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AUS DER STARBULLS-EISHOCKEYSTATISTIK

Peiting – ein Ort für Starbulls-Rekorde

Der Rekord-Verteidiger: Tobias Draxinger stellte mit seinen vier Toren in Peiting eine neue Oberliga-Bestmarke auf.  Ziegler
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Der Rekord-Verteidiger: Tobias Draxinger stellte mit seinen vier Toren in Peiting eine neue Oberliga-Bestmarke auf. Ziegler

Er war (außer dem nachverpflichteten Manuel Neumann) der letzte Neuzugang bei den Starbulls Rosenheim, und er scheint auch der wichtigste zu sein.

Tobias „Tobi“ Draxinger, der neue Kapitän, der schon in den Spielen davor seine mächtige Präsenz sowohl offensiv als auch defensiv bewies, setzte am Sonntag in Peiting ein erstes individuelles Highlight. Sicher ist Eishockey eine Mannschafts-Sportart, wie eine der Top-Phrasenschwein-Phrasen lautete, aber wenn ein Spieler, noch dazu Verteidiger, noch dazu auswärts, den auf eigenem Eis bis dato ungeschlagenen Spitzengegner mit vier Toren quasi im Alleingang abschießt, dann ist das ein Beleg für die Tatsache, dass auch das Kollektiv nicht ohne herausragende „Führungskräfte“ auskommt.

Hattricks für die Starbulls hatten in früheren Oberliga-Zeiten (außer Stürmern wie zum Beispiel Mondi Hilger, Ryan Smith, Dylan Stanley oder Andi Schneider) auch schon der Kanadier Ryan Fairbarn und Draxingers aktueller Mannschaftskamerad Matthias Bergmann als Blueliner feiern können (beide in der Saison 2008/09), aber vier Tore ist die neue Bestmarke. Und weil Draxinger auch noch zum weiteren Tor des Abends von Jussi Nättinen assistierte, stellte er auch so ganz nebenbei noch Bergmanns Verteidiger-Bestleistung von fünf Scorerpunkten in einer Partie ein. Nur Mondi Hilger hatte da einmal noch höher gegriffen, als er am 3. März 2006 bei einem 6:3 zwei Tore selbst erzielte und die restlichen vier vorbereitete. Und wo? Natürlich in Peiting!

Schnellster Dreierpack

Es war übrigens interessant, wie sich der Sieg am Sonntag von dem 4:0 gegen den ECP auf eigenem Eis vor einigen Wochen unterschied. Für das 4:0 war in erster Linie die starke Rosenheimer Defensive verantwortlich, die kaum ernsthafte Peitinger Chancen zuließ. Die Tore fielen dabei mehr oder weniger zwangsläufig. Diesmal dagegen erwies sich die Offensive (auch wenn sie wie erwähnt hauptsächlich von der blauen Linie ausging) als spielentscheidend. Die Starbulls ließen sich (anders als vor einer Woche in Landshut) auch durch einen ungewohnten Rückstand, noch dazu gleich zweimal, nicht aus dem Konzept bringen. Zwar gelang es den Gastgebern, von der erstmaligen Rosenheimer Führung (2:1) bis zum 3:3 mehr als vierzig Minuten lang ein Gegentor zu vermeiden, dann aber folgte binnen 4:24 Minuten der bisher schnellste „Dreierpack“ der Saison. Die kürzeste Spanne für drei Treffer waren bis dahin 15:30 Minuten gewesen, die die Starbulls für ihre ersten drei Saisontore (in Waldkraiburg) benötigt hatten. Und dass dieser Dreierpack im Schlussdrittel fiel, ist nicht ungewöhnlich. Anscheinend haben die Starbulls zur Zeit schlicht und einfach „den längeren Atem“. Beweis: Während von den bisher gespielten sechzehn Anfangs- und Mitteldritteln der jeweilige Gegner immerhin drei gewinnen und fünf remis gestalten konnte (Torebilanz 17:9 für die Starbulls), ist in den letzten zwanzig Minuten gegen die „grün-weiße Maschine“ meist kein Kraut mehr gewachsen. Lediglich Landshut konnte sein Schlussdrittel in den beiden Partien mit 1:1 beide Male ausgeglichen gestalten, in den restlichen sechs Begegnungen schossen die Starbulls mehr Treffer als der Gegner (Gesamtbilanz 14:3 Treffer).

Besonders Mitte des Schlussabschnitts drehen Mike Fröhlich & Co. mächtig auf. Von der 48. bis zur 50. Minute lautet das Verhältnis 5:0, ähnlich einseitig verläuft das Geschehen Mitte des ersten Drittels, wo die Starbulls von der 6. bis zur 13. Minute achtmal trafen und ebenfalls kein Gegentor zuließen. Und auch in der „Desaster-Phase“ mit 0:4 Treffern zwischen der 28. und der 34. Minute (wie letzte Woche an dieser Stelle erwähnt) gab es diesmal einen Lichtblick: Fabian Zick schoss in der 31. Minute das 2:1 gegen Regensburg. Und in diesem Spiel sahen sich Manuel Koflers Jungs mit einem ebenfalls neuen Phänomen konfrontiert, nämlich, dass der Gegner eine Starbulls-Führung ausgleicht, was den Regensburgern gleich zweimal gelang. Nur auf das „dreckige Tor“ von Thomas Reichel aus unmöglichem Winkel kurz vor Spiel ende hatten die Eisbären keine Antwort mehr, und Manuel Neumanns Empty-Netter erinnerte stark an Beppo Franks Treffer, die dieser vor zwei Jahren in zwei aufeinanderfolgenden Begegnungen ziemlich genau von dieser Stelle aus erzielt hatte. Ein Sonderlob auch noch für Luca Endres, der sich in seinen Feuertaufen gegen zwei Spitzengegner beachtlich schlug und so Lukas Steinhauer Zeit zur Regeneration ermöglicht. Und auswärts einen Penalty von einem abgezockten Routinier wie Ty Morris mit sieben Jahren Zweit- und vier Jahren Oberliga-Erfahrung zu entschärfen, ist sicher auch kein Zufall…

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