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„Papplikum statt Publikum“

Traunstein/Oberstdorf – Die Vorfreude steigt: Bereits seit Samstag ist Skilangläufer Jonas Dobler (SC Traunstein) in Oberstdorf, wo die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften ausgetragen werden.

Während bereits am Donnerstag die Sprints auf dem Programm stehen, geht es für die Distanzspezialisten Dobler und Lucas Bögl (SC Gaißach/Stützpunkt Ruhpolding) am Samstag mit dem Skiathlon erstmals richtig zur Sache. „Das ist ein attraktives Format“, freut sich der Traunsteiner. Ebenso wie darauf, bei der WM ein „Heimspiel“ zu haben – wenn auch ohne Fans.

Sowohl der Saisonverlauf als auch der Verlauf der bisherigen WM-Vorbereitung lassen den Angehörigen des Zoll-Skiteams den Titelkämpfen zuversichtlich entgegenblicken. Allerdings verlief für den 29-Jährigen in den bisherigen Wettkämpfen nicht alles nach Wunsch. Das galt insbesondere für die Tour de Ski. „Da war die Bilanz gemischt, ich war nicht ganz zufrieden.“

Nach dem Weltcup in Falun (Schweden) ging es für die deutschen Distanzläufer bereits in die unmittelbare WM-Vorbereitung. „In Toblach (Italien) hatten wir ein Höhen-Ausdauertraining. Da konnte man endlich wieder gut eine Woche lang Grundlagentraining machen.“ Zuletzt ging es für die deutschen Athleten bereits zwischendurch drei Tage nach Oberstdorf, wo intensive Einheiten auf dem Programm standen.

Auf diesen Trainingsblock folgte eine Erholungsphase in der Heimat, „zwei bis drei Tage“ ging es nur sehr ruhig zur Sache. Da der ursprünglich für letztes Wochenende in Nove Mesto (Tschechien) geplante Weltcup abgesagt wurde, reiste das DSV-Team bereits vorzeitig nach Oberstdorf.

Bis zum ersten Rennen geht es darum, die Voraussetzungen für einen guten WM-Auftakt zu schaffen. Dass dieser für die Distanzläufer mit dem Skiathlon (2x15 km) erfolgt, freut Dobler: „Den mag ich gerne.“ Dass ihm dieses zu liegen scheint, hatte er beim Weltcup 2020 in Oberstdorf als Elfter bewiesen. „Ich hoffe, dass es bei der WM wieder in diese Richtung geht. Ich will gut zurechtkommen“, hofft der 29-Jährige. Als sein nächster Wettkampf sind die 15 Kilometer Freistil am Mittwoch, 3. März, vorgesehen. Beide Rennen sind für die Athleten enorm wichtig, denn „danach wird die Staffel aufgestellt“, weiß Dobler. In dieser würde er gerne mitmischen, ebenso wie beim 50-Kilometer-Lauf. Dieser bildet traditionell den Abschluss der Titelkämpfe.

Die Vorfreude ist trotz der Corona-Pandemie groß. Zum einen, weil Dobler in der Vorbereitung sehen konnte, „dass das richtig gut war“. Die intensiven Belastungen habe er gut verkraftet, „ich merke jetzt schon, dass ich das schon öfter mitgemacht habe“. Und: „Ich weiß inzwischen, was in der Vorbereitung das Richtige für mich ist.“

Bei der WM müssen sich die Sportler wieder – wie schon in der ganzen Saison – auf entsprechende Hygieneregeln einstellen. Bislang hat sich das Konzept in dieser Saison sehr gut bewährt. Die erhoffte Unterstützung durch die deutschen Fans muss zwar ausfallen, aber immerhin gibt es ein „Papplikum“ statt des Publikums: Interessierte konnten sich Pappfiguren kaufen, die dann auf der Tribüne aufgestellt werden. „Nicht von Pappe“ ist dagegen die Konkurrenz bei der WM. Doch Dobler und seine Teamkollegen wollen sich davon nicht beirren lassen... who

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