls Heimrecht, wenn es dann in der ersten Hauptrunde des DVV-Pokals gegen den Erstligisten Herrsching geht.

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