Paukenschlag: Leo Haas zu Burghausen

Nicht mehr als Trainer-Gespann, sondern scheidender Coach und Nachfolger:Wasserburgs Abteilungsleiter Kevin Klammer mit dem künftigen Burghausen-Trainer Leonhard Haas sowie Niki Wiedmann und Robert Mayer (von links), die zukünftig Wasserburgs Bayernliga-Fußballer anweisen. Hain

Wasserburg/Burghausen – Die Weihnachtsfeier der Wasserburger Bayernliga-Fußballer sollte eigentlich besinnlich ablaufen und es sollte auf das erfolgreiche Jahr angestoßen werden, doch dann ergriff Leo Haas das Wort.

Der Wasserburger Erfolgstrainer verkündete, dass er ab sofort den SV Wacker Burghausen in der Regionalliga Bayern trainieren werde. OVB-Online hatte am Samstagabend exklusiv von diesem Paukenschlag berichtet.

Diese Nachricht traf die meisten der über 100 Anwesenden auf der Wasserburger Weihnachtsfeier sehr überraschend und unvorbereitet, woraufhin sich erst einmal Stille im Raum ausbreitete. Abteilungsleitung und Mannschaft waren bereits im Vorfeld über diesen Schritt informiert worden. Obwohl Abteilungsleiter Kevin Klammer nur wenig Vorlaufzeit hatte, präsentierte er noch auf der Weihnachtsfeier die Nachfolgelösung: Der bisherige Co-Trainer Niki Wiedmann und Torwart-Trainer Robert Mayer übernehmen und stehen für Kontinuität.

Leo Haas hatte die Löwen vor beinahe drei Jahren in der Kreisliga übernommen und bis in die Bayernliga geführt. Nun konnte er der Anfrage aus Burghausen nicht widerstehen, da er dort unter professionellen Bedingungen trainieren kann. „Mich hat die Nachricht von Leos Wechsel hart getroffen, da ich gehofft hatte, dass er noch lange bei uns bleibt. Ich wusste aber, dass dieser Tag irgendwann kommen wird, und verstehe seine Entscheidung, da er in den Profibereich gehört und wir diese Bedingungen nicht bieten können. Eines Tages hoffe ich, dass ich den Fern-seher einschalte, Leo in einer Profiliga an der Linie stehen sehe, und sagen kann: Leo hat bei uns in Wasserburg angefangen, wir sind stolz auf ihn“, so Abteilungsleiter Klammer.

Die Löwen haben in all den Jahren alles dafür getan, dass Haas in Wasserburg optimale Bedingungen vorgefunden hat und als Trainer bestmöglich arbeiten konnte. „Ich habe Leo immer bedingungslos unterstützt und werde auch voll hinter dem neuen Trainerteam stehen. Niki Wiedmann und Robert Mayer haben mein Vertrauen“, so Klammer, der alle Anwesenden auf den weiteren Weg einschwor. Robert Mayer genießt in der regionalen Fußballszene einen hervorragenden Ruf und arbeitete gemeinsam mit Tobias Strobl bereits erfolgreich als Co-Trainer in der Regionalliga beim TSV 1860 Rosenheim. Niki Wiedmann war die vergangenen drei Jahre bereits die rechte Hand von Leo Haas und soll nun sein Erbe erfolgreich weiterfüh-ren. In seiner Abschiedsrede bedankte sich der scheidende Haas für die Unterstützung und appellierte an alle Anwesenden, die begonnene Arbeit fortzuführen. Mit den Worten „Einmal Löwe, immer Löwe“ zeigte Haas seine emotionale Verbundenheit zum Verein.

Auf seine neue Aufgabe in Burghausen freut er sich aber schon, weiß allerdings auch, „dass es kein leichter Weg wird. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam aus der Krise kommen“. Immerhin gilt, erst einmal das Abstiegsgespenst aus der Wacker-Arena zu vertreiben. „Mit Leo haben wir unseren absoluten Wunschkandidat für unseren Verein überzeugen können. Ich bin mir sicher, dass wir mit ihm zu unserer alten Stärke zurückfinden und gemeinsam die Saison positiv abschließen“, sagt Burghausens Teammanager Karl-Heinz Fenk. Leo Haas (37), der die A-Lizenz besitzt, hat beim Regionalligisten an der Salzach einen Vertrag bis Sommer 2022 unterschrieben. Der Ex-Profi hat beim SV Wacker die bisherigen Interimstrainer Ronald Schmidt und Manfred Stutz als Co-Trainer sowie Anton Zeidler als Torwarttrainer an seiner Seite. jah/tn

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