Oliver Thies gewinnt Prien-City-Cup – Bernd-Leopold Käther siegt bei den Handicap-Seglern

Bester Segelwind herrschte am ersten Tag des Priener City Cups.
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Bester Segelwind herrschte am ersten Tag des Priener City Cups.

Der Segelclub Prien hat im Laufe der vergangenen 50 Jahre eine beeindruckende Entwicklung genommen. Der SCPC besitzt die größte behindertengerechte Bootsflotte Deutschlands und ist sogar international erfolgreich.

Prien– Der Segelclub Prien (SCPC) hat im Laufe der vergangenen 50 Jahre eine beeindruckende Entwicklung genommen. Dank Leonhard Stippel fand der 1969 gegründete Verein, in der Priener Stippelwerft eine Heimat und ist in das Priener Vereinsleben bestens integriert. Der SCPC besitzt die größte behindertengerechte Bootsflotte Deutschlands und ist sogar international erfolgreich.

Seit 2008 Vorreiter in ganz Deutschland

Seit 2008 ist der SCPC durch seine Handicap-Abteilung und das Integrative Landesleistungszentrum Segeln (ILSZ) Vorreiter beim integrativen Segelsport in Bayern und darüber hinaus in ganz Deutschland. Unter der Präsidentschaft von Lothar Demps, der den Verein seit 2007 leitet, trainieren behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam. Dabei werden die körperlichen Defizite durch speziell ausgestattete Boote, nämlich 2.4mR, Sonar und RS Venture ausgeglichen. Neben der Integrations- und Breitensportförderung hat die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert. In der Saison 2020 können auch wieder alle sportbegeisterten Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Handicap, mit den corona-bedingten Einschränkungen, segeln.

Insgesamt 29 Boote aus fünf Ländern

Für den 13. Prien-City-Cup hatten 29 Boote aus den Nationen Deutschland, Großbritannien, Österreich, Tschechien und Frankreich gemeldet. Corona bedingt konnten je zwei Teilnehmer aus Tschechien und Wien nicht anreisen, sodass 25 Boote an den Start gingen. Am ersten Wettfahrttag überraschte der Chiemsee mit herrlichem Nordostwind der Stärke zwei bis drei Beaufort bei sehr schönem Wetter, also perfekten Bedingungen. Wettfahrtleiter Volker Mehlberg und sein Team nutzten die gute Chance und ließen vier der neun vorgesehenen Wettfahrten hintereinander segeln. Ganz klar führte Oliver Thies vom Hamburger Segelclub nach diesem Tag. Er siegte dreimal und belegte einen zweiten Platz, damit hatte er fünf Punkte auf dem Konto. Stark segelte der einheimische Christian Bodler vom SC Prien-Chiemsee, er lag mit zwölf Punkten mit den Plätzen fünf, eins, zwei und vier auf Gesamtplatz zwei. Der dritte Zwischenplatz ging wieder nach Norddeutschland an Martin Köller vom Baltic-Club Kiel vor einem weiteren Einheimischen, Ingo Hesse vom SC Prien-Chiemsee.

Schlechte Windverhältnisse an den beiden Folgetagen

Die guten Windverhältnisse setzten sich auf den beiden folgenden Wettfahrttagen nicht fort. Am zweiten Tag konnte gerade eine Wettfahrt gesegelt werden, am letzten Tag ging keine Wettfahrt mehr zusammen. Wenigstens ließ die fünfte Wettfahrt zu, dass jeder Segler sein schlechtestes Ergebnis streichen konnte. Oliver Thies segelte einen weiteren Sieg heraus, konnte seinen zweiten Platz streichen und wurde ungeschlagen Gesamtsieger und Gewinner des Prien-City-Cups. Martin Koller überholte mit dem zweiten Platz in der letzten Wettfahrt noch Christian Bodler und wurde Gesamtzweiter, während Bodler Dritter wurde. Auf den starken vierten Platz segelte Ingo Hesse vom SC Prien.

Die Ergebnisse:

Der ausrichtende SC Prien erzielte mit dem dritten und vierten Gesamtplatz ein ausgezeichnetes Ergebnis. Fünfter wurde Michael Jakobs (YC Saarbrücken) vor Bernd-Leopold Käther (Joernfelder SC Berlin), Mario Graus (Tiroler WS/Österreich) und Loic Eonnet (YC de I`lle de France).

Bei den zwölf Seglern mit Handicap, die sich in dem starken Feld sehr gut schlugen, gewann der Gesamtsechste Bernd-Leopold Käther vor Marco Graus, Gernot Ciprian (Österreichischer Akademischer SV), Wolfgang Grupe (WS Baldeneysee See), Karin Hofmann (SC Prien-Chiemsee) und Sebastian Meierdiercks (SC Prien-Chiemsee). ni

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