Das Pech gepachtet

Bad Aibling – Und wieder müssen die Fireballs Bad Aibling in der Basketball-Regionalliga einen sichergeglaubten Sieg Sekunden vor dem Ende abgeben.

Trotz langer Überlegenheit verloren die Kurstädter ihr Heimspiel gegen den Tabellendritten TTL Bamberg letztlich mit 71:72.

Die Gäste starteten besser in die Partie und forcierten wie erwartet ihr Spiel über Ferguson und Eisenhardt direkt am Brett. Bamberg führte schnell mit sieben Punkten und den gut 500 Fans im Firedome schwante bereits Böses, ehe Mario Hack Vazquez (21 Punkte) die Zügel in die Hand nahm und den Vorsprung binnen kürzester Zeit egalisierte. Die Hausherren spielten sich nun in einen frühen Rausch, vor allem durch aggressive Defense und viele daraus resultierende Transitionspunkte. Als Jo Wießnet (9 Punkte) einen solchen Schnellangriff mit einem krachenden Dunking abschloss, bebte die Halle frühzeitig. Aibling lag zum Ende des Auftaktviertels 23:14 in Front. Der zweite Abschnitt gestaltete sich nun ausgeglichen. Bamberg verlagerte seine Angriffsbemühungen nun mehr nach außen und punktete durch Daniel Krause. Auf Seiten der Gastgeber nahm nun Topscorer Simon Bradaric (25 Punkte) das Heft des Handelns in die Hand. Zur Pause standen so weiterhin neun Punkte Vorsprung auf der Anzeigetafel (42:33).

Im dritten Viertel gewannen die Gäste nun die Oberhand. Die Fireballs verzettelten sich in Einzelaktionen und vergaßen dabei, den Ball laufen zu lassen. Bamberg nutzte die Gunst der Stunde und kämpfte sich bis Viertelende auf einen Punkt heran. Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten. Die Fireballs führten lange, ehe Rob Ferguson in der Schlussminute die Gäste durch einen Dreier mit zwei Punkten in Führung brachte, Bradaric erzielte seinerseits einen Dreier nach einer Aiblinger Auszeit.

Nun überschlugen sich die Ereignisse. 20 Sekunden vor Ende hatte Bamberg Ballbesitz, nach dem Wurf der Gäste sicherte sich Mario Hack-Vazquez den Rebound und wurde von zwei Spielern zu Boden gerissen. Die Schiedsrichter entschieden auf Sprungball, und so behielt Bamberg den Ball. Ferguson tippte diesen sieben Sekunden vor Ende durch die Reuse. Im letzten Angriff gelang es den Hausherren nicht mehr, einen guten Wurf freizuspielen und verloren mit 71:72. Coach Guggenhuber: „Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Liga ein exzellentes Spiel abgeliefert. Leider wurden wir am Ende dafür nicht belohnt.“ re

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