Starbulls Rosenheim können heute in Bremerhaven den 6. Platz fixieren - Am Sonntag kommt Kassel

Ohne Trabucco - mit Ehelechner

Das Duell Sergio Somma gegen Kassels Torhüter Mika Järvinen wird es auch am Sonntag voraussichlich wieder geben, weil Somma für den angeschlagenen Mario Trabucco einspringt.  Foto  Ziegler
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Das Duell Sergio Somma gegen Kassels Torhüter Mika Järvinen wird es auch am Sonntag voraussichlich wieder geben, weil Somma für den angeschlagenen Mario Trabucco einspringt. Foto Ziegler

Spannung pur in der Eishockey-DEL2: Zwei Spieltage vor Ende der Doppelrunde sind von 14 zu vergebenden Tabellenplatzierungen (siehe Tabelle und Paarungen rechts) erst vier fest vergeben und damit sind von vielen noch ausstehenden Entscheidungen erst folgende drei gefallen:. 1.

Bietigheim ist nach der Doppelrunde definitiv Erster.

2. Bietigheim, Kassel, Bremerhaven und Frankfurt haben sich fix für die erste Play-off-Runde qualifiziert.

3. Crimmitschau, Heilbronn und Kaufbeuren müssen in die Abstiegsrunde.

Gesucht werden also noch das vierte Team für die Play-downs (die Kandidaten sind Riessersee, Weißwasser, Dresden und Bad Nauheim) , zwei weitere Mannschaften, die fix in die Play-off-Runde kommen, und vier Teams, die ab Freitag, 6. März die Pre-Play-offs (best of three) spielen. Start in das Viertelfinale ist dann am Freitag, 13. März.

Und wo stehen die Starbulls? Für die Rosenheimer gibt es an diesem Wochenende noch zwei Möglichkeiten: Direkte Qualifikation für die Play-offs und damit zwölf Tage Pause oder die Pre-Play-offs. Für diese Runde hätten sich die Rosenheimer auf alle Fälle das Heimrecht gesichert und am Freitag, 6. März, könnte der Gegner im Kathrein-Stadion Riessersee (eher unwahrscheinlich), Dresden, Weißwasser oder Bad Nauheim heißen.

Die schwersten Aufgaben am letzten Doppelrunden-Wochenende haben auf alle Fälle die Starbulls vor der Brust: Heute, 19.30 Uhr, gastieren die Steer-Schützlinge beim Tabellendritten Bremerhaven, dem punktbesten Team in 2015 und am Sonntag, 18.30 (!) Uhr, kommt Angstgegner Kassel wobei Trainer Franz Steer das Wort Angst und deshalb auch einen Angstgegner nicht kennt. "Wir haben gegen Frankfurt dreimal verloren und das vierte Spiel gewonnen, wir haben gegen Landshut dreimal verloren und dann gesiegt und jetzt wollen wir das gegen Kassel wiederholen. Unser Ziel ist es gegen jede Mannschaft mindestens einmal zu gewinnen, gegen Kassel ist uns das bisher noch nicht gelungen."

Rosenheim hat alles selbst in der Hand, denn mit vier Punkten wäre man wegen des besseren Torverhältnisses gegenüber Landshut Sechster - falls Landshut zweimal nach 60 Minuten gewinnen würde. "Wir haben unser Minimalziel, das Erreichen der Pre-Play-off-Runde mit Heimrecht erreicht, jetzt wollen wir mehr und am besten die direkte Qualifikation", sagte Steer gestern - im Starbulls-Bus sitzend - auf dem Weg nach Bremerhaven. Bereits um 7 Uhr starteten die Rosenheimer in den hohen Norden, wo um 20 Uhr ein Abschlusstraining stattfand. Am heutigen Freitag steht nach dem Frühstück eine intensive Videoanalyse auf dem Programm, danach ein bisschen Fußball spielen zum Auflockern, Mittagessen, Mittagsruhe, Nachmittag Kaffee und Kuchen und am Abend folgt das Spiel in Bremerhaven. Nach der langen Rückfahrt trifft man sich bereits am Samstag um 10 Uhr wieder zum Training im Rosenheimer Eisstadion - ein strammes Programm.

Gegen den amtierenden Meister, die Fischtown Pinguins, haben die Starbulls zweimal gewonnen (davon einmal nach Verlängerung) und einmal verloren. "Wir haben bisher immer gut gegen Bremerhaven gespielt, aber die wollen natürlich auch noch auf Platz zwei beziehungsweise ihren Tabellenplatz festigen", sagt Franz Steer. "Aber Bremerhaven ist zu weit, um eine Kaffeefahrt zu machen. Wir fahren da rauf, um zu gewinnen." Die Teamleistung sieht Steer dabei als Erfolgsgarant: "Wir müssen zu unserem Spiel finden mit vier Reihen und Laufbereitschaft. Das wird der Schlüssel sein."

Beppo Frank fünf Spiele gesperrt

Verzichten muss Steer auf Beppo Frank, der nach seiner Matchstrafe in Riessersee eine Fünf-Spiele-Sperre aufgebrummt bekommen hat. Außerdem fehlt der angeschlagene Mario Trabucco für den Sergio Somma zum Einsatz kommt. Dafür wird es zwei Rückkehrer geben. "Tobias Thalhammer und Max Renner werden spielen. Vielleicht gehe ich mit sieben Verteidigern, damit der Max nicht sofort so hart ran muss. Da haben die Ärzte vom Ortho-Zentrum Rosenheim und die Therapeuten in der Simssee-Klinik überragend gearbeitet", lobt Steer. Nach seinem Kreuzbandriss Mitte Oktober wird Renner heute sein neuntes Saisonspiel für die Starbulls machen. Im Starbulls-Tor steht dieses Mal wieder Patrick Ehelechner. "Das haben wir schon letzte Woche so abgesprochen, weil Patrick beim 1:0-Sieg in Bremerhaven überragend gehalten hatte."

Die Saisonbilanz gegen Kassel ist dagegen ernüchternd. 5:19 Gegentore, drei Niederlagen - die Hessen liegen den Oberbayern anscheinend nicht. Noch nicht, denn am Sonntag könnten die Starbulls mit einem Sieg folgende Konstellation schaffen: Rosenheim wird Sechster und Kassel rutscht auf Platz drei ab, dann würde man sich im Viertelfinale (best of seven) noch mehrmals gegenüberstehen.

Sollte Rosenheim vor dem Sonntag-Spiel schon als Tabellensechster feststehen (Rosenheimer Sieg, Landshuter Niederlage), gibt es für Steer aber auch im letzten Doppelrundenspiel kein Taktieren: "Wir spielen nicht nur ein Spiel, damit wir es spielen, wir wollen die Spiele auch gewinnen".

Noch steht keine einzige Play-off-Paarung auch nur annähend fest und deshalb dürfen sich die Liga und Rosenheim auf ein spannendes Hauptrundenfinale freuen. bz/re

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