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Bad Feilnbacher gehört zur Weltspitze

Para-Climber Florian Singer holt Silber in Innsbruck: „Wir waren besser als die Normalos“

Para-Climber Florian Singer in Aktion.
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Para-Climber Florian Singer in Aktion.

Para-Climber Florian SInger ist positiv in die neue Weltcup-Saison gestartet. In Innsbruck holte der Bad Feilnbacher Silber, und freute sich hinterher auch über die Leistungen seiner Para-Kollegen.

Bad Feilnbach – Knapp drei Monate hat Para-Climber Florian Singer nicht mehr in der Halle am Stützpunkt Inntal trainieren können, geschadet hat ihm dieser Umstand nicht, wie er beim ersten Weltcup des Jahres in Innsbruck eindrucksvoll bewies.

Florian Singer präsentiert stolz seine Medaille.

Training am Griffboard

Der Bad Feilnbacher, der für den Deutschen Alpenverein klettert, nutzte die hallenlose Zeit, um an seiner Griff- und Maximalkraft zu arbeiten: „Ich habe zuhause am Griffboard, das ist ein Brett mit verschieden tiefen Einkerbungen, viel Maximalkraft aufgebaut. Da hing ich täglich eineinhalb Stunden dran, aber mit Pausen.“ Dennoch gibt es auch noch etwas, an dem er arbeiten kann: „Meine Trainerin sagt, ich muss an meiner Fußtechnik arbeiten.“

Knappe Entscheidung um Gold

Dass ihm das Training viel nutzte, zeigte der 23-Jährige dann beim ersten Weltcup in Innsbruck. In der Klasse RP1 kletterte der Athlet erst ins Finale, um dort dann nur knapp an Teamkollege Korbinian Franck zu scheitern: „In der ersten Runde bin ich durchgestiegen, die war leicht. In der zweiten Runde bin ich bis zur Hälfte gekommen, da dachte ich, es ist vorbei, aber auf einmal hieß es Finale.“ Dort kletterte Singer bis zu 43 Punkten und sicherte sich Silber, sein Teamkollege Franck setzte sich mit 43+ Punkten knapp vor ihn.

Wechsel in die Klasse RP1

„Vorher war ich in der RP2, aber jetzt meinten sie, dass ich „mehr behindert“ bin, deswegen war ich diesmal in der RP1. In der RP2 habe ich gar keine Chancen, deswegen war ich echt erleichtert“, erklärt Singer. In welcher Klasse man antritt, bestimmt ein vierköpfiges Komitee vor Ort: „Die schauen sich die Athleten an und wollen, dass man den Arm oder das Bein hebt, und sagen einem dann, wie behindert man ist.“ Singer ist ein Grenzfall, wie er selbst zugibt: „Meine Beine sind RP2, aber meine Arme RP1.“

„Wir waren besser als die Normalos“

Insgesamt verlief der Weltcup für das deutsche Team positiv. „Die Deutschen haben sieben Medaillen abgeräumt. Wir waren besser als die Normalos“, scherzt Singer und fügt hinzu: „Die nicht-behinderten Deutschen haben nicht so gut abgeschnitten.“ Ein Ergebnis, das den Para-Athleten sehr gefällt: „Wir haben mit dem Trainer der Normalos Späße gemacht und gesagt, dass es die Paras wieder herausgerissen haben“, freute sich der Bad Feilnbacher über die Erfolge.

Die nächsten Wettkämpfe für den 23-Jährigen starten schon an diesem Wochenende. Am Samstag, den 2. Juli, tritt Singer beim Master in Imst in Österreich an, die Woche darauf findet der nächste Weltcup in Villar-sur-Ollon in der Schweiz statt.obe

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