JUDO

Der olympische Geist lebt in Rott

Der Rotter Stefan Oppelt gewinnt mit Haltegriff. Florian Weizenbeck
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Der Rotter Stefan Oppelt gewinnt mit Haltegriff. Florian Weizenbeck

Selten sieht man so viel Lebensfreude, so viel Begeisterung und so viele positive Emotionen geballt auf einmal in einem sportlichen Wettkampf, wie bei den Meisterschaften für geistig behinderte Judokas.

Hier hat der olympische Geist noch ein Zuhause. Die offenen bayerischen Einzelmeisterschaften im G-Judo wurden von der Judoabteilung des ASV Rott/Inn organisiert.

Zwar verteidigten weder Andreas Mentz noch Florian Linsner ihren Meistertitel – Mentz wurde Zweiter, Linsner Dritter – aber wurde mit Josef Staudhammer überraschend ein Turnierneuling bayerischer Meister in der WK3 bis 73 Kilogramm. Außerdem ergänzten Thomas Dobrouschek als Dritter und Stefan Oppelt als Vierter ein insgesamt hervorragendes Abschneiden. Florian Linsner bekam dann doch noch einen Meisterpokal, nämlich den als bayerischer Gesamtsieger 2016 im Punktekartenwettbewerb. „Knapp 60 Teilnehmer aus elf Vereinen, das kann sich sehen lassen“, sagte der sportliche Leiter Alwin Brenner. 43 Männer in allen drei Wettkampfklassen (WK) und 14 Frauen in der WK2 und WK3 kämpften in ihren jeweiligen Gewichtsklassen um die Medaillen.

Veranstalter war neben dem BJV Special Olympics Bayern (SOBY), die Sportorganisation für Menschen mit geistiger Behinderung. Special Olympics ist eine Inklusionsbewegung, bei der Sport als verbindender Faktor im Vordergrund steht. Erst wenige Tage vorher hatten BJV und SOBY eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Kooperation ist es, „Judo nicht nur für Menschen mit Behinderung anzubieten, sondern für jeden Menschen eine Umgebung zu schaffen, die gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am Judo ermöglicht“. Maßgeblich beteiligt ist Brenner, neben seiner Funktion im BJV auch Bayerischer und stellvertretender nationaler Koordinator Judo bei Special Olympics. re

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